»collecting loss« – 2. Jahrestagung des GRK 2227,
15.–17. November 2018, Weimar

Bauhaus-Universität Weimar
Audimax
Universitätsbibliothek
Steubenstraße 6
99423 Weimar

Konferenzprogramm

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung bis zum 12. November unter anmeldung[at]identitaet-und-erbe.org.

»COLLECTING LOSS«
2. Jahrestagung des GRK 2227 »Identität und Erbe«, 15.–17. November 2018, Bauhaus-Universität Weimar

Es ist die der Abwesenheit von Menschen, Dingen, Orten oder Symbolen innewohnende Spannung, die den Verlust als gemeinschaftsfördernde Kraft bedeutsam macht. Zugleich scheint es, so Aleida Assmann, „ungleich schwerer, Lücken, Leerstellen und Abwesenheiten zu speichern als die Erfahrung einer Präsenz« (Assmann, 2006). Insbesondere die sich gegenwärtig etablierenden Technologien verheißen die Möglichkeit, die Welt vollständig zu dokumentieren. Nichts ginge verloren. Das wäre dann, wenn es denn technisch machbar wäre, das wertungsfreie Totalarchiv, in dem sich niemand zurechtfinden würde. Dem entgegen steht die Idee des wertenden Archivs, das sich definitionsgemäß durch Auswahl, Exklusion und somit durch bewusste Entsorgung konstituiert.

Die 2. Jahrestagung des Graduiertenkollegs »Identität & Erbe“ fragt unter dem Titel »Collecting Loss« danach, ob und, falls ja, wie Verlust gesammelt und aufbewahrt und wie Absenz gezeigt werden kann. Um den vielfältigen Dimensionen des Verlierens und Verlorengehens sowie den dagegen gerichteten Praktiken des Sammelns, Speicherns und Zeigens nachzugehen, soll insbesondere das Verhältnis zwischen den Begriffen und Konzepten des Verlusts, des Archivs, des Erbes und der Identität befragt werden.

Den vollständigen Call for Papes finden Sie hier: CfP GRK Tagung »Collecting Loss« 2018

 


ENGLISH VERSION

Conference Conference Program

Please register by 12 November here: anmeldung(at)identitaet-und-erbe.org.

»COLLECTING LOSS«
2nd Annual Conference GRK 2227 »Identity and Heritage« 
15th-17th November 2018, Bauhaus University Weimar

It is the tension inherent in the absence of people, things, places or symbols, which turns loss into a community inspiring force. According to Aleida Assmann, it seems »much more difficult to store gaps, voids and absence than the experience of a presence« (Assmann, 2006). Current technologies promise the possibility of fully documenting the world. Nothing would be lost. This would lead to something we could think of as a non-biased, total archive, that would be almost impossible to navigate. Contrary to this stands the idea of the classifying archive, which, by definition, is constituted by selection, exclusion and thus by deliberate disposal.

Under the title »Collecting Loss«, the 2nd Annual Conference of the Research Training Group »Identity & Heritage« asks if and how loss can be collected and stored and how absence can be shown. In order to explore the multiple dimensions of loss, and opposing strategies of collecting, storing, and presenting practices, we will be looking into the relationship between the concepts of loss, archive, heritage, and identity.

Read the full Call for Papers here: CfP 2nd Annual Conference »Collecting Loss« 2018