Semestertermine

Die Ringvorlesung des Kollegs findet während des Semesters regelmäßig am Dienstag um 18.30 Uhr im Wechsel an den Standorten des Kollegs (Weimar, Berlin, Dessau und Erfurt) statt. Aktuelle Positionen der Kulturerbeforschung werden in einem 45-minütigen Vortrag vorgestellt und diskutiert. Im Archiv des Kollegs können die Tonaufzeichnungen der Vorlesungen nachgehört werden.

06.12.2022

18:30

Berlin

Kristina Jõekalda (Tallinn): Zur Historiografie des Erbes: Disziplinäre Grenzen im Deutschbaltischen und Estnischen Kontext

Die Heritage Studies entstanden in den 1980ern, inmitten einer Ära der Estnischen Geschichte, in der die Frage nach dem Umgang mit Denkmälern so aktuell war, wie nie zuvor. Im Einklang mit der sowjetisch-estnischen Kulturerbebewegung Muinsuskaitseliikumine sollte in den späten 1980ern die Unabhängigkeit des Landes zwischen den Weltkriegen als wichtigstes Erbe des Landes gewürdigt werden.

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13.12.2022

16:00

Dessau (nicht öffentlich)

Regina Bittner (Dessau): Zur Weltkonstruktion des Bauhauserbes : eine internationale Angelegenheit

1996 wurden die Bauhausstätten Dessau und Weimar in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. In der Begründung für das »outstanding universal value« des Bauhauses wird neben dem historischen Wert des Gebäudes vor allem seine programmatische Rolle als »bedeutendes Monument für die Ideengeschichte dieses Jahrhunderts« (des 20. Jahrhunderts) herausgestellt.

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10.01.2023

18:30

Berlin

Axel Gelfert (Berlin): Zwischen Erinnerung und Umdeutung: Denkmäler als Erkenntnisinstrumente

Denkmäler sind Ausdruck der Erinnerungskultur einer Gesellschaft, zugleich jedoch Bestandteil lokaler Lebenswelten. Als solche geraten sie in das Spannungsfeld zwischen (vergangener) Geschichtsschreibung und (gegenwärtigen) Interessen, Normen und Geltungsansprüchen. Nimmt die Spannung überhand, entlädt sie sich mitunter tumultartig in Kontroversen über das Wechselverhältnis von Ästhetik, Politik und Erinnerung.

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17.01.2023

18:30

Weimar

Alexandra Klei (Berlin): Wer (neu) baut, soll bleiben: Synagogen in Nachkriegsdeutschland als Raum und als Symbol

Die Bedeutung von Synagogen lag/liegt nie allein in der Funktion, die sie für jüdische Gemeinden besitzen, sondern wird immer auch durch Zuschreibungen nichtjüdischer und/oder jüdischer Akteur:innen definiert. Nach dem Holocaust werden Synagogen-Neubauten als Zeichen von „Wiedergutmachung“ gelesen und mit „ausgepackten Koffern“ oder dem Wunsch „zu bleiben“ verknüpft; ihre Architektur mit unterstellten psychologischen Konstitutionen von Gemeinden bzw. ihrer Mitglieder gleichgesetzt: Eine geschlossene Wand steht für ihren Versuch, sich zurückzuziehen, ein unauffälliges, abgelegenes Gebäude für das Bedürfnis, nicht auffallen zu wollen.

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24.01.2023

18:30

Berlin

John Schofield (York): ‚The Moon and the Ghetto‘: How Cultural Heritage Solutions Can Help Solve the World’s Wicked Problems

Wicked problems are those global challenges that are complex, intractable, open-ended and unpredictable. Solving them requires creative and often interdisciplinary solutions that include: collaborating with industry and policymakers; a thorough understanding of the problem; and clear recognition of its complexities.

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31.01.2023

18:30

Berlin

Ulrike Auga (Hamburg): „Kultur“, „Religion“ und die Identitätsfalle – Epistemologische Anfragen

Weitere Informationen folgen in Kürze

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14.02.2023

18:30

Weimar

Jenny Price (Weimar): Ost Voices. Eine Alltagsgeschichte des Strukturwandels von 1990.

Die Transformation in Ostdeutschland in den frühen Neunzigern war ohne Beispiel und umfasste ein unvorhergesehenes Ausmaß an politischem, sozialem, wirtschaftlichem und kulturellem Wandel innerhalb von nur wenigen Monaten.

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