Einblicke

Zvi Efrat ist der zweite Mercator Fellow des Kollegs

Nach mehr als einem Jahr Verzögerung können wir Prof. Zvi Efrat (Tel Aviv) in unserem Kolleg begrüßen. Sechs Monate lang wird er gemeinsam mit uns forschen und am Studienprogramm des Kollegs mitwirken. Prof. Efrat studierte Architektur und Filmwissenschaften in den USA, publizierte zur Architekturgeschichte Israels und den weltweiten Spuren der israelischen Architekturmoderne. Als Architekt war Zvi Efrat an der Planung wichtige Museums- und Gesellschatftsbauten in Israel beteiligt.

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Ringvorlesung im Sommer 2022

Die Konflikte um das kulturelle Erbe in Bosnien, Kosovo und Mazedonien stehen im Mittelpunkt der Ringvorlesung. Die Geschichtspolitiken um Architekturen, Denkmäler, Stadtplanungen und Archive sind in der Region des ehemaligen Jugoslawiens von den Erinnerungen an das sozialistische Erbe, dessen nationale Vorgeschichten und den Interventionen der Nato in den 1990er Jahren geprägt.
Weiterhin tragen unsere Gäste zu den Technologien der Wissensbildung, der kolonialen Vergangenheit Kongos, der Erinnerung an den Holocaust in den sozialen Medien und der Aneignung von Geschichte in Reenactments vor. Alle Vorträge sind öffentlich.

Hier finden Sie weitere Informationen zu unseren Gästen und den Vortragsthemen.

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Neuerscheinung „Instabile Konstruktionen“

Im April 2022 ist der zweite Band unserer Schriftenreihe mit dem Titel „Instabile Konstruktionen“ im Bauhaus-Universitätsverlag erschienen. Die von Simone Bogner, Gabi Dolff-Bonekämper, Hans-Rudolf Meier herausgegebene Jahresschrift berichtet von den interdisziplinären Forschungen der ersten Kohorte unseres Kollegs (2016-2019). In den Kapiteln „Vergangenheiten bauen“, „Konstrukte konfigurieren“, „Erbe neu verhandeln“, „Verlorenes Erzählen“ und „Denkmalpflege positionieren“ entwickeln die Autor:innen vielfältige Perspektiven auf das Themenfeld Identität und Erbe.
Das Buch (264 Seiten, ISBN:978-3-95773-301-6) kann ab sofort im Bauhaus-Universitätsverlag bestellt werden: https://asw-verlage.de/katalog/instabile_konstruktionen-2476.html
Weitere Informationen: https://www.identitaet-und-erbe.org/publikationen/instabile-konstruktionen

Exkursion des Graduiertenkollegs nach Skopje, Pristina und Sarajevo

1.-9. September 2022

Seit dem letzten Krieg auf dem Territorium des ehemaligen Jugoslawiens sind kaum zwei Jahrzehnte vergangen. Heute ist der ehemals multiethnische Staat in Nationalstaaten zerfallen und neue Grenzen wurden errichtet. Mit seiner Forschungsreise nach Nordmazedonien, Kosovo und Bosnien-Herzegowina richtet das Graduiertenkolleg sein Augenmerk auf Objekte und Orte, die als umstrittenes Erbe gelten. Welchen Umgang finden Menschen heute mit kulturellem Erbe, dass entweder bedeutungslos wurde oder in der Gegenwart mit Bedeutungen aufgeladen wird.? Welche Vergangenheiten hinterließen Spuren in den urbanen Räumen von Skopje, Pristina und Sarajevo? Welche Herausforderungen bestehen für das Zusammenleben verschiedener Gruppen? Welche gemeinsamen Narrative finden Sie und wer stellt sich diesen Fragen?

