π

Darja Jesse

Darja Jesse

Kurzvita

  • 2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kulturhistorischen Museum Magdeburg
  • 2017-2018 Wissenschaftliche Volontärin am Deutschen Historischen Museum, Abteilung Sammlungen
  • 2016 Masterabschluss an der Freien Universität Berlin im Studiengang „Kunstgeschichte im globalen Kontext mit dem Schwerpunkt Europa und Amerika“, Titel der Masterarbeit: „Farbe. Foto. Buch. Farbfotografien in den Fotobüchern „Guerre à la tristesse“ von Inge Morath und „Japon“ von Werner Bischof

Veröffentlichungen

  • Vom Atelier ins Schloss. Die Entstehung des Gemäldes „Borussia“, in: Fritz Backhaus, Brigitte Reineke (Hrsg.), Rückansicht. Die verborgene Geschichte eines Gemäldes von Adolph Menzel, Berlin 2018, S. 10–13.
  • Ostpreußen für die Ostmark. „Borussia“ und der „Sonderauftrag Linz“, in: Ebd., S. 24–28.

Kontakt

Technische Universität Berlin
Fakultät VI – Planen Bauen Umwelt
Institut für Stadt- und Regionalplanung
Fachgebiet Denkmalpflege
DFG-Graduiertenkolleg 2227 „Identität und Erbe“
D-10623 Berlin

Sitz: Ernst-Reuter-Platz 1 | BH-A 340
D-10587 Berlin
darja.jesse[at]tu-berlin.de

Gutes Kulturerbe – Böses Kulturerbe? Zur Genese, Funktion und Rezeption der German War Art Collection (Arbeitstitel)

German War Art Collection (GWAC) bezeichnet ein Konvolut NS-konformer Kunst, welches von 1945 bis 1947 von US-amerikanischen Streitkräften zusammengetragen und nach Washington D.C. verbracht wurde. Es sind hauptsächlich Arbeiten, die im Auftrag der Wehrmacht entstanden waren. Heute befindet sich der Großteil des Bestands (ca. 8.000 Arbeiten) im Deutschen Historischen Museum. Die Rückgabe an die Bundesrepublik Deutschland erfolgte in zwei Etappen in den Jahren 1952/1953 und 1986. Etwa 400 Werke werden bis heute in den USA verwahrt.
Kein anderes Konvolut an NS-konformer Kunst bietet eine vergleichbar komplexe Sammlungsgeschichte. Es ist sowohl ein Zeugnis der nationalsozialistischen Kunstproduktion als auch der US-amerikanischen Besatzung sowie deren kulturpolitischer Praktiken. Die GWAC bietet daher einerseits eine umfassende Grundlage, um den Entstehungszusammenhang der Werke und das Selbstverständnis der Künstler – mit all den möglichen Brüchen, Widersprüchen und Kontinuitäten – zu erforschen. Andererseits ist die GWAC in ihrer Genese auch im Kontext der Re-Education zu untersuchen. Der Bestand verspricht neue Erkenntnisse über die transnationale Kulturpolitik zwischen den USA und Deutschland nach 1945.