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Claudia Jürgens

Claudia Jürgens

Kurzvita

  • 2013–2016 Master of Arts Vergleichende Kulturwissenschaft, Universität Regensburg „Analoges Fotografieren als Ästhetisches Regime. Fototechnik, Bildentwicklung und Präsentation als kulturelle Praxis der Distinktion.“
  • 2009–2013 Bachelor of Arts Vergleichende Kulturwissenschaft, Universität Regensburg „Subjektive Wahrnehmungsmuster in der UNESCO-Weltkulturerbestadt Regensburg im Spiegel ethnographisch-experimenteller Fotobefragung.“ Auslandssemester: B.A. Culture et patrimoine, Université Blaise Pascal, Clermont-Ferrand, Frankreich
  • 2008–2009 Diplomstudium Architektur, Technische Universität München

Veröffentlichungen

„Zwischenstopp Bayern, Zielstation China. In: Hirschfelder, Gunther; Wittmann, Barbara (Hrsg.): Fremde Nähe. Migrantische Perspektiven auf Bayern. Regensburger Schriften zur Volkskunde/Vergleichende Kulturwissenschaft, Bd. 24. Münster 2013, S. 63–96.

Buchbesprechung von Manuela Barth: Kollektive Visualisierungen in Fotocommunities. Münster 2016. In: Zeitschrift für Volkskunde. Beiträge zur Kulturforschung. Münster 2017 (2), S. 326-328.

Kunst & Kultur

  • 6.2016 Installation „Xenophobie“ im Kulturhaus Degginger, Regensburg
  • 10.2015–10.2016 Kulturprojekt Tape Art Convention in Kooperation mit der Neurotitan Galerie, Berlin
  • 6.2013–3.2014 Kulturprojekt ZEITGEIST, Regensburg

 


Kontakt

Technische Universität Berlin
Fakultät VI – Planen Bauen Umwelt
Institut für Stadt- und Regionalplanung
Fachgebiet Denkmalpflege
DFG-Graduiertenkolleg 2227 „Identität und Erbe“
D-10623 Berlin

Sitz: Ernst-Reuter-Platz 1 | BH-A 340
D-10587 Berlin

juergens.claudia[at]tu-berlin.de

Visualisierungen im Senegal und Gambia am Beispiel des Kankurang-Ritus.

Der Kankurang Initiationsritus der Mandinka Ethnie zählt seit 2008 zum immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Der Ritus stellt den Übergang in die soziale Ordnung von Jungen zu Männern sicher. Durch die Eintragung in die repräsentative Liste der UNESCO wird eine fotografische Dokumentation angeregt und die Nationalstaaten Senegal und Gambia verpflichten sich zur Bewerbung ihres Erbes in Absprache mit den lokalen communities. Dadurch wird das Immaterielle sichtbar gemacht und entsprechen visualisiert und musealisiert. Dies findet durch Internetauftritte, Broschüren, Schulmaterialien und Dokumentationszentren statt. Diskurse werden vor Allem in Form von Fotografien, Skulpturen und Filmen vermittelt. Konstitutionen und Ko-Konstruktionen von Welt sind gegenwärtig vor Allem visuelle Aushandlungsprozesse und stellen eine Sinnkonstruktion eigener Ordnung dar.

Was wird als wessen Erbe dargestellt, wie wird es angeordnet und in Bezug gesetzt? Wie wird Alterität innerhalb der Visualisierungen hergestellt? Welches sind die räumlichen Bezugsrahmen? Was wird gezeigt und was nicht? Das Quellmaterial wird durch Bildanalysen in ihren jeweiligen räumlichen Kontexten lesbar gemacht. In vergleichender Perspektive wird anschließend eine Typisierung der Visualisierungsdiskurse vorgenommen. Die Typen stellen die drei Komplexe Ethnizität, Visualisiertes Spacing und Sphären des Invisiblen dar.

Die Arbeit leistet im Rahmen des Graduiertenkollegs einen Beitrag zum Verständnis der Visualisierungen von Erbe und schließt an die Visuelle Wissenssoziologie und Theorien bilddiskursiven Erbes an.