Vergangene Jahrestagungen / Workshops

26.11.2021

„Censored? Conflicted Concepts of Cultural Heritage“ (5. Jahrestagung)

In den Jahren 2020/2021 haben die Termini ›Cancel-Culture‹, ›Political Correctness‹, ›Call-Out-Culture‹ und ›Zensur‹ die Auseinandersetzungen über Forschungs- und Meinungsfreiheit, die Diskussionen über Erinnerungsorte und Denkmalstürze sowie die Kritik musealer Ausstellungspraktiken bestimmt. Im Zuge der Black-Lives-Matter-Bewegung in den USA, England und Belgien sahen sich die Protestierenden mit dem Vorwurf der Zensur, des Moralismus und des Bilderverbots konfrontiert, nachdem die Statuen von Generälen der Konföderation und Menschenhändlern zu einem zentralen Objekt der Proteste wurden. Ähnliche Schlagworte kursierten bereits 2018, als die #MeToo-Bewegung eine kritische Neubewertung von öffentlich ausgestellten Kunstwerken auslöste und weltweit mehrere Ausstellungen geschlossen oder einzelne Exponate entfernt wurden.

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21.11.2019

„Instabile Konstruktionen“ (3. Jahrestagung)

Der Begriff „Konstruktion“ bezieht sich in Architektur und Denkmalpflege zumeist auf die gebaute Welt, in den Sozial- und Kulturwissenschaften hingegen auf die soziale Herstellung symbolischer Sinnwelten. Die materielle Umwelt im Wechselverhältnis zu ihrer sozialen Gemachtheit zu verstehen, ist eines der zentralen Anliegen des Graduiertenkollegs „Identität und Erbe“. Wer von „Erbe“ im Zusammenhang mit „Identität“ spricht, verspricht oft auch „Kontinuität“ und „Stabilität“. Dabei handelt es sich jedoch um Versprechen, die nur so lange halten, wie sich Menschen auf die damit verbundenen Erzählungen einlassen. Da diese zunehmend hinterfragt werden und der Begriff „Identität“ zu einer umkämpften Kategorie avanciert ist, werden die gewohnten „Konstruktionen“ instabil, was sich insbesondere in Momenten des Konflikts, der bewussten Identitätsaneignung und in Momenten des Verlusts zeigt.

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15.11.2018

„Collecting Loss“ (2. Jahrestagung)

Es ist die der Abwesenheit von Menschen, Dingen, Orten oder Symbolen innewohnende Spannung, die den Verlust als gemeinschaftsfördernde Kraft bedeutsam macht. Zugleich scheint es, so Aleida Assmann, »ungleich schwerer, Lücken, Leerstellen und Abwesenheiten zu speichern als die Erfahrung einer Präsenz« (Assmann, 2006). Insbesondere die sich gegenwärtig etablierenden Technologien verheißen die Möglichkeit, die Welt vollständig zu dokumentieren. Nichts ginge verloren. Das wäre dann, wenn es denn technisch machbar wäre, das wertungsfreie Totalarchiv, in dem sich niemand zurechtfinden würde.

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05.07.2018

„[dis]solving boundaries “ (Young Bauhaus Research Conference 2018)

Grenzen sind allgegenwärtig: Ob als Zäune oder Landesgrenzen, Sprachbarrieren oder Dissens zwischen Fachexperten, als natürlich gegeben in Form eines Flusses oder in künstlich erzeugten, virtuellen Welten, in Form von Belastungsgrenzen und Verantwortungsbereichen, zwischen Sichtbarem und Unsichtbarem, zwischen Faktischem und Postfaktischem, zwischen Autonomie und Abhängigkeit. Auch unsere Haut ist eine dynamisch-atmende Begrenzung, die wächst, altert, sich erneuert. Sie ist Grenze jeder taktilen Berührung und schafft dabei doch Verbindung. Sie umschließt lebende Körper, schützt den individuellen Innenraum. Zugleich ist ihre Durchlässigkeit lebenswichtig. Sich aus ihr zu lösen, wäre tödlich. Die Haut – sie verdeutlicht die Omnipräsenz wie die existenzielle Bedeutung von Grenzziehungen.

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07.12.2017

„Reconstruction matters“ (Workshop)

Vom 7.–8. Dezember 2017 veranstaltet das GRK 2227 mit dem Center for Critical Heritage Studies der University of Gothenburg einen Workshop zum Thema „Reconstruction Matters“. Die Kollegiatinnen und Kollegiaten des Graduiertenkollegs werden gemeinsam mit den Göteburger PhD-Studentinnen und -Studenten unter der Leitung von Gabi Dolff-Bonekämper über die unterschiedlichen nationalen und internationalen Rekonstruktionskulturen und -diskurse debattiere

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06.10.2017

„Denkmal-Erbe-Heritage“ (1. Jahrestagung)

Vom 5. bis 7. Oktober veranstaltet das Graduiertenkolleg »Identität und Erbe« seine erste Jahrestagung in Kooperation mit dem Arbeitskreis für Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V. (AKTLD). Am 5. und 6. Oktober findet der erste Teil unter dem Titel „Denkmal-Erbe-Heritage. Begriffshorizonte am Beispiel der Industriekultur“ statt. Für den zweiten Teil mit dem Thema „Industrie-Erbe-Landschaft. Identitätskonstruktionen in „post“-industriellen Gesellschaften« am 7. Oktober zeichnet das Graduiertenkolleg verantwortlich. 5.–7. Oktober 2017, Technische Universität Berlin

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