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Maria Frölich-Kulik

Maria Frölich-Kulik

Kurzvita

  • geb. 1985 in Berlin geboren
  • 2004–2011 Architekturstudium an der Bauhaus-Universität Weimar. Diplom bei Prof. Karl-Heinz Schmitz (BUW) und Prof. Alberto Campo Baeza (ETSAM).
  • 2006 Tongji-University Shanghai
  • 2008–09 Esquela Técnica Superior de Arquitectura de Madrid (ETSAM)
  • 2010–2013 Mitarbeit in verschiedenen Architekturbüros in Amsterdam, Weimar und Leipzig.
  • Seit 2013 Mitglied der Architektenkammer Thüringen
  • Seit 2015 Mitarbeit und Promotion im Forschungsprojekt „Experimentierfeld Dorf: Die Wiederkehr des Dörflichen als Imaginations- Projektions- und Handlungsraum“, gefördert von der Volkswagen-Stiftung. Arbeitstitel Promotion: „Landschaften als Netzräume. Architektonische Leerstellen im Landschaftsgeschehen“ bei Jun.-Prof. Dr. Sigrun Langner an der Professur Landschaftsarchitektur und -planung, Bauhaus-Universität Weimar

 


Kontakt

Bauhaus-Universtät Weimar
Fakultät Architektur und Urbanistik
Professur Landschaftsarchitektur / -planung
Jun. Prof. Dr.-Ing. Sigrun Langner
Belvederer Allee 5, R 205
D-99423 Weimar

maria.froelich-kulik[at]uni-weimar.de

Landschaften als Netzräume. Architektonische Leerstellen im Landschaftsgeschehen.

Der Mensch konstruiert Landschaft durch Handlungen, Wahrnehmungen und Erinnerungen (Lefebvre 1991). Dabei entstehen Netzwerke materieller, sozialer und kultureller Natur. In diesem Sinne und in Abgrenzung zum arkadischen Landschaftsverständnis verstehe ich Landschaft (etymologisch: bearbeitetes Land) als Netzraum.

Die gebaute Umwelt ist die materialisierte Geschichte dieses Netzraumes. Sie stiftet Identität und ist Ausgangspunkt für zukünftige Entwicklungen. Die Narrative dessen gilt es zu lesen und zu verstehen, um sie im Entwurfsprozess weitererzählen zu können. Leerstehende öffentliche Gebäude beispielsweise erzählen von schwindender Bedeutung einer Region, insbesondere wenn es sich um zentrale Knotenpunkte wie Bahnhofsgebäude handelt.

Anknüpfend an aktuelle Debatten über ländliche, sogenannte strukturschwache Regionen, soll am Beispiel leerstehender Bahnhöfe das Potential funktionaler Revitalisierung für nachhaltige Regionalentwicklung diskutiert und alternative Herangehensweisen der Landschaftsplanung erprobt werden. Die Forschungsarbeit entsteht im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojektes „Experimentierfeld Dorf“ (gefördert von der Volkswagen-Stiftung) im engen Austausch mit Literaturwissenschaftlern.