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Lisa Marie Selitz

Lisa Marie Selitz

Kurzvita

  • Seit 04/2016 Wiss. Mitarbeiterin am Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien der Otto-Friedrich-Universität Bamberg im Rahmen des gemeinsam mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege koordinierten Projektes „Das Kommunale Denkmalkonzept Bayern – neue Wege städtebaulicher Denkmalpflege“
  • 2013–2015:  Studium der Denkmalpflege / Heritage Sciences an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg (Masterarbeit über die Teilnutzung und Umdefinierung des Denkmalbereichs Bad Münstereifels als innerstädtisches Outlet)
  • 2010–2013:  Studium der Kunstgeschichte sowie der Kultur- und Sozialanthropologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

 


Kontakt

Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) / Lehrstuhl für Denkmalpflege
Projekt: Kommunales Denkmalkonzept Bayern
Augustenstr. 6, Zimmer 101
D-96047 Bamberg

lisa.selitz[at]uni-bamberg.de

Kommunale Denkmalpflege zwischen lokaler Wertschätzung und institutioneller Verankerung in der Stadterneuerung.

Ausgangspunkt der Betrachtung lokaler Sinnstiftungsprozesse in der städtebaulichen Denkmalpflege ist die Annahme, dass die gebaute und natürliche Umwelt Personen in ihrer Identitätsbildung prägt. In der fachlichen Denkmalpflege werden so nicht nur bewahrende, substanzbezogene Entscheidungen institutionalisiert, sondern auch persönliche Bezugsräume historisch verortet und gestaltet. Aus dieser Perspektive kommt der Denkmalpflege eine ethisch moralische Bildungsaufgabe zu. Der „Denkmalpfleger“ wird zum Vermittler gegenwartsbezogener Narrativen. Die Aneignung von Raum durch verortbares, subjektives Wissen hilft zugleich dabei, dass Personen sich mit einem Ort verbunden fühlen und Verantwortungsbewusstsein für diesen generieren.
Aus diesem Grund soll in der Qualifizierungsarbeit unter dem Einsatz qualitativer Forschungsmethoden herausgefunden werden, wie verschiedene Akteure im lokalen Kontext auf historische, tradierte Qualitäten und Strukturen rekurrieren. Die Hoffnung ist, dass durch die Auseinandersetzung mit akteursspezifischen, heterogenen Zugängen zum „historischen“ Stadtraum ein praxisnaher Aushandlungsprozess angestoßen werden kann, der die Relevanz unseres Erbes für die Gegenwart und deren Weiterentwicklung ergründet.

Die Forschungsarbeit ist am Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien der Universität Bamberg angesiedelt und entsteht im Rahmen eines Kooperationsprojekts mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege zur Entwicklung eines bürgernahen, informellen Planungsinstruments städtebaulicher Denkmalpflege.