Luise Helas

Kurzvita

  • geb. 1976 in Dresden
  • Studium der Kunstgeschichte und Geschichte an der TU Dresden.
  • Masterstudium „Schutz Europäischer Kulturgüter“ an der Viadrina in Frankfurt/Oder
  • 2008-09 / wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Deutschen Fotothek Dresden
  • 2010-12 / wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl Denkmalpflege und Baugeschichte der Bauhaus-Universität Weimar
  • seit 2012 / Mitarbeiterin der Denkmalschutzbehörde der Landeshauptstadt Dresden
  • 2015-19 / Mitglied des Graduiertenkollegs Identität und Erbe 
  • seit Herbst 2019 Mitarbeiterin in der Unteren Denkmalschutzbehörde der Landeshauptstadt Dresden

Veröffentlichungen

  • Die Nachkriegsmoderne in Dresden. In: Dresden und seine Architekten. Strömungen und Tendenzen 1900-1970, herausgegeben von der LH Dresden, Dresden 2012, S. 137–158 u. S. 159–245 (Architektenverzeichnis).
  • Walter Womacka. Sein Beitrag zur architekturbezogenen Kunst in der DDR. In: Luise Helas / Wilma Rambow / Felix Rössl: Kunstvolle Oberflächen des Sozialismus. Wandbilder und Betonformsteine. Forschungen zum baukulturellen Erbe der DDR Bd. 3, hrsg. von Hans-Rudolf Meier, Weimar 2014, S. 19–102.
  • Die Zionskirche zu Dresden. Ein Sakralbau der Reformbaukunst. In: Insitu, Zeitschrift für Architekturgeschichte, 2/2014, S. 239–256.
  • Dresdens Lenin. Zur Geschichte und zum Umgang mit einem Gespenst des Kommunismus, in: Dresdner Hefte 37 (2017), S. 63-70.
  • Gegen den Verfall. Freiwillige Akteure für das baukulturelle Erbe Dresdens zur Zeit der DDR, in: Denkmal – Heimat – Identität. Denkmalpflege und Gesellschaft. Konferenzband zur Fachtagung des Amtes für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden, 27.-29. November 2019, Dresden 2020, S. 148-159.

 


Kontakt

Luise Helas
Landeshauptstadt Dresden
Geschäftsbereich Kultur und Tourismus | Amt für Kultur und Denkmalschutz | 
Abt. Denkmalschutz/Denkmalpflege 

Mail: LHelas@Dresden.de

Gegen den Verfall. Freiwilliges Engagement für das baukulturelle Erbe der Stadt Dresdens zur Zeit der DDR.

Ausgehend von der Frage, wie die Verknüpfung von Erbe und Identitätskonstruktionen von gesellschaftlichen Gruppen mitgestaltet wird, hat die Dissertation das Ziel, die Arbeit der ehrenamtlichen Denkmalpflege in der DDR am Beispiel von Dresden darzustellen. Es geht darum, zu klären, wie das Engagement interessierter Bürgerinnen und Bürger in einem Kontrollstaat organisiert wurde, welchen Einfluss diese Gruppen auf die institutionalisierte Denkmalpflege und damit auf die Konstituierung und Tradierung des kulturellen Erbes in der DDR hatte und wie das bis heute nachwirkt. Der Schwerpunkt der Untersuchung liegt im Zeitabschnitt von 1965, jenem Jahr in dem sich die „Arbeitsgruppe ehrenamtlicher Denkmalpfleger beim Rat der Stadt Dresden“ konstituierte und dem Ende der DDR 1989/90. Nicht außer Acht gelassen werden aber die vorangegangenen bürgerschaftlichen Aktivitäten der Nachkriegszeit ab 1945, die maßgebend für die Etablierung und Entwicklung der ehrenamtlichen Denkmalpflege waren. Zudem soll es einen Abriss über die Weiterentwicklung des ehrenamtlichen Denkmalschutzes nach der politischen Wende bis heute geben.

Die bisher nur marginal untersuchte Tätigkeit der ehrenamtlich Beauftragten für Denkmalpflege hat sich nur bedingt schriftlich niedergeschlagen und der Erfahrungsschatz der Zeitzeugen droht mit diesen allmählich zu verschwinden. Auf Grundlage von Zeitzeugeninterviews soll das Wirken dieser Personengruppe ermittelt werden und somit ihr Einfluss auf unsere Identitäts- und Erbebildung bis heute.

Verteidigt im November 2020. (unveröffentlicht)