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Wolfram Höhne

Wolfram Höhne

Kurzvita

  • geb. 1974 in Dresden
  • 1995–2000 / Diplomstudium Freie Kunst bei Prof. Fritz Rahmann, Bauhaus-Universität Weimar
  • 1999–2007 / Tätigkeit als freiberuflicher Künstler, Teilnahme an Ausstellungen im In- und Ausland, Realisierung von künstlerischen Projekten im öffentlichen Raum, Tätigkeit als Kurator
  • 2001–2005 / Wiss. Mitarbeiter am Lehrstuhl für Vergleichende Literaturwissenschaften, Universität Erfurt
  • 2006–2016 / Künstlerischer Mitarbeiter der Professur Medien-Ereignisse, Bauhaus-Universität Weimar, Fakultät Kunst und Gestaltung
  • seit 2008 / Realisierung von Dokumentar- und Wissenschaftsfilmen

Ausstellungsbeteiligungen

  • Schlossmuseum und Kollwitz-Gedenkstätte Moritzburg
  • ACC-Galerie Weimar
  • Technische Sammlungen Dresden
  • Goethe Institut Tel Aviv

Kunst im öffentlichen Raum

  • Jena (Engelplatz)
  • Dresden (Ernemannturm)
  • Rothenburg (Fachhochschule der Polizei)

Filmprojekte

  • Das Kämpfer-Gen (MDR)
  • Die ganze Natur (Komplett Media)
  • Elham – meine Musik für Afghanistan (KiKa / ZDF)
  • Wissensfilme für die Plattform „Studio Bauhaus“ der Bauhaus-Universität Weimar
  • Mitarbeit im Centre for Documentary Architecture

Beiträge zu Publikationen

  • Das Vermögen der Kunst (Böhlau, 2008)
  • Vom Labor zum Projekt (Verlag der Bauhaus-Universität, 2011)
  • Sammlungsdidaktik. Die ‚nicht mehr neuen‘ Medien in den Universitätssammlungen (VDG-Verlag 2016)

 


Kontakt

Bauhaus-Universität Weimar
Fakultät Architektur und Urbanistik
DFG-Graduiertenkolleg 2227 „Identität und Erbe“
D-99421 Weimar

Sitz: Amalienstr. 13
D-99421 Weimar

wolfram.hoehne[at]uni-weimar.de

Morphologie eines Observatoriums.
Die Utopie der Erforschung des Himmels und ihr Nachleben in der Gegenwart am Beispiel des Raumflugplanetariums Halle / Saale.

Observatorien und Planetarien sind Zweckbauten, die der Forschung und Bildung dienen. Zugleich bietet dieser Bautypus eine Projektionsfläche für institutionalisierte wie individuelle Wertorientierungen. Die Erforschung des Himmels wird auf verschiedene Weise in der kulturellen Grammatik ihrer Zeit verankert. Diese Studie zeichnet eine Objektbiografie des Raumflugplanetariums Halle. Das Gebäude wurde 1978 am Ende der „Sputnik-Ära“ erbaut – einer Zeit, die von der Idee einer beherrschbaren Natur geprägt war. Nach einem Flutschaden ist für das Jahr 2017 der Abriss des unter Denkmalschutz stehenden Gebäudes geplant. Fragmente des Bauwerks sollen in einem Neubau integriert werden, der in der Ruine eines Gasometers aus dem 19. Jahrhundert seinen Platz findet. Die Biografie des Gebäudes wird als ein Wandel kollektiver Werte gelesen, der sich in der Morphologie des Baukörpers ausdrückt. Die um das Gebäude geführte Erbe-Debatte soll als eine zeitgebundene Austragung von Wertstreitigkeiten im symbolischen Repertoire der Architektur und lesbar werden. Eine videografische Methode wird konzipiert, um Sinn konstituierende Narrative des Gebäudes darzustellen und durch die an der Erbe-Debatte beteiligten Akteure reflektieren zu lassen.

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