Jan Engelke

Kurzvita

  • 2019 – Stipendiat der Gerda Henkel-Stiftung
  • 2019 – Dissertation an der TU München bei Prof. Dr. Benedikt Boucsein
  • 2012 – 2013 Architekturstudium, Bauhaus Universität Weimar
  • 2010 – 2017 Architekturstudium, ETH Zürich

Veröffentlichungen

  • Engelke, Jan: Schöner wohnen? Das Eigenheim in populären Architekturdiskursen der westdeutschen Nachkriegszeit, in: WohnSeiten – Visuelle Konstruktionen des Wohnens in Zeitschriften, hg. von Irene Nierhaus, Kathrin Heinz und Rosanna Umbach, S. 430-455, transcript-Verlag 2021.
  • Engelke, Jan: Vom Behelf zum Heim. Über die Gestaltung einer stets unfertigen Zeit, in: Behelfsheim, hg. Von Philipp Meuser und Enver Hirsch, Eigenverlag 2020.
  • Engelke, Jan, Lukas Fink: Der Fehler als Projekt, in: Protocol Magazine für Architektur im Kontext, H. 9, Jg. 2017.
  • Engelke, Jan, Lukas Fink: Kritik als Methode, in: trans magazin, H. 31, Jg. 2017.
  • Engelke, Jan, Lukas Fink: The Beauty of the Cadastral Map, in: House Us, OCDI Press, Chicago 2017.

Kontakt

Technische Universität München
Fakultät für Architektur
Professur für Urban Design
Arcisstrasse 21
80333 München

jan.engelke[at]tum.de
www.ar.tum.de/ud

Die Eigenen Vier Wände – Schöner Wohnen im Wirtschaftswunder 1960-‘74

Die Eigenen Vier Wände waren das erklärte Lebensziel der Wirtschaftswunderjahre in der BRD— aktuell ist das Wohnmodell Eigenheim populärer denn je. Bis heute prägt es die Lebensformen, das alltägliche Bild vieler Orte und die architektonische Produktionsweise von Wohnraum und es hat die Wohnkultur des Einfamilienhauses tief in die Gesellschaft eingeschrieben. Es ist der beliebteste, der zahlreichste und zugleich der umstrittenste Gebäudetyp.

Das Eigenheim ist ein wesentlicher architektonischer Protagonist der Nachkriegsgeschichte: In ihm materialisierten sich Hoffnungen und Wünsche, Rollenbilder und Ideologien dieser Zeit, die bis in die Gegenwart fortwirken und aktuell neue Brisanz erhalten. Ungeachtet seiner prägenden kulturellen und architektonischen Bedeutung gab es bisher wenig architekturhistorisches Interesse am Thema. Dabei drängt die Frage nach dem Umgang mit dem Bestand dieser Zeit und nach der Zukunftsfähigkeit dieses Wohnmodells—besonders für eine Architekturdisziplin die im Zuge ist, das Feld des alltäglichen Wohnens gänzlich aufzugeben.

Deshalb ist das Ziel von Jan Engelkes Arbeit, die Architektur des Eigenheims in ihrem Entstehungskontext des Wirtschaftswunders zu erforschen, um die Grundlage für eine Inwertsetzung dieses Bestands in der öffentlichen Debatte zu schaffen und alltäglichen Wohnraum wieder zum Gegenstand einer kritischen architektonischen Diskussion und Praxis zu machen. Die Zeitschrift »Schöner Wohnen« spiegelt populäre Architekturdiskurse und den alltäglichen Kontext der architektonischen Produktion dieser Zeit – eine Perspektive, anhand derer Jan Engelke das Gewöhnliche in den Mittelpunkt seiner Forschung stellt.