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Cornelia Wilke

Cornelia Wilke

Kurzvita

  • 1987 / geboren in Berlin
  • 2007 / Abitur in Berlin
  • 2007–2010 / Bachelor-Studium an der BTU Cottbus und der Technischen Universität Berlin im Fach Kultur und Technik. Thema der Bachelorarbeit: Das schwierige Erbe deutscher Raketenforschung und deren museale Aufarbeitung in Peenemünde.
  • 2010–2013 / Master-Studium an der BTU Cottbus im Fach World Heritage Studies. Thema der Masterarbeit: The Role of Objects in Transport Museums.

 


Kontakt

Bauhaus-Universität Weimar
Fakultät Architektur und Urbanistik
DFG-Graduiertenkolleg 2227 „Identität und Erbe“
D-99421 Weimar

Sitz: Amalienstr. 13
D-99421 Weimar

cornelia.wilke[at]uni-weimar.de

Kontinuität und Wandel in den Ausstellungen der MfS-Gefängnisse. Ein Ausstellungsdiskurs durch 20 Jahre Aufarbeitung.

Die Bundesrepublik Deutschland hat sich zum Ziel gesetzt, die Geschichte der nationalsozialistischen und der kommunistischen Diktaturen aufzuarbeiten. Es ist ein unangenehmes Erbe, aber die Bundesrepublik stellt sich diesem Erbe. Nach dem Zusammenbruch der SED-Herrschaft setzte der Deutsche Bundestag eine Enquete-Kommission ein, um Geschichte und Folgen der SED-Diktatur zu untersuchen. Eine Konsequenz dieser Arbeit ist das Gedenkstättenkonzept des Bundes. Mit dem Gedenkstättenkonzept des Bundes konnten sich viele Orte des Leidens zu Gedenkstätten entwickeln. Gedenkstätten sollen an die Schrecken der Diktaturen erinnern, sie ehren ihre Opfer und mahnen die kommenden Generationen. Das Dissertationsprojekt bezieht sich auf die Analyse der Ausstellungen in vier ehemaligen Gefängnissen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Mit welchen Mitteln und welchen Themen vermitteln die Gedenkstätten die Themen politische Repression und SED Diktatur? Welche Themen werden integriert und welche werden vielleicht ausgelassen? Wie wird mit der Erinnerung der Opfer umgegangen? Die Gedenkstätten in Deutschland sind ein wichtiger Bestandteil unserer Erinnerungskultur. In den nächsten Jahren wird es immer weniger Zeitzeugen geben, die den nachfolgenden Generationen über ihr Leiden in der Diktatur berichten können. Die Aufgabe der Gedenkstätten ist es, dieses Wissen zu bewahren und zu vermitteln. Die Untersuchung der Ausstellungen ist notwendig, weil auch sie eine konstruierte Geschichte erzählen.