An der Exkursion nehmen 24 Kollegiat:innen und Professor:innen teil. Geplant sind Begegnungen mit dem Büro PrivatePrint, Marco Icev, Suzana Milevska, Salija Halima, der Young Roma Women Association of Shuto Orizari, Gjorji Moisov, einem Audiowalk von Ivan Sidjimovska, dem Team der Manifesta Pristina 2023, Bekim Ramku, Paul Domenec, den Partisanendenkmälern von Bogdan Bogdanovic, Nedzla Potogija und Tobias Strahl.

Als öffentliche Veranstaltung findet am 5. September um 19 Uhr im Kino Armata (Pristina, Kosovo) eine Podiumsdiskussion zwischen Mitgliedern des Graduiertenkollegs und dem Team der Manifesta 14 unter dem Titel „Negotiating storytelling: Heritage constructs as contested narrative devices“ statt. Auf dem Podium diskutieren: Bekim Ramku, Paul Domenec, Simone Bogner, Aysegül Dinccag, Michael Karpf und Wolfram Höhne.
https://www.facebook.com/events/609492417398678?ref=newsfeed

Auswahlverfahren 2022

Am 1. April 2022 endete die Bewerbungsfrist für die dritte Kohorte unseres Graduiertenkollegs, die zum 1. Oktober an den Standorten Berlin und Weimar ihre Arbeit aufnehmen wird. Uns erreichten Bewerbungen zu aktuellen Fragen der Kulturerbeforschung aus Iran, Irak, Honduras, Indien, Schweden, Spanien, Malta, Mexiko, China, Kolumbien, Peru, Österreich, Türkei, Syrien, USA, Malta, Finnland, Kosovo, Italien, Polen, Brasilien, Südafrika, Ägypten und Deutschland. Wir freuen uns über das internationale Interesse an unserem Kolleg wie die spannenden Forschungsthemen und bedanken uns bei allen Bewerber:innen!

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Workshop: Theorien und Praktiken des Archivs

Sammlungen und Archive waren Gegenstand eines einwöchigen Workshops des Kollegs im Kulturquartier Silent Green (Berlin). Bei einem Besuch im Humboldt-Forum richtete sich das Augenmerk gemeinsam mit Dr. Alfred Hagemann auf die Geschichte des Ortes, die im Zuge der Rekonstruktion überbaut und durch die Musealisierungskonzepte im Haus zitiert wird.

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Konferenz: CENSORSHIP? CONFLICTED CONCEPTS OF CULTURAL HERITAGE

Mehr als 120 Teilnehmer:innen aus 13 Ländern haben sich für die 5. Jahrestagung des Graduiertenkollegs angemeldet. Trotz der aktuell hohen Infektionszahlen der COVID-19 Pandemie in Thüringen kann die Tagung in Präsenz vom 25.-26. November 2021 in Weimar nach der 2G-Regelung stattfinden und im Livestream verfolgt werden.

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Jüdisches Erbe und Altstadtrekonstruktionen in Frankfurt

In Frankfurt am Main zählten das Jüdische Museum, die in den letzten Jahren entstandenen Totalrekonstruktionen von Teilen der zerstörten Altstadt und die Inszenierung archäologischer Ausgrabungen im öffentlichen Raum zu den Stationen einer eintägigen Exkursion des Kollegs nach Frankfurt am Main.

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Eine Tagung, Maurice Halbwachs zur Erinnerung

In Kooperation mit und unter Federführung von Prof. Dr. Frank Eckardt, Professur für sozialwissenschaftlich Stadtforschung an der Bauhaus-Universität Weimar, dem Centre Maurice Halbwachs in Paris war das DFG-Graduiertenkolleg 2227 „Identität und Erbe“ an der Ausrichtung der interdisziplinären Tagung „Der Intellektuelle, die Erinnerung und die Stadt: Maurice Halbwachs im Spiegel des 21. Jahrhundert“ vom 15. bis 17. Oktober 2021 an der Bauhaus-Universität Weimar beteiligt. Hier widmeten sich Expert_innen aus Frankreich, Deutschland und der Schweiz dem Werk des Soziologen und Philosophen Maurice Halbwachs sowie dessen Bedeutung für die Analyse der Gegenwartsgesellschaft. 

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