Vergangene Ringvorlesungen

07.06.2022

Berlin

Andrijana Ivanda & Tobias Hönig (c/o now, Berlin):
(Ex-)Yu – Räume und Architekturen als Träger nationaler Erzählungen

Mitte der 1990er Jahre, mitten im brutalen Zerfallsprozess Jugoslawiens, stand Slavoj Žižek im Zentrum Ljubljanas auf der Šentjakob-Brücke über dem Flüsschen Ljubljanica und sprach mit finsterer Schockantizipation in die Kamera eines Filmteams: „Okay! Was wir hier jetzt sehen, ist – zumindest im Sommer oder im Herbst – eine der schönsten Ansichten von Ljubljana. Es sieht aus wie in Paris. Grüne Blätter etc., schöne alte Häuser an beiden Ufern. Nichts Besonderes. Aber da irren Sie sich! Dieser Fluss hier ist die offizielle, geografische Grenze zwischen dem Balkan und Mitteleuropa. Also Vorsicht! Dort drüben: Horror, orientalischer Despotismus, Frauen werden geschlagen und vergewaltigt und mögen es. Auf dieser Seite: Europa, Zivilisation, Frauen werden geschlagen und vergewaltigt und mögen es nicht. Also: Balkan – Mitteleuropa. Nicht vergessen!“ (c/o now in: ARCH+ 2019 (235), S. 90)

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31.05.2022

Weimar

Stefanie Hennecke (Kassel): Der Volkspark als Erbe der Moderne? Zur Geschichte kommunaler Parkanlagen im 19. und 20. Jahrhundert im Kontext von Diskussionen um Volkserziehung und Volksgesundheit.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurden im Zuge des Stadtwachstums zahlreiche Parkanlagen in kommunaler Regie gebaut. Der „öffentliche Spaziergang“,  „Volksgarten“ oder „Stadtpark“ des 19. Jahrhunderts wurde im frühen 20. Jahrhundert mit kämpferischem Gestus in den Fachdiskursen durch das neue Modell des „Volksparks“ abgelöst. 

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24.05.2022

Berlin

WOLFGANG ERNST (BERLIN): TECHNOLOGIEN DER WISSENSTRADITION, UND DER TECHNOLÓGOS EUROPÄISCHER IDENTITÄT

Kulturelles Wissen tradiert sich nicht allein als “kollektives Gedächtnis”, sondern ist ebenso eine Funktion konkreter Überlieferungstechniken. Technisches Kulturgut stellt in diesem Rahmen eine ebenso materielle wie logische Verkörperung spezifischer Wissensweisen dar.

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17.05.2022

Online

Tobias Ebbrecht-Hartmann (Jerusalem): Hashtags, Stories, Video-Memes. Die Erinnerung an den Holocaust auf TikTok und Instagram

Soziale Medien sind längst zu einem festen Bestandteil der Erinnerung an historische Ereignisse geworden. Gedenkstätten ermöglichen durch virtuelle Touren auf Instagram Besuche der historischen Orte aus der Distanz. Auf TikTok berichten Überlebende des Holocaust von ihren Erfahrungen. 

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03.05.2022

Weimar

Tobias Strahl (Sarajewo): Kulturelle Netze in (bewaffneten) Konflikten

Der konventionelle Kulturgutschutz in bewaffneten Konflikten hat sein theoretisches Fundament in der sogenannten europäischen Aufklärung, dem Historizismus und der Denkmalpflege europäischer Provenienz. Seine rechtlichen Grundlagen sind unter dem Eindruck zweier verheerender Kriege entstanden. Für den tatsächlichen Schutz von Gegenständen der Kultur in bewaffneten Konflikten ist er bis heute nicht zu operationalisieren.

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26.04.2022

Online

Suzana Milevska (Insbruck): Shameful Objects, Apologising Subjects

Die strukturellen Bedingungen des Sammelns und Ausstellens in Museen und anderen Institutionen geraten zunehmend in die Kritik. Schwierige historische und kulturelle Hintergründe sind ebenso zu hinterfragen, wie die Intentionen der Musealisierung. Makro- wie mikrohistorische Narrative werden zum Gegenstand von Prozessen der Dekolonisierung. 

