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Gülsah Stapel

Gülsah Stapel

Kurzvita

  • geb. 25.02.1983 in Lübeck, aufgewachsen in Hamburg
  • bis 2012 Studium der Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin (Dipl.-Ing.)
  • 2012–2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Denkmalpflege der TU Berlin

Veröffentlichungen

  • Identität und Erbe. Der Mariannenplatz – ein Erinnerungsort türkischer Berliner, in: Vinken, Gerhard (Hg.), Das Erbe der Anderen, Denkmalpflegerisches Handeln im Zeichen der Globalisierung, Bamberg, (2015).
  • Die Kraft des Ortes bei der Erforschung von Erinnerungskulturen. In: Boesen, Elisabeth, Lentz, Fabienn (Hrsg.): Migration und Erinnerung. Migration et mémoire: Methoden und Konzepte der Forschung. Méthodes et concepts de recherche. Berlin, Münster u.a. (2010).
  • Leitfaden für interdisziplinäre, selbstbestimmte Studienprojekte im Lehrschwerpunkt „Historische Freiräume in der Stadt“, in: Steinbach, Jörg, Jansen-Schulz, Bettina, Gender im Experiment. Gender in Experience. Ein Best-Practice Handbuch zur Integration von Genderaspekten in naturwissenschaftliche und technische Lehre, Berlin, (2009).

Kunst und Kultur

  • Kreuzberg Museum Ausstellungmitarbeit und Beiratsmitglied „Ortsgespräche“ (2011/2012)
  • A.S. Berlin, Zusammenarbeit Redaktion mit Kirsten Algera NL, Kunstinstallationen im öffentlichen Raum und Ausstellung (2008)
  • Babylon Kino Mitte Ausstellung Kuration und Redaktion „StadtMenschGeheimnis“ (2007)
  • Grüner Salon Podiumsdiskussion Organisation und Moderation „Fremdes Erbe. Eigenes Erbe? Wie wichtig ist Kulturerbe für die Integration?“ (2007)
  • Artist Walk im Rahmen der KGB Kunstwoche für das Künstlerhaus Bethanien „Wer macht Kunst? Kreuzberger Erinnerungen“ (2016)

 


Kontakt

Technische Universität Berlin
Fakultät VI – Planen Bauen Umwelt
Institut für Stadt- und Regionalplanung
Fachgebiet Denkmalpflege
DFG-Graduiertenkolleg 2227 „Identität und Erbe“
D-10623 Berlin

Sitz: Ernst-Reuter-Platz 1 | BH-A 340
D-10587 Berlin

g.stapel[at]tu-berlin.de

Berlin Geschichteler. Eine Berliner Erinnerungstopographie. Verknüpfungen der Stadt mit ihren türkeistämmigen Narrativen.

Im kulturellen Gedächtnis Berlins ist das vom Leben osmanischer bzw. türkeistämmiger Menschen zeugende, städtische Erbe nicht präsent. Ziel der Dissertation ist es, eine Berliner Erinnerungstopographie zu erarbeiten, die diese Gedächtnislücke schließt. Die einzelnen Ortsgeschichten und ihre Bedeutungsbeimessungen für unterschiedliche Gruppen im Wandel der Zeit sollen bei der Aufarbeitung mit berücksichtigt werden. Eine solche auf Multiperspektivität ausgerichtete Erbekonstruktion stellt Bezüge zum gemeinsamen Lebensraum her, statt ein paralleles Erbe der Anderen zu produzieren. Das vermeintlich fremde Erbe wird ein eigenes Kapitel der Stadt. Gibt es überhaupt ein solches Erbe und was für eine Erinnerungstopographie kann dabei entstehen? Was würde eine solche Deutungsveränderung von Ortsgeschichten mit den unmittelbaren Erben machen? Was würde es für die Stadt bedeuten? Auf diese Fragen werden in dem Dissertationsvorhaben Antworten gesucht. Dem städtischen Raum als wichtigen externen Faktor für die Entstehung von Bedeutungszusammenhängen und Sinnstiftungen in der Biographie eines jeden Individuums kommt bei der Betrachtung von Erbe- und Identitätskonstruktionen eine besonders starke Rolle zu. Die autobiographische Verortung im öffentlichen, städtischen Raum kann gerade im Zusammenhang mit den zeitgenössischen Debatten um Integration und Zusammenhalt neue Impulse entfalten.