π

Laura Torreiter

Laura Torreiter

Kurzvita

  • M.A. Geographie, Kunstgeschichte & Indologie, Universität zu Köln
  • derzeit Doktorandin am Institut für Europäische Urbanistik, Bauhaus-Universität Weimar

Veröffentlichungen

  • Torreiter, Laura (im Erscheinen): Immigranten als Käufer von Gründerzeithäusern in
    Leipzig-Ost. In: Bundesministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau (Hg.):
    Informationsdienste Städtebaulicher Denkmalschutz Nr.40. Berlin.
  • Torreiter, Laura (2015): Wenn Segregation Schule macht. – Bildungsbenachteiligung im Leipziger
    Stadtbezirk Ost. In: Eckardt, Frank; Seyfarth, René & Werner, Franziska (Hg.): Leipzig – Die neue
    urbane Ordnung der unsichtbaren Stadt. Münster.
  • Eckardt, Frank & Torreiter, Laura (2013): Verzweiflung unter den Antennen. Eine Favela in Belo
    Horizonte wehrt sich gegen den Abriss. BrasilienNachrichten 148, 26-28. Freiburg.

 


Kontakt

l.torreiter[at]gmx.de

Aneignung von Baudenkmalen durch Eigentümer mit Migrationshintergrund in Leipzig.

In den östlichen Gründerzeitvierteln Leipzigs, die infolge sozioökonomischer Transformationsprozesse in der DDR- und Nachwendezeit von mangelnder Instandhaltung und Abwanderung betroffenen waren, siedelten sich in den 1990er und 2000er Jahren Personen asiatischer, orientalischer, arabischer und osteuropäischer Herkunft an. Einrichtungen ethnischer Ökonomie sowie kulturelle und religiöse Institutionen sorgen für eine Regenerierung der Haupteinkaufsstraßen. Einige Ansässige haben Baudenkmale erworben und sanieren sie mit teils hoher Eigenleistung. Sie erkannten das Potential der Gebäude zu einer Zeit, als nur wenige private Investitionen in dem Gebiet getätigt wurden. Dadurch haben sie die Baudenkmale nicht nur vor weiterem Verfall, sondern auch vor Abriss bewahrt, während die Stadt Rückbaumaßnahmen im Rahmen von Stadtumbau Ost unternahm. Jedoch werden die Quartiere und ihre Bewohner bis heute durch Medien und Öffentlichkeit stigmatisiert und durch zunehmenden Druck auf den Immobilienmarkt und daraus resultierender Verdrängungseffekte, ist die bauliche und soziale Struktur des Stadtbezirkes starken Veränderungen ausgesetzt. Ausgehend von der Methode der Feldforschung mit Befragungen und Beobachtungen widmet sich die Arbeit der Analyse der verschiedenen Perspektiven von Eigentümern und Denkmalpflegern auf den Prozess der Aneignung von Baudenkmalen im Kontext der Stadtentwicklung Leipzigs.