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19.04.2022

Ljiljana Radonić (Wien): Krieg um die Erinnerung: Geschichtspolitik im post-jugoslawischen Raum

Die Kriege der 1990er Jahre im ehemaligen Jugoslawien waren in gewissem Ausmaß auch Kriege um die Erinnerung und hatten einiges mit der unaufgearbeiteten Vergangenheit des Zweiten Weltkriegs zu tun. Titos Devise von der „Brüderlichkeit und Einheit“ ließ keinen Raum für die Aufarbeitung des Bürgerkriegs zwischen den kroatischen Ustascha, den serbischen Tschetnik und Titos PartisanInnen, der vielfach auf dem Rücken der Zivilbevölkerung ausgetragen wurde. 

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05.04.2022

Johan Lagae (Gent): „Sorry Congo !?“ Zur Positionierung der Architekturgeschichte im Umgang mit der kolonialen Vergangenheit Kongos

In den letzten Jahren ist die Debatte über die Dekolonialisierung in Belgien aufgelebt. Die Auslöser dafür waren die Infragestellungen mehrerer Denkmäler, die in belgischen Städten an die Kolonialzeit erinnerten, die lange erwartete Wiedereröffnung des Africa Museums Tervuren im Dezember 2018 und die international geführte Debatte um Restitutionen.

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15.02.2022

Felix Ackermann (Warschau): Vom NKVD zu Netflix. Denkmalschutzdebatten um das Lukiškės-Gefängnis in der litauischen Hauptstadt Wilna

Wenn 2022 die dritte Staffel der Serie Stranger Things bei Netflix online geht, wird eine der Hauptdarsteller:innen das historische Gefängnis im Zentrum von Wilna sein. Es gilt heute in Litauen trotz seiner belasteten Vergangenheit als Herzstück des Aufbruchs in die smarte Stadt der Zukunft, in der sich kreative Industrien, künstlerische Suchbewegungen, Business und öffentliche Erinnerungsaufgaben miteinander vereinbaren lassen.

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08.02.2022

Rasmus Greiner (Bremen): Cinematic Histospheres. Filmische Erlebnisräume in der audiovisuellen Erinnerungskultur

Spielfilme über historische Ereignisse, Personen und Lebenswelten erfreuen sich nach wie vor großer Beliebtheit. Als Teil der audiovisuellen Erinnerungskultur modellieren sie historische Erlebnisräume. Diese Histospheres prägen unsere Vorstellungen von der Vergangenheit besonders wirkungsvoll, indem sie uns immersiv, emotional und körperlich in die dargestellten historischen Zusammenhänge einbeziehen.

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01.02.2022

Zvi Efrat (Tel Aviv): Die israelische Architektur-Avantgarde der 1960er Jahre und ihr Unbehagen

In den frühen 1960er Jahren formierte sich in Israel eine architektonische Avantgarde mit einem außergewöhnlichen Hang zur Selbstreflexion. Eine Gruppe von Architekten, die sich an der Architekturfakultät des Technion-Instituts in Haifa zusammengefunden hatte, wollte die Starrheit und Autorität autonomer Werke untergraben und bediente sich dabei einer Flut von zufälligen Clustern, der Vervielfältigung sich ständig verändernder Raummodule, burgartig aufragender, polyedrischer Matrizen, kollabierender räumlicher Rahmungen, kybernetischer Apparate und unzähliger anderer Kreuzungen aus Systemtheorien und Biomorphismen.

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25.01.2022

Stephanie Herold (Berlin): Was bleibt vom Kommen? Beheimatung und Transformation

In seinem viel beachteten Werk „Das Zeitalter der Migration“ entwirft der Politologe Parag Khanna 2021 mögliche Zukunftsszenarien der globalen Migration und weist zugleich darauf hin, dass Migration ein facettenreiches und räumlich prägendes Phänomen von großer historischer Konstanz ist. In Europa kam es insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg zu großen Migrationsbewegungen. Orte der Ankunft für die Geflüchteten waren oft Provisorien. Nicht selten wurden bestehende Lager und/oder militärisch genutztes Gelände pragmatisch weitergenutzt. Entgegen der ursprünglichen Vorstellung als temporäre Zwischennutzungen entwickelten sich diese Orte oft zu dauerhaften Siedlungen.

