Sarah Alberti

Kurzvita

  • lebt als Journalistin, Kuratorin und Kunsthistorikerin in Leipzig
  • freie Autorin für MONOPOL – Magazin für Kunst und LebenWELTKUNSTtaz,die tageszeitungDer FreitagFreie Presse und Sächsische Zeitung sowie für Künstler*innen und Institutionen
  • seit 2016 Lehraufträge am Institut für Journalistik und am Institut für Kommunikations-und Medienwissenschaft der Universität Leipzig sowie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
  • 2018/2019 gemeinsam mit dem Künstler Hans Haacke Hängung seines documenta-14-Banners „Wir (alle) sind das Volk“ in den neuen Bundesländern
  • 2016–2019 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Bauhaus-Universität Weimar und Kollegiatin im Graduiertenkolleg „Identität & Erbe“
  • 2015–2016 Mitarbeit im Forschungsprojekt „Westkunst/Ostkunst. Kunstsystem und Geltungskünste im geteilten und wiedervereinigten Deutschland zwischen 1945 und 2000“ am Institut für Kunstgeschichte der Universität Leipzig
  • Studium Kommunikations- und Medienwissenschaft (B.A.), Kunstgeschichte (M.A.) und Kulturen des Kuratorischen in Leipzig und Frankreich.

Veröffentlichungen
(Auswahl)

  • Now or Never. Opening New Spaces: Wulf Herzogenrath and Sarah Alberti in Conversation with Julius Lehmann, in:  „What Is Public in Public Art?“, hg. v. Joanna Warsza, Berlin/Stockholm (erscheint vorr. 2021).
  • Sarah Alberti: Joint Venture im Mauerstreifen. Raffael Rheinsbergs Beitrag zum Berliner Ausstellungsprojekt „Die Endlichkeit der Freiheit“ im Sommer 1990, in: Instabile Konstruktionen. Publikationsreihe „Identität und Erbe“, Bauhaus-Universitätsverlag, Weimar; Reihenherausgeber: Simone Bogner, Gabi Dolff-Bonekämper, Hans-Rudolf Meier (erscheint vorr. 2022).
  • DDR 2.0. Geteilte Sicht auf die Einheit. Sarah Alberti und Via Lewandowsky im Gespräch (Veröffentlichung geplant zur Gesprächs- und Ausstellungsreihe „zeit.PUNKT“ der KULTURSTIFTUNG HAUS EUROPA, hg. von Steffen Damm (erscheint vorr. 2022).
  • Zur Lage des Hauptes. Vor 30 Jahren erklärte Via Lewandowsky die Siegessäule in Berlin zum ersten Einheitsdenkmal, in: Sächsische Zeitung, 6. Oktober 2020, S. 9.
  • Berührungsangst zwischen Ost und West. Einen Blick hinter das Zugemauerte werfen: Vor 30 Jahren thematisierte Rebecca Horns „Raum des verwundeten Affen“ die Trennung und das Wiederfinden von Ost und West. Jetzt wird es restauriert, in: monopol, 16. September 2020.
  • Die Freiheit: gesponsert. Seit 30 Jahren konfrontiert Hans Haacke Betrachter im öffentlichen Raum mit großen Buchstaben, in: Der Freitag, Nr. 36, 03. September 2020, Seite IV, V
  • Die Endlichkeit der Freiheit Berlin 1990; Hans Haacke: „Die Freiheit wird jetzt einfach gesponsert – aus der Portokasse“, in: Jan Wenzel (Hg.): Das Jahr 1990 freilegen. Leipzig 2019, S. 490/491.
  • Zur Lage des Hauptes. Via Lewandowskys Beitrag für das Ausstellungsprojekt „Die Endlichkeit der Freiheit“ im Jahr 1990, in: Tino Mager, Bianka Trötschel-Daniels (Hg.): Rationelle Visionen – Raumproduktion in der DDR. Forschungen zum baukulturellen Erbe der DDR, Bnd. 8, Weimar 2018, S. 172-189.
  • Wir (alle) sind das Volk – Hans Haackes Beitrag für die documenta 14, in: kunsttexte.de, Sektion Gegenwart, Nr. 4, 2017 (11 Seiten), kunsttexte.de, abrufbar unter:
    https://edoc.hu-berlin.de/bitstream/handle/18452/19475/alberti.pdf?sequence=1&isAllowed=y
  • Berlin Twohearted City: Heiner Müller als Strippenzieher einer Ausstellung im öffentlichen Raum Berlins, in: Mark Rabe und Martin Warnke (Hg.): Heiner Müllers Poetik der Bildlichkeit. Intermediale Dispositive zwischen Drama, Bild und Musik (im Druck).
  • Organisierte Wiederkehr der Vergangenheit, in: Marc Beckmann/Sarah Alberti: Anniversaires. Berlin 2014, limitierte Auflage 600 Stück, S. 9-26.
  • Zum Fotografieren gebaut, in: Margret Hoppe. Das Versprechen der Moderne. Zürich 2014, S. 85-88.
  • Das Buch im Sonderangebot: Über ein omnipräsentes Medium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, in: Patricia F. Zeckert (Hg.): Flachware 3. Fußnoten der Leipziger Buchwissenschaft. Leipzig 2013, S. 43–54.
  • weitere Artikel und Interviews unter: www.sarahalberti.de

Kontakt

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http://www.sarahalberti.de

Momentaufnahme im politischen Vakuum. Das Ausstellungsprojekt »Die Endlichkeit der Freiheit in Berlin im Jahr 1990«.

Kulturakteure aus Ost und West hatten sich im November 1989 zusammengefunden, um das Ausstellungsprojekt Die Endlichkeit der Freiheit zu realisieren, das auf eine Idee des Dramatikers Heiner Müller zurückgeht. Zur Besonderheit der dafür von elf nationalen wie internationalen Künstler:innen gewