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Claudia Ba (geb. Jürgens)

Claudia Ba (geb. Jürgens)

Kurzvita

  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Post-Doc), Technische Universität Darmstadt, Fachgebiet der Stadt- und Raumsoziologie
  • DFG-Projekt „Kiez in der Tourismusfalle? Eine Untersuchung zur Veränderung von Wohnqualität durch touristische Übernachtungsmöglichkeiten in ausgewählten Berliner Wohnquartieren.
  • November 2019 – Januar 2020 Prae-Doc bei Prof. Kristin Wellner, Fachgebiet Planungs- und Bauökonomie/Immobilienwirtschaft, TU Berlin
  • (Elternzeit April 2020 – Dezember 2020)
  • seit Februar 2021 Post-Doc bei Prof. Dr. Sybille Frank, Fachgebiet der Stadt- und Raumsoziologie, TU Darmstadt
    Schwerpunkte: Tourismusforschung, Raumsoziologie, Wohnqualitätsforschung
  • Wissenschaftliche Mitarbeiterin Doktorandin, Technische Universität Berlin
  • Oktober 2016 – September 2019 DFG-Graduiertenkolleg 2227 „Identität und Erbe“
  • 2013–2016 Master of Arts Vergleichende Kulturwissenschaft, Universität Regensburg „Analoges Fotografieren als Ästhetisches Regime. Fototechnik, Bildentwicklung und Präsentation als kulturelle Praxis der Distinktion.“
  • 2009–2013 Bachelor of Arts Vergleichende Kulturwissenschaft, Universität Regensburg „Subjektive Wahrnehmungsmuster in der UNESCO-Weltkulturerbestadt Regensburg im Spiegel ethnographisch-experimenteller Fotobefragung.“ Auslandssemester: B.A. Culture et patrimoine, Université Blaise Pascal, Clermont-Ferrand, Frankreich
  • 2008–2009 Diplomstudium Architektur, Technische Universität München

Veröffentlichungen

Jürgens, Claudia; Barpougouni, Mardjoua; Rodatus, Verena (2018) Das Kulturerbe Benins auf dem Prüfstand der Zeit. (Bericht der Doktorandenschule in Benin vom 14. bis 30. Juli 2018) Online: Wie weiter mit Humbolts Erbe? Ethnografische Sammlungen neu denken.

Jürgens, Claudia; Häger, Benjamin (2018) Ikonische Stadtstrategien. Das Fassadenplakat als Grenze und machtpolitische Repräsentation. In: Sachs-Hombach, Klaus; Sauer, Martina: IMAGE, Ausgabe 28, Themenheft Ikonische Grenzverläufe, 07/2018.

„Zwischenstopp Bayern, Zielstation China. In: Hirschfelder, Gunther; Wittmann, Barbara (Hrsg.): Fremde Nähe. Migrantische Perspektiven auf Bayern. Regensburger Schriften zur Volkskunde/Vergleichende Kulturwissenschaft, Bd. 24. Münster 2013, S. 63–96.

Buchbesprechung von Manuela Barth: Kollektive Visualisierungen in Fotocommunities. Münster 2016. In: Zeitschrift für Volkskunde. Beiträge zur Kulturforschung. Münster 2017 (2), S. 326-328.

Claudia Ba (2021), Die Ikonische Kohärenz des Immateriellen Kulturerbes. Visualisierungen eines Initiationsritus in Senegal und Gambia. Bielefeld: transcript. [Dissertationsschrift] (Im Erscheinen).

Claudia Ba, Sybille Frank, Claus Theodor Müller, Anna Laura Raschke, Kristin Wellner (Hg.) (2021), The Power of New Urban Tourism. London: Routledge (Im Erscheinen).

Claudia Ba, Sybille Frank, Claus Theodor Müller, Anna Laura Raschke: Introduction, in: Dies. (Hg.) (2021), The Power of New Urban Tourism. London: Routledge (Im Erscheinen).

Aylin Akyıldız, Marie Duchene, Claudia Ba (2020). Researching resident responses to New Urban Tourism in Berlin: challenges of interviewee acquisition with a focus on ethnic minorities. Research Note, in: Andriotis, Konstantinos et.al. (Hg.), Journal of Qualitative Research in Tourism, Cheltenham: Elgaronline, S. 121–130. DOI: https://doi.org/10.4337/jqrt.2020.01.07.

Kunst & Kultur

  • 6.2016 Installation „Xenophobie“ im Kulturhaus Degginger, Regensburg
  • 10.2015–10.2016 Kulturprojekt Tape Art Convention in Kooperation mit der Neurotitan Galerie, Berlin
  • 6.2013–3.2014 Kulturprojekt ZEITGEIST, Regensburg

Kontakt

Technische Universität Berlin
Fakultät VI – Planen Bauen Umwelt
Institut für Stadt- und Regionalplanung
Fachgebiet Denkmalpflege
DFG-Graduiertenkolleg 2227 „Identität und Erbe“
D-10623 Berlin

Sitz: Ernst-Reuter-Platz 1 | BH-A 340
D-10587 Berlin

juergens.claudia[at]tu-berlin.de

Ikonische Kohärenz. Vom Erben des Kankurang in Senegal und Gambia

Zunehmend wird mündlich tradiertes Erbe mittels Bildern vererbt – sodass diese Visualisierungen zu einem Strukturmerkmal von Gesellschaften selbst werden. Anhand des Kankurang Initiationsritus der Mandinka, welcher 2008 von den Staaten Senegal und Gambia als immaterielles Kulturerbe der UNESCO erklärt wurde, beleuchtet die Arbeit nicht nur die Frage nach den Merkmalen dieser Strukturen – sondern auch wie sich diese manifestieren.

Durch Diskurs- und Bildanalytische Verfahren wird das Wie? der Erbe-Konstitution hinterfragt. Welche Geschichtlichkeitsentwürfe werden hier entworfen? Mit welchen räumlichen Vorstellungen werden diese verknüpft? Diese raumzeitlichen Arrangements des Erbens haben das Potential, alte Stereotype und Voreingenommenheiten gegenüber westafrikanischen Gesellschaften zu überwinden. Denn hier wird die Komplexität und Gleichzeitigkeit mehrerer raumzeitlicher Konstitutionen ersichtlich – die vormals als räumlich und zeitlich eindimensional konstruiert wurden.

Durch diese Erkenntnisse aus dem empirisch-visuellen Material lässt sich ein dritter Modus für die Gedächtnisforschung prägen – die ikonische Kohärenz. Dieser Modus bietet die Möglichkeit jenseits eurozentrischer Dualismen die Perspektive um die Komplexität raumzeitlicher Konstitutionen von Erbe in Visualisierungen zu erweitern. Die ikonische Kohärenz des numehr musealisierten Kankurang zeigt die Möglichkeit der Kontingenzbewältigung durch und des Visuellen in der senegambischen Gegenwartsgesellschaft.