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18.01.2022

Niloufar Tajeri (Braunschweig): Wessen Erbe, wessen Identität, wessen Architektur? Oder die notwendige Verkomplizierung von Geschichte, Kultur und Form

Mit der einfachen Frage „Whose Heritage?“ erörtert Stuart Hall kulturelles Erbe als hegemoniale, nationale Narrative, das in Museen, Städten und Büchern des Globalen Nordens ein kognitives Wissenssystem abbildet und üMit der einfachen Frage „Whose Heritage?“ erörtert Stuart Hall kulturelles Erbe als hegemoniale, nationale Narrative, die sich in Museen, Städten und Büchern des globalen Nordens ein kognitives Wissenssystem abbilden und über Bedeutungszuweisungen kollektive „Werte“, „nationale Identität“ und somit (Nicht-)Zugehörigkeiten konstruieren. Im Vortrag wird die Frage „Wessen Erbe?“ um die Fragen „Wessen Identität?“, „Wessen Wissen?“ und letztlich auch „Wessen Räume?“ und „Wessen Architektur?“ erweitert, um die Frage nach Zugehörigkeit, Bedeutung und Macht weiter zu verkomplizieren. 

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11.01.2022

Alexandra Staub (Pennsylvania, USA): Wessen Architektur? Wessen Identität? Ethik und Stakeholder-Theory als Rahmenbedingungen für die architektonische Produktion

Kulturelle Produktion und gebaute Umwelt befördern einander. Zugleich ist die Definition, was als „Kultur“ anzusehen sei, in den letzten Jahren zunehmend umstritten. Trotz der aktuellen gesellschaftlichen Probleme, wie wirtschaftlicher Ungleichheit und sozialer Intoleranz, befassen sich nur wenige Architekt:innen und Planer:innen damit, wie diese kulturellen Paradigmen mit der Produktion der gebauten Umwelt zusammenhängen und welche Rolle sie als Autor:innen in diesem Prozess spielen.

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14.12.2021

Alfred Hagemann (Berlin): Neubau mit Geschichte. Zum Umgang mit der Geschichte des Ortes am Humboldt Forum.

Der Ort, an dem jetzt das Humboldt Forums steht, ist in den letzten Jahrzehnten ein Brennpunkt hitziger Architekturdebatten. Im Kern ging es um die Frage, welche Rolle Architektur in der Konstruktion von Identität(en) in Gesellschaften spielt und welche Wechselwirkungen zwischen Form und Nutzung eines Gebäudes auch auf der symbolischen Ebene bestehen.

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07.12.2021

FÄLLT AUS: Johan Lagae (Gent): “Sorry Congo !?” Zur Positionierung der Architekturgeschichte im Umgang mit der kolonialen Vergangenheit Kongos

DER VORTRAG FÄLLT AUS UND WIRD IM KOMMENDEN JAHR STATTFINDEN. In den letzten Jahren ist die Debatte über die Dekolonialisierung in Belgien aufgelebt. Die Auslöser dafür waren die Infragestellungen mehrerer Denkmäler, die in belgischen Städten an die Kolonialzeit erinnerten, die lange erwartete Wiedereröffnung des Africa Museums Tervuren im Dezember 2018 und die international geführte Debatte um Restitutionen.

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01.12.2021

Marco A. M. Gabriel (Mailand): Transnationale Identitäten in der Architektur: Zu kulturellen Wertzuschreibungen an die Fachwerkbauweise in der deutsch-brasilianischen Bevölkerungsgruppe des Itajai-Tals in Brasilien seit den 1970er Jahren

Der Vortrag erkundet die Tradierung und touristische Vermarktung der Fachwerkbauweise, die deutsche Einwanderer in das Itajai-Tal (Santa Catarina, Brasilien) eingeführt haben. Es wird gezeigt, wie gegensätzliche Auffassungen des deutsch-brasilianischen Transnationalismus den Übergang des Fachwerks von einer funktionalen Bauweise zu einem Statussymbol des Deutschen im Brasilien der 1970er Jahre begleitet haben. Besondere Aufmerksamkeit erhalten dabei die pommerschen Einwanderer in Pomerode.

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16.11.2021

Götz Aly (Berlin): Geschichtsverrückt. Die Deutschen – ein Volk ohne Mitte

Die Zerrissenheit des Landes in Karolinger und Ostelbier, in Bayern und Preußen, in Protestanten und Katholiken, in Sozialdemokraten und Bismarckjaner, die Spaltungen im Dreißigjährigen Krieg, während der napoleonischen Besatzung und schließlich im Kalten Krieg kennzeichnen die deutsche Geschichte. Seit dem beginnenden 19. Jahrhundert wurde immer wieder versucht, die inneren Gegensätze zu überwinden: Das geschah auf demokratisch-nationalistischen, staatlich-autoritären und identitär-nationalsozialistischen Wegen.

