Semestertermine

Die Ringvorlesung des Kollegs findet während des Semesters regelmäßig am Dienstag um 18.30 Uhr im Wechsel an den Standorten des Kollegs (Weimar, Berlin, Dessau und Erfurt) statt. Aktuelle Positionen der Kulturerbeforschung werden in einem 45-minütigen Vortrag vorgestellt und diskutiert. Im Archiv des Kollegs können die Tonaufzeichnungen der Vorlesungen nachgehört werden.

31.05.2022

18:30

Weimar

Stefanie Hennecke (Kassel): Der Volkspark als Erbe der Moderne? Zur Geschichte kommunaler Parkanlagen im 19. und 20. Jahrhundert im Kontext von Diskussionen um Volkserziehung und Volksgesundheit.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurden im Zuge des Stadtwachstums zahlreiche Parkanlagen in kommunaler Regie gebaut. Der „öffentliche Spaziergang“,  „Volksgarten“ oder „Stadtpark“ des 19. Jahrhunderts wurde im frühen 20. Jahrhundert mit kämpferischem Gestus in den Fachdiskursen durch das neue Modell des „Volksparks“ abgelöst. 

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07.06.2022

18:30

Berlin

Andrijana Ivanda & Tobias Hönig (c/o now, Berlin):
(Ex-)Yu – Räume und Architekturen als Träger nationaler Erzählungen

Mitte der 1990er Jahre, mitten im brutalen Zerfallsprozess Jugoslawiens, stand Slavoj Žižek im Zentrum Ljubljanas auf der Šentjakob-Brücke über dem Flüsschen Ljubljanica und sprach mit finsterer Schockantizipation in die Kamera eines Filmteams: „Okay! Was wir hier jetzt sehen, ist – zumindest im Sommer oder im Herbst – eine der schönsten Ansichten von Ljubljana. Es sieht aus wie in Paris. Grüne Blätter etc., schöne alte Häuser an beiden Ufern. Nichts Besonderes. Aber da irren Sie sich! Dieser Fluss hier ist die offizielle, geografische Grenze zwischen dem Balkan und Mitteleuropa. Also Vorsicht! Dort drüben: Horror, orientalischer Despotismus, Frauen werden geschlagen und vergewaltigt und mögen es. Auf dieser Seite: Europa, Zivilisation, Frauen werden geschlagen und vergewaltigt und mögen es nicht. Also: Balkan – Mitteleuropa. Nicht vergessen!“ (c/o now in: ARCH+ 2019 (235), S. 90)

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28.06.2022

18:30

Berlin

Damjan Kokalevski (Munich/Skopje): Reading the Archive: Skopje. Abandoned Histories as Critical Entries to the Present 

Skopje has been in the recent media spotlight as an example of how a city transformed to legitimize and reinforce populist and nationalist power structures. In 2009 the former right-wing ruling party launched a grand project for a violent rebuilding of the city center, designed in a pseudo-neoclassical style, titled „Skopje 2014“. It aimed to connect the Macedonian people to their mythical roots, dating back to Alexander the Great, trying, at the same time, to make the city look more ‘European’. Since then, numerous new buildings and monuments have sprung up in an opaque and corrupt commission process, costing approximately 680 million euros. In parallel to this, the architectural heritage and expertise gained after the disastrous earthquake of 1963, thanks to an extensive reconstruction project led by the United Nations, is obscured, abandoned, or even destroyed.

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05.07.2022

18:30

Erfurt

Juliane Tomann (Regensburg): Performative Spielräume? Historisches Reenactment als Form des doing history

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12.07.2022

18:30

Weimar

Elisa Satjukow (Leipzig): Umstrittenes Erbe. Der Kosovokrieg und die NATO-Intervention 1999

Es ist wieder Krieg in Europa und während wir fassungslos die Ereignisse in der Ukraine beobachten, gerät ein anderer europäischer Krieg weitestgehend in Vergessenheit. Vor 30 Jahren begann der Zerfall des ehemaligen Jugoslawiens. 

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