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Lisa Marie Selitz

Lisa Marie Selitz

Kurzvita

  • Seit 2016 wissenschaftliche Mitarbeiterin im Arbeitsbereich Denkmalpflege des Kompetenzzentrums für Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien der Otto-Friedrich-Universität Bamberg im Rahmen des gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege koordinierten Projektes „Das Kommunale Denkmalkonzept Bayern – neue Wege städtebaulicher Denkmalpflege“
  • Ebenfalls seit 2016 assoziiert im GRK 2227. Betreuung des Promotionsvorhabens durch Prof. Dr. Gerhard Vinken (Erstbetreuung) und Prof. Dr. Barbara Schönig (Zweitbetreuung)
  • 2013–2015: Studium der Denkmalpflege / Heritage Sciences an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Masterarbeit über die Teilnutzung und Umdefinierung des Denkmalbereichs Bad Münstereifels als innerstädtisches Outlet)
  • 2010–2013: Studium der Kunstgeschichte sowie der Kultur- und Sozialanthropologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

Veröffentlichungen

  • Wertzuschreibungen und Planungslogiken in historischen Stadträumen. Neue Beiträge zur städtebaulichen Denkmalpflege (Forschungen des Instituts für Archäologische Wissenschaften, Denkmalwissenschaften und Kunstgeschichte, 7), herausgegeben gemeinsam mit Sophie Stackmann, Bamberg 2018. Online-Veröffentlichung über den OPUS-Publikationsserver der Universitätsbibliothek Bamberg: https://opus4.kobv.de/opus4-bamberg/frontdoor/index/index/docId/53592, darin:
  • Ebd.: Bad Münstereifel. Altstadt als Outlet, S. 155–206.
  • Perspektiven für die städtebauliche Denkmalpflege. Einführung in den Sammelband, S. 9–11.
  • Expertenworkshop „Bürgerbeteiligung in städtebaulicher Denkmalpflege und Stadtentwicklung“ (gemeinsam mit Judith Sandmeier), in: Denkmalpflege Informationen 168, S. 89–91.
  • Das »Kommunale Denkmalkonzept«. Eine Perspektive für mehr Eigenverantwortung von Kommunen und Bürgergesellschaft im System Denkmalpflege (gemeinsam mit Thomas Gunzelmann, Judith Sandmeier und Gerhard Vinken), in: Die Denkmalpflege 75 (1), 2017, S. 20–26.
  • Kommunales Denkmalkonzept als Chance. Ein Beitrag zu einer historisch informierten Stadtplanung (gemeinsam mit Gerhard Vinken), in: Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege (Hg.): Das Kommunale Denkmalkonzept. Den historischen Ortskern gemeinsam gestalten und entwickeln (Denkmalpflege Themen, 8), München 2017, S. 24–26. (http://www.blfd.bayern.de/denkmalerfassung/publikationswesen/publikationen/00057/)
  • Neue Nutzungsmöglichkeiten für die Lutherkirche (gemeinsam mit Anna Maria Borowska, Laura Maria Gäbler und Maximilian Rehn), in: Deutsches Nationalkomitee für Denkmalschutz (Hg.): Neue Ideen für das Quartier Alter Bahnhof. Dokumentation des Studentenworkshops des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz vom 8. bis zum 14. September 2013 in Bochum Langendreer (Schriftenreihe des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz, 83), 2016, S. 13–18.

Vorträge und Profilbildung

  • „Vermittlungs- und Beteiligungskonzepte im KDK in Theorie und Praxis“ (gemeinsam mit Annegret Michler). Praxisseminar für Planer: Das Kommunale Denkmalkonzept.Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Mühldorf am Inn, Oktober 2019
  • „Engagement für die historische Stadt. Einsatz und Wirkung am Beispiel des KDK Viechtach“ (gemeinsam mit Judith Sandmeier). Fachdialog: Stadterneuerung und Denkmalpflege. Geschwister oder Antipoden? Eine Kooperation des KDWT, des Fachgebiets Stadtumbau+Ortserneuerung der TU Kaiserslautern und des Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege zu Gast bei der Stadt Regensburg, Regensburg, April 2019
  • „Das Kommunale Denkmalkonzept Bayern“ (gemeinsam mit Judith Sandmeier). Stadterneuerung in Klein- und Mittelstädten. Jahrestagung des Arbeitskreises Stadterneuerung an deutschsprachigen Hochschulen, TU Kaiserslautern, Juni 2018
  • „Schnittstellen als Herausforderung. Bericht zum Uniworkshop zu Partizipation in der Denkmalpflege“, Praxisworkshop: Erfahrungsaustausch Kommunales Denkmalkonzept – Schnittstellen Kommunen, Landesamt, Uni, Planer, Bürgerschaft, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, Thierhaupten, November 2017
  • Teilnahme am internationalen Kurs Promoting People-Centred Approaches to the Conservation of Nature and Culture, ICCROM / IUCN, Rom / Ercolano / Trient, Oktober 2017
  • „Managing the Historic Urban Landscape of Bavaria in respect to the ‘participatory turn’“. Heritage communities. 12thInternational Conference of Young Researchers in Heritage, Canadian Research Chair in Urban heritage, Université de Québec à Montréal, Montréal, September 2017
  • „The Municipal Heritage Concept, Bavaria. A new tool for an urbanistic, heritage-led approach to urban development“. Study Visit on Community Involvement in Heritage Planning, Community-led Urban Strategies in Historic Towns (COMUS), organisiert über das Welterbezentrum Bamberg, Bamberg, Juli 2016

Kontakt

lisa.selitz[at]uni-bamberg.de

Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT), Arbeitsbereich Denkmalpflege
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Am Zwinger 6, Zimmer 01.05, 96047 Bamberg
Tel: 0951 / 863-1626

https://www.uni-bamberg.de/kdwt/arbeitsbereiche/denkmalpflege/

Erhalten – Erneuern – Beteiligen. Partizipatorische Ansätze für die städtebauliche Denkmalpflege im Kontext der Stadterneuerung (Arbeitstitel)

In der städtebaulichen Denkmalpflege wird das relationale Verhältnis von historischer Bebauung und Stadtstruktur unter historisch sozio-ökonomischen sowie naturräumlichen Rahmenbedingungen betrachtet. Diese Perspektive weist hinaus über den eng gefassten Kriterienkatalog, der den Denkmalstatus für Einzelobjekten oder Ensembles begründet, und schreibt jedem Siedlungskern und Quartier eine eigene historische Bedingtheit und Bedeutung zu. Stadtcharakter oder „städtische Identität“ zeige sich hier in den tradierten Zusammenhängen – denkmalpflegerisch-städtebauliche Wertigkeiten gelten als Anhaltspunkt, um Ortsgeschichte erfahrbar zu machen. An die städtebauliche Denkmalpflege werden neue Anforderungen gestellt. „Historische Stadtlandschaften“ sollen vermehrt lokale „Identitäten“ und „Gemeinschaften“ stärken, demokratisch gestaltet werden und zum Ausgangspunkt städtischer Entwicklung genommen werden. Gleichzeitig sollen in einem ganzheitlichen Ansatz verschiedenen Erhaltungs- und Entwicklungsziele partizipativ und nachhaltig ausgehandelt werden. Mit dem Vertrauensschwund an zentralisierte Planungstheorien und der Frage nach der Repräsentationsfähigkeit von überregionalen Institutionen in lokalen Prozessen, wird jedoch auch die Denkmalpflege als „angewandte Wissenschaft“ hinterfragt. Während sie zum einen eine städtebauliche Stabilisierungsfunktion aufweist, ist auch sie gefordert, die hoheitlichen Befugnisse durch die kommunikative Gestaltung von Wandlungs- und Governanceprozessen zu begleiten. Geregelte Grundsätze, Abfragekriterien und Umsetzungsmöglichkeiten für Partizipations- und Beteiligungsformate in einer historisch informierten Stadterneuerung existieren jedoch nicht und treffen zusätzlich innerhalb der gesetzlichen und institutionellen Rahmenbedingungen auf den verschiedenen räumlichen Ebene (international, national, auf Länderebene, lokal) auf unterschiedliche Voraussetzungen und Herausforderungen.

In der Qualifizierungsarbeit soll daher die theoretische Fundierung partizipatorischer Ansätze für die städtebauliche Denkmalpflege erarbeitet werden. Dies geschieht durch die Analyse der Geschichte und Argumentationsstrategien der eigenen, sich zunehmend ausdifferenzierenden Fachdisziplin, die Kontextualisierung der Thematik in verwandten Disziplinen – z. B. der Kulturlandschaftspflege, der Neuen Museologie, der Stadtplanung und der Demokratietheorie – und auf die Abfrage und Überprüfung vielversprechenden theoretischer wie praktischer Ansätzen zur Synthetisierung der Eckpunkte „städtebauliche Denkmalpflege“, „Partizipation“ und „Stadterneuerung“.