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02.11.2021

Heike Becker (Kapstadt): Denkmalstürze und lebendige Erinnerung. Zu Politik und Ästhetik postkolonialer Erinnerungskulturen und Stadtbilder im südlichen Afrika.

Nach dem Ende der Apartheid huldigten in den öffentlichen Räumen südafrikanischer Städte wie Windhoek und Kapstadt noch immer zahllose Denkmäler den kolonialistischen Eroberungen. In den Stadtbildern Südafrikas und Namibias blieben weiterhin Teile einer schmerzhaften Geschichte des Unrechts bis in das 21. Jahrhundert hinein ausgelöscht.

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26.10.2021

Ingrid Scheurmann (Dortmund): Kontinuität oder Change-Management? Denkmalpflege in Zeiten des Klimawandels

Die Klimakrise ist die Herausforderungen unserer Zeit. Sie tangiert die Menschen weltweit und macht auch vor dem kulturellen Erbe nicht Halt. Gefährdet sind historische Gärten und Kulturlandschaften ebenso wie Baudenkmale und archäologische Stätten. Erhaltungsfragen erfahren vor diesem Hintergrund neue Bedeutung und Dringlichkeit; die entsprechende Expertise der Denkmalpflege ist gefragt wie nie zuvor.

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06.07.2021

Oliver Sukrow (Wien): Alternative Innovationsräume: Kurorte als Architekturen und Landschaften der Gesundheit

Die globale Covid-Pandemie hat das Interesse an der Gestaltung von Orten der Genesung und Heilung erneut verstärkt. Dem Städtebau der klassischen Moderne wird dabei mit dem Verweis auf die Trias von „Licht, Luft, Sonne“ eine zentrale Vorbildfunktion zugeschrieben.

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22.06.2021

Stefan Berger (Bochum): Erinnerung an Industrialisierung und Deindustrialisierung im globalen Vergleich – Industriekultur und ihre Erzählungen

Deindustrialisierungsprozesse haben in der ganzen Welt zur Entstehung von  Erinnerungslandschaften geführt, die allerdings an unterschiedlichen Orten sehr divers gestaltet sind.

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15.06.2021

Timothy Ingold (Aberdeen): The World in a Basket

For most of human history, generations were understood to overlap and to twist around one another longitudinally like the fibres of a rope. Increasingly today, however, successive generations are likened to strata, layered horizontally over one another.

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08.06.2021

Ronald Rietveld (Amsterdam): Hardcore Heritage

Hardcore Heritage represents a new way of thinking about monuments and cultural heritage. Through deliberate destruction, radical changes in con-text, and seemingly contradictory additions, a new field of tension arises  between present, past and future. 

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01.06.2021

Erica Lehrer (Montreal): Terribly Close: Polish Vernacular Artists Face the Holocaust

Can inanimate objects store and communicate traumatic memory that cannot be directly expressed? This talk examines “folk art” made by non-professional Polish artists – many of them village laborers – documenting the German Nazi occupation of Poland and the Holocaust. Made largely in the 1960s and 70s, these objects are uncanny: at times deeply moving, at others grotesque, they can also be disturbing for the ways they impose Catholic idioms on Jewish suffering, or upend accepted roles of victim, perpetrator, and bystander.

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25.05.2021

Jens-Christian Wagner (Jena): 60 Jahre Colonia Dignidad. Ein deutsches Verbrechen in Chile und seine Erinnerung

1961 floh der deutsche Sektenprediger Paul Schäfer mit 150 Anhänger:innen nach Chile, nachdem Ermittlungen gegen ihn wegen Kindesmissbrauchs eingeleitet worden waren. Auf einem streng abgeschirmten Anwesen im Süden Chiles gründete er die „Colonia Dignidad“, offiziell ein Wohltätigkeitsverein. Tatsächlich herrschte ein brutales System vollständiger mentaler und physischer Kontrolle der bis zu 350 Bewohner:innen und systematischen sexuellen Missbrauchs deutscher und später auch chilenischer Kinder.

