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Zoya Masoud

Zoya Masoud

Kurzvita

  • 2017 – 2019 Mitarbeiterin im Architekturreferat des Deutschen Archäologischen Instituts, Projekt: Aleppo Basar/3D-Modell (Teilprojekt der „Stunde Null“)
  • 2017- 2018 Koordinatorin des Projekts „Crossroads Aleppo“ am Museum für Islamische Kunst
  • 2015 − 2017 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Syrian Heritage Archive“ am Museum für Islamische Kunst
  • 10/2016 − 12/2016 Akademische Mitarbeiterin im „Aleppo Archive in Exile Project“ an der BTU Cottbus
  • 2012 – 2015 Masterstudium an der HafenCity Universität Hamburg: Ressourceneffizienz in Architektur und Planung (REAP)
  • 01/2012 − 08/2012 Dozentin im Fachgebiet Stadt- und Umweltplanung: Fakultät für Architektur – Universität Damaskus
  • 2010 – 2012 Mitarbeiterin in verschiedenen Restaurierungsprojekten beim AKTC (Agha Khan Trust for Culture)
  • 09/2004 – 08/2010 Studium der Architektur und Stadtplanung an der Universität Damaskus

Veröffentlichungen

  • Masoud (2019) A treasure of heritage for the poor of Aleppo. Orient Institut Beirut der deutschen Auslandsinstitute der bundesunmittelbaren Max Weber Stiftung. (https://trafo.hypotheses.org/20135)
  • Masoud (Hrsg.) (2018) Crossroads Aleppo: Our City, shared heritage, our Memory. L.I.S.A. Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung, Berlin. 
  • Masoud (2018) Crossroads Aleppo: Unsere Stadt, gemeinsames Kulturerbe, unsere Erinnerung. Ein Projekt zur Dokumentation des Weltkulturerbes Aleppo. In:  L.I.S.A. Wissenschaftsportal der Gerda Henkel Stiftung, Berlin, (Online verfügbar:https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/crossroads_aleppo?nav_id=7687)
  • Masoud, Baderschneider (2017) Junge Experten für den Schutz und Erhalt des Menschheitserbes in Syrien. Gastbeitrag im Jahresbericht der Deutschen UNESCO-Kommission, (Online verfügbar: https://www.unesco.de/sites/default/files/2018-01/Jahrbuch_2016-2017.pdf)
  • Masoud, (2016) Die Ausstellung des Museums für Islamische Kunst und der Aspekt des Kunst- und Kulturtransfers. Berlin, Multaka Project, Museum für Islamische Kunst im Pergamonmuseum

Ausgewählte Vorträge

  • Berlin, November 2019, Graduiertenkolleg „Identität und Erbe“, Instabile Konstruktionen, “Snapshots of Memorycide and Moments of Self-Identification with Invisible Monuments in the Old City of Aleppo”.
  • Beirut, September 2019, AGYA “Destruction/(Re-)Construction: Interdisplinary perspectives on cultural heritage in conflict” Conference, Bearing to witness the Old City of Aleppo’s destruction: between misfortune and organised crime .
  • Beirut, Dezember 2018, „Reconstructing neighbourhoods of war“ international conference, am Orient Institut Beirut der deutschen Auslandsinstitute der bundesunmittelbaren Max Weber Stiftung. “Rebuilding the Old City of Aleppo in a Coherent Way: Alqaba neighbourhood”. (https://www.orient-institut.org/fileadmin/user_upload/OIB_Card_NeighborhoodsOfWar_20.11.pdf)
  • Budapest, Mai 2018, REACH conference: RE-designing Access to Cultural Heritage for a wider participation in preservation, (re-)use and management of European culture . “Pilot on institutional heritage: Participative projects at the Berliner Museum of Islamic Art” (https://reach-culture.eu/wp-content/uploads/2018/05/conf_booklet.pdf)
  • Wien, November 2017, CHNT: Conference on cultural heritage and new technologies, “Rebuilding the Suqs of Aleppo” (https://www.chnt.at/rebuilding-the-suqs-of-aleppo/)
  • Berlin, July 2017, Imagine a Middle East symposium at ICI (Institute for Cultural Inquiry) „Archives as a Basis for Post-War Masterplan ?“ (https://www.ici-berlin.org/events/imaging-a-middle-east/)
  • Hamburg, November 2015, TRIALOG Annual Conference, „Decentralized networks of water supply in urban Tanzania, case study: Dar es Salaam“

Kontakt

Technische Universität Berlin
Fakultät VI – Planen Bauen Umwelt
Institut für Stadt- und Regionalplanung
Fachgebiet Denkmalpflege
DFG-Graduiertenkolleg 2227 „Identität und Erbe“
D-10623 Berlin

Sitz: Ernst-Reuter-Platz 1 | BH-A 340
D-10587 Berlin

zoya.masoud[at]tu-berlin.de

Unsichtbare Monumente – Wahrnehmung des Kulturerbes im Krieg und in der Nachkriegzeit in Aleppo

Der sogenannte Arabische Frühling erreichte im Jahr 2012 Aleppo: Die friedlichen Demonstrationen eskalierten zu einem militärischen Kampf zwischen diversen Parteien. Die Frontlinie des Kampfs verlief in der Altstadt. Viele Einheimische sind aus der Stadt Aleppo vertrieben worden und mussten in andere Gebiete des Landes, in Nachbarländer oder nach Europa fliehen.

Seit die Waffen im Dezember 2016 in Aleppo zu schweigen begannen, konnte eine kleine Gruppe der Altstadt-Bewohner zu ihren Häusern zurückkehren. Die erste Begegnung mit ihrer Heimatstadt war ein Schock: Die Stadt war teilweise zerstört, verbrannt, geplündert und voller Trümmer. Der Verlust fand auf zwei Ebenen statt: Die Altstadt als internationales Kulturerbe, zumal internationale Kulturerbe-Experten die besondere Bedeutung der Altstadt betonen. Doch auch auf lokaler Ebene, da mit der Zerstörung der Stadt auch der Verlust des persönlichen Raums und Erinnerungsorts der Bevölkerung einherging.

Das Dissertationsprojekt zielt darauf ab, zu untersuchen, wie Aleppiner in Aleppo und in der Diaspora die Zerstörung der Altstadt wahrnehmen und sich an die Bausubstanz und urbane Räume (gebaute Umwelt) vor 2012 erinnern. Auf diese Weise analysiert das Projekt, inwiefern die dramatischen Ereignisse der Zerstörung des Kulturerbes die Selbstidentifizierung mit der Altstadt und die Selbstdarstellung der Bewohnerinnen und Bewohner vor Ort und in der Diaspora beeinflussen.

Anhand konkreter Beispiele von Baudenkmälern und Häusern in den Nachbarschaften der Altstadt und dem Basar wird das Promotionsvorhaben die Untersuchung auf verschiedenen Ebenen durchführen: Die historischen Werte und Umstände der Zerstörungen, die mediale Vermittlung und Darstellung in sozialen Medien sowie die Debatten über den Wiederaufbau dieser Gebäude.