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Benjamin Häger

Benjamin Häger

Kurzvita

  • 2013–2016 Projektleitung bei der choice GmbH im BMVI Forschungs- und Entwicklungsprojekt „PlaG-inn“: Entwicklung einer webbasierten Planungs- und Partizipationssoftware
  • 2013 Freie Mitarbeit bei der Wecide GmbH: Entwicklung einer Online-Plattform für Gruppenentscheidungen
  • 2011 Freie Mitarbeit in der ARCH+ Redaktion, Berlin Beiträge zum Thema „Krise der Repräsentation“ (Heft Nr. 204)
  • 2009–2010 Vorstandsmitglied des Frappant e.V.: Vereinsvertretung, Öffentlichkeitsarbeit, Gebäudenutzungskonzept
  • 2005–2012 Studium der Stadtplanung, Technische Universität Hamburg-Harburg und HafenCity Universität Hamburg. Diplomarbeit: „Die Krise der Denkmalpflege“; Bachelorarbeit: „Lärmschutz für urbane Transiträume“
  • 2003–2004 Studium der Geographie, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

Veröffentlichungen

  • Häger, B. (2020): „Interesse am Interesse. Über die Notwendigkeit und den Nutzen von Partizipation in der Denkmalpflege“, in: Vereinigung der Landesdenkmalpfleger in der Bundesrepublik Deutschland (Hg.): „Die Denkmalpflege“, 1/2020, Deutscher Kunstverlag: S.11-16.
  • Häger, B.: (2019): „Denkmal als Konstruktion. Identität und Erbe in der amtlichen Denkmalpflege – Plädoyer für ein integratives Modell“, Vortrag auf der Jahrestagung „Instabile Konstruktionen“ des DFG-Graduiertenkollegs Identität und Erbe in Berlin am 22.11.2019.
  • Häger, B. (2019): „Bricolage und Gartenzaun. Das Baumhaus an der Mauer in Berlin als Denkmal oder Kontaktzone?“, Beitrag in der Multimedialen Online-Dokumentation der Werkstatt „Future Memories. Erinnerungskultur(en) der Migrationsgesellschaft“ des Jüdischen Museums Berlin und des Center for Metropolitan Studies der Technischen Universität Berlin, Berlin; einsehbar unter: https://www.jmberlin.de/sites/default/files/jmb2018_benjamin_haeger.pdf
  • Häger, B. (2019): „Die Denkmalplakette: Zeichen von Deutungshoheit und Diskussionsbedarf“, Beitrag in der Multimedialen Online-Dokumentation der Werkstatt „Future Memories. Erinnerungskultur(en) der Migrationsgesellschaft“ des Jüdischen Museums Berlin und des Center for Metropolitan Studies der Technischen Universität Berlin, Berlin; einsehbar unter: https://www.jmberlin.de/future-memories-projekt-dokumentation
  • Häger, B.; Jürgens, C. (2018): „Ikonische Stadtstrategien. Das Fassadenplakat und die Musterfassade als Instrumente machtpolitischer Repräsentation“, in: Sauer, M. (2018): „Ikonische Grenzverläufe“, Image – Zeitschrift für interdisziplinäre  Bildwissenschaft, Themenheft, Ausgabe 28, 07/2018, Herbert von Halem Verlag: S.175-203; einsehbar unter: http://www.gib.uni-tuebingen.de/own/journal/pdf/IMAGE%2028_Themenheft.pdf
  • Häger, B. (2017): „Un/shared Heritage. The artwork MONUMENT in Dresden as a controversial subject“, in: Lee, R. et al. (2017): “Things don’t really exist until you give them a name: Unpacking urban heritage”, Dar es Salaam. Mkuki na Nyota Publishers: S.192-199.
  • Häger, B.; Wiesrecker, M. (2016): „Entwicklung einer Social-Media-Plattform für den bedarfsgerechten Ausbau von Ladeinfrastruktur in Berlin. Schlussbericht zum Teilvorhaben TV4 des Forschungs- und Entwicklungsprojekts „PlaG-inn – Nachfrageorientierte Planung, effziente Genehmigung, innovationsorientierte Vergabe und private Finanzierung von Ladeinfrastruktur“ im Schaufenster Elektromobilität Berlin-Brandenburg.
  • Häger, B.; Wiesrecker, M. (2014): „‚Neue Formen der Bürgerbeteiligung?!‘ Ergebnisse einer Online-Befragung der Stadtplanungsämter deutscher Mittel- und Großstädte zum Einsatz und zur Bewertung von Bürgerbeteiligung“, in: Netzwerk Bürgerbeteiligung (2014): „eNewsletter Netzwerk Bürgerbeteiligung“, 03/2014 vom 05.11.2014, Bonn.
  • Häger, B. (2011): „Der Marktplatz zu Hildesheim und das Knochenhaueramtshaus. Sehnsucht nach gebauter Identität oder Praxis unkritischer Geschichtsretusche?“, in: Kuhnert, N. et al. (2011): „Krise der Rekonstruktion“, Arch+ Zeitschrift für Architektur und Städtebau, Heft-Nr. 204, Aachen/ Berlin. ARCH+ Verlag: S.70–75.
  • Häger, B. (2011): „Der Dresdner Neumarkt und die Frauenkirche. Architektur zwischen Retrodesign und Eventkultur“, in: Kuhnert, N. et al. (2011): „Krise der Rekonstruktion“, Arch+ Zeitschrift für Architektur und Städtebau, Heft-Nr. 204, Aachen/ Berlin. ARCH+ Verlag: S.80–85.
  • Häger, B. (2011): „Die Frankfurter Altstadt. Rekonstruktion in drei Akten“, in: Kuhnert, N. et al. (2011): „Krise der Rekonstruktion“, Arch+ Zeitschrift für Architektur und Städtebau, Heft-Nr. 204, Aachen/ Berlin. ARCH+ Verlag: S.104–111.
  • Häger, B. (2010): „Frappant Altona: a contribution to urban development“, in: Pratschke, A. et al. (2010): „Designing Coexistence“, V!RUS, Journal-Nr. 4 (online), Nomads.usp, Universidade de Sao Paulo.

Mitwirkung und Entwicklung von Partizipations-Software

www.visioplaner.de
www.wecide.org


Kontakt

Technische Universität Berlin
Fakultät VI – Planen Bauen Umwelt
Institut für Stadt- und Regionalplanung
Fachgebiet Denkmalpflege
DFG-Graduiertenkolleg 2227 „Identität und Erbe“
D-10623 Berlin

Sitz: Ernst-Reuter-Platz 1 | BH-A 340
D-10587 Berlin

benjamin.haeger[at]tu-berlin.de

Recht auf Erbe?! Formen der Legitimation in der Denkmalpflege und die Repräsentation des öffentlichen Interesses

Ausgelöst durch einen Gesellschafts- und Wertewandel und den Bedeutungsverlust vieler konventioneller Mechanismen der Sinn- bzw. Wertsetzung wird gegenwärtig von Vertretern ganz unterschiedlicher Disziplinen eine „Krise der Repräsentation“ konstatiert. Letztere kann auch ganz besonders für die staatliche Denkmalpflege beobachtet werden, wird in ihrer Ausübung doch entschieden, welches Kulturerbe (als Repräsentant wovon und für wen?) wie erhalten werden soll – ohne dass heute noch hinsichtlich Form und Inhalt des Repräsentierens von Allgemeingültigkeiten und einem beständigen Konsens ausgegangen werden kann. Im Gegenteil sind Debatten um Kulturerbe und Identifizierung oft dissonant, politisch aufgeladen und als ein Ringen um die Deutungshoheit und Einflussnahme zu begreifen. Vor diesem Hintergrund drängt sich die Frage nach der Legitimation der staatlichen Denkmalpflege in den Vordergrund. Scheinbar kann der Verweis auf ihren Gesetzesauftrag, ihre Fachexpertise und Theorietradition immer weniger überzeugen; stattdessen müsse sich Denkmalpflege immer wieder aufs Neue und stärker als zuvor gesellschaftlich legitimieren. Dieser Sachverhalt lenkt den forschenden Blick auf die Denkmalpfleger*innen selbst: Wie verhalten und erklären sie sich in diesem Spannungsfeld? Wie interpretieren sie ihren Auftrag zum Gemeinwohl? Wie begründen sie ihre Wertzuschreibungen und Entscheidungen? Wie übersetzen sie „das“ öffentliche Interesse, wenn wir es eigentlich mit vielen Öffentlichkeiten und unterschiedlichen Interessen zu tun haben? Löst die Denkmalpflege ein allgemeines Recht auf Erbe (-Repräsentation) ein? Anhand zahlreicher Experteninterviews werden Legitimationsfiguren der Denkmalpflege in Deutschland herausgearbeitet und auf die Repräsentation öffentlicher Erhaltungsinteressen hin beleuchtet. Dabei soll auch umrissen werden, inwieweit Partizipation in der Denkmalpflege ein geeigneter Ansatz im Umgang mit Repräsentations- und Legitimationsproblemen sein kann.