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18.05.2021

Gabu Heindl (Wien): Kritisches Erben und konkrete Utopie. Vom Roten Wien zur Rebel and Care City

Eine konkrete Utopie entsteht aus einem spezifischen Moment heraus und untersucht Bedingungen, unter denen die Zukunft anders, gerechter werden kann (Ernst Bloch). Die Krise durch Erderwärmung, die Krise der Care-Arbeit und das Wohnungsproblem, verschärft durch marktliberale Politik der Finanzialisierung, durch Corona und das Ende des Mietendeckels – das bildet zusammen einen Moment sich ändernder Bedingungen, Öffnungen wie Verschließungen von Chancen.

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06.05.2021

Nora Sternfeld (Hamburg): Errungene Erinnerungen. Kontaktzonen umkämpfter und geteilter Geschichte

Was geschieht, wenn unterschiedliche Erinnerungsnarrative aufeinandertreffen und ausgehandelt werden müssen? Zwei Publikationen der letzten Jahre stehen paradigmatisch für zwei unterschiedliche Formen der Auseinandersetzung mit widersprüchlichen und umkämpften Erinnerungen: Michael Rothbergs Buch „Multidirectional Memory“ (in deutsch soeben erschienen als „Multidirektionale Erinnerung“) und Dan Diners Aufsatz „Gegenläufige Gedächtnisse“.

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27.04.2021

Barbara Schönig (Weimar): Wohn-Wende in Ostdeutschland. Ein Blick auf Transformation als Erbe aus Sicht der Interdisziplinären Wohnungsforschung

Das Wohnen prägt wie kaum etwas Anderes unser persönliches Leben, unsere Alltagserfahrungen und sozialen Beziehungen aber auch unsere Städte – und folglich auch unsere Erinnerungen. Ändern sich im Zuge gesellschaftlicher Transformationen auch die konstitutiven Strukturen des Wohnens – das Wohnungsregime – dann werden diese Transformationen im unmittelbaren Alltag und persönlichen Schutzraum erlebbar und verändern zugleich die Gestalt unserer Städte, Dörfer und Landschaften und werden zu einem Baustein erlebter und erinnerter Erfahrungen. Der Vortrag nutzt die Forschungsperspektive der Interdisziplinären Wohnungsforschung um zu ergründen, wie die Restrukturierung der Wohnungsversorgung in Ostdeutschland das Wohnen verändert hat und zu einem eigenen Baustein kollektiver und gleichwohl höchst individualisierter Transformationserfahrung nach 1990 wurde.

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09.02.2021

Nikita Dhawan (Gießen): What difference does difference make?

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02.02.2021

abgesagt! Barbara Schönig (Weimar): Transformation als Erbe: Wohnen in Ostdeutschland. Der Beitrag der Interdisziplinären Wohnungsforschung zu ›Identität und Erbe‹

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26.01.2021

Angela Schwarz (Siegen): Eintauchen in die Vergangenheit? Angebote virtueller und analoger Geschichtswelten zwischen historischem Erbe und Vermarktung populärer Geschichte

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20.01.2021

Mirjam Wenzel: Jüdische Gegenwart. Kritik an der deutschen Gedenkkultur

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12.01.2021

Norbert Frei (Jena): Der Nationalsozialismus im Gedächtnis der Deutschen, 1945 bis heute

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05.01.2021

Heike Delitz (Frankfurt, Oder/Bamberg): Unmögliche, und notwendige kollektive Identität – und die Bedeutung von Architekturen

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08.12.2020

Ilka Quindeau (Berlin): Spur und Umschrift. Grundlinien psychoanalytischer Erinnerungstheorie

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01.12.2020

Marcus Funck (Berlin): Böses Erbe. Antisemitische und rassistische Relikte im öffentlichen Diskurs

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24.11.2020

Zvi Efrat (Tel Aviv): Tropical Modernism – the Case of Ile-Ife Campus in Nigeria

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10.11.2020

Hartmut Rosa (Jena): Affirmation oder Transformation? Resonanz und Echo im Umgang mit der Geschichte

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14.07.2020

Marc Redepenning (Bamberg): Raum, Identität und Erbe: Welche Rolle spielen Raumsemantiken?

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07.07.2020

Oliver Marchart (Wien): Denkmalsturz. Zur Verteidigung einer demokratischen Zensur »von unten«

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30.06.2020

Annette Vowinckel (Potsdam): Agenten der Bilder, oder: Die Genese visueller Öffentlichkeit im 20. Jahrhundert

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23.06.2020

Ulrike Lorenz (Weimar): „Lebendiges für die Lebendigen“ – Die Wiedererfindung der Klassik Stiftung Weimar unter den Bedingungen des 21. Jahrhunderts

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16.06.2020

Achim Saupe (Potsdam): Zeitschichten. Zur Konstruktion von Authentizität und Identität

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09.06.2020

Janina Gosseye (Zürich): A Short History of Silence: Oral History and the Politics of Voicelessness in Architectural Historiography

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02.06.2020

Steffen Mau (Berlin): Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft

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26.05.2020

Joseph Imorde (Siegen): Plastik goes Pop. Kunststoffhäuser gestern und heute

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19.05.2020

Hans-Rudolf Meier (Weimar): Denkmalpflege in der Identitätsfalle?

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12.05.2020

Jasper Cepl (Weimar): Einflüsse der Wissenschaftstheorie auf die Methodik in Architekturtheorie und Architekturgeschichte

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11.02.2020

Brian Daniels (Philadelphia): Precarious Heritage: Cultural Protection, Necropower, and Political Resistance in the Syrian Conflict

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21.01.2020

Reinhard Laube (Weimar): Sammlungsräume: Konstruktion und Historisierung kultureller Identität am Beispiel der Herzogin Anna Amalia Bibliothek

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14.01.2020

Wolfgang Kil (Berlin): „Vom Wert der Denkmäler nach dem Bildersturm“. Über Kriegsgedenken in der Sowjetunion jenseits des Heldenruhms: Trauer als Bildgegenstand

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10.12.2019

Daniela Zupan: Leitbildwechsel und die Verhandlung städtebaulichen Erbes

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03.12.2019

Angelika Schnell (Wien): Keine Geschichte und kein Gedächtnis? Aldo Rossis Architektur der Stadt

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26.11.2019

Markus Böick (Bochum): Die Treuhand und kein Ende? Zur Geschichte und zum Nachleben eines ostdeutschen Negativ-Mythos

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22.11.2019

Ursula Renz (Klagenfurt): Kulturelle Identität? Eine Fehlbezeichnung und ihre Folgen

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12.11.2019

Nikolai Roskamm (Erfurt): Von Dingen und Gespenstern. Ansichten einer post-fundamentalistischen Stadttheorie

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05.11.2019

Sebastian Willert (Berlin): Von Mausoleen, Moscheen und Museen: „Nationale Altertümer“ als osmanisches Erbe?

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29.10.2019

Ziele, Wünsche und Erwartungen an die zweite Dreijahresperiode des Graduiertenkollegs. Kurzvorträge von Michael Lüthy, Hans-Rudolf Meier, Max Welch Guerra.

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09.07.2019

Vittoria Capresi: »The Fascist Settlements in Colonial Libya and Italy. Mapping Quantitative and Qualitative data by combining architecture and memories«

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02.07.2019

Gabi Dolff-Bonekämper/Hans-Rudolf Meier: »Identität und Erbe. Versuch einer Zwischenbilanz zum Abschluss des ersten Förderzyklus«

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25.06.2019

Kathrin Siebert (Zürich): »Keine Furcht vor Monotonie! Rationelle Visionen des Schweizer Architekten Hans Schmidt in der DDR 1956-1969« + Buchpräsentation »Rationelle Visionen«

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18.06.2019

Gabi Dolff-Bonekämper: »Maurice Halbwachs‘ „mémoire collective“. Ein Denkmodell.«

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11.06.2019

»Bauhaus-Erbe, Bauhaus-Identität. Das Bauhaus-Jubiläum und wir.« Kurzvorträge von Winfried Speitkamp, Bernd Rudolf und Ines Weizman

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04.06.2019

Trina Cooper-Bolam (Ottawa): »The Terrible Gift: A Study in Critical Museological Remediation in Canada«

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28.05.2019

Giorgia Aquilar (München/Venedig): »Afterlives. Urban Heritage between Salvage and Sacrifice«

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21.05.2019

Lisandra Franco de Mendonca: »Post-colonial urbanity and after: colonial heritage, amnesia and urban aspirations in Maputo’s Cidade de cimento«

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14.05.2019

Sarah Alberti: »Wir [alle] sind das Volk.« Von der Documenta 14 nach Weimar

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29.01.2019

Felix Denschlag (Hamburg): Mythen des kollektiven Gedächtnisses

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15.01.2019

Daniel Drascek (Regensburg): Immaterielles Kulturerbe. Aushandlungsprozesse und Kontroversen

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08.01.2019

Thomas W. Gaehtgens (Berlin): Die Beschießung der Kathedrale von Reims im Ersten Weltkrieg

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04.12.2018

Thomas Topfstedt (Leipzig): Die historische Identität des Ortes. Zum Umgang mit dem städtebaulichen Erbe im Spannungsfeld von Bewahrung und Verlust

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27.11.2018

Anna McWilliams (Stockholm): The Stories of the Two Titanics: Creating Heritage Through Storytelling and Silence

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20.11.2018

Ion Barbu & Andrei Dascalescu: »Planeta Petrila« (Filmscreenig + Q&A)

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13.11.2018

Felicia Meynersen (Berlin): Historische Tiefe und europäische Dimension. Krisenarchäologie und Kulturerbedaten

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06.11.2018

Jerzy Elzanowski (Ottawa)/Carmen Enss (Bamberg): Cartographies of Catastrophe: Mapping World War Two Destruction in Germany and Poland

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30.10.2018

Stephanie Herold (Bamberg): What a feeling…? Die Begegnung mit dem Objekt als emotionaler Prozess

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23.10.2018

Corinne Geering (Leipzig): Bewahren in einer geteilten Gegenwart. Sowjetisches Kulturerbe im internationalen Austausch während des Kalten Krieges

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09.10.2018

Oussouby Sacko (Kyoto): The Role of Architecture Conservation for Communities‘ Continuity – Example of Historical Towns Djenne and Kyoto

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10.07.2018

Jerzy Elżanowski (Ottawa) / Mercator Fellow 2018: Against a Totalizing Discourse in Heritage: Questioning Erasure in Canada and Poland

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03.07.2018

Mariusz Czepczyński (Gdańsk): Heritage Resurrection

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26.06.2018

Małgorzata Popiołek (Berlin): Diktatur der Ästheten. Konstruktion des architektonischen Erbes in Warschau nach dem Zweiten Weltkrieg

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20.06.2018

Salonabend (II): Eine Diskussion des Essays „Es gibt keine kulturelle Identität“ von François Jullien

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19.06.2018

Agnieszka Zablocka-Kos (Wrocław): Auf der Suche nach der nationalen Identität – Ausstellungen in Mitteleuropa 1906-1929

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12.06.2018

Jürgen Straub (Bochum): Personale und kollektive Identität. Semantische und politische Aspekte eines sozial- und kulturwissenschaftlichen Grundbegriffs

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05.06.2018

Martin Steinmann (Aarau/Lausanne): Identität und Erbe im architektonischen Entwurf. Das Gewinnerprojekt des Wüstenrot Gestaltungspreises

Ausstellungseröffnung

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22.05.2018

Daniela Spiegel (Weimar): Römisches Erbe. Wie der Faschismus sich die „Ewige Stadt“ aneignete und was davon blieb

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15.05.2018

Stefanie Schüler-Springorum (Berlin): Das „Erbe des deutschen Judentums“. Geschichte als Identitätsstiftung

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09.05.2018

Salonabend (I) Laura Torreiter: Stadtverfall & Stadtsanierung als politische Triebfedern: Leipzig zur Wendezeit

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08.05.2018

Tino Mager (Delft): Fausts Heimstatt – Die Gegenwart des Gedankengebäudes

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24.04.2018

Stsiapan Stureika (Vilnius): Heritage Preservation in Belarus: Crossroads and Challenges

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17.04.2018

Aleida Assmann (Konstanz): Eine kurze Geschichte des Identitätsbegriffs

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23.02.2018

Things don’t really exist until you give them a name / book launch@pro qm

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13.02.2018

Isabelle Anatole-Gabriel (Paris): Heritage protection and human rights: a critical review

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06.02.2018

Dietrich Soyez (Köln): Dunkle Industriekultur: Zum Wert ergänzender Narrative in der geographischen Kulturlandschaftspflege

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30.01.2018

Ingrid Martins Holmberg (Göteborg): From ‚Old and Ugly‘ to ‚Old and Nice‘. On Transformations in Place Identity and Urban Heritage in Sweden

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23.01.2018

Sabine Folie (Wien): Das Archiv als Spiegel künstlerischer Forschung und des kollektiven Gedächtnisses

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22.01.2018

Salonabend (III) Luise Helas/Bianka Trötschel-Daniels: Ehrenamt und Identität – bürgerschaftliche Beiträge zur Denkmalpflege in der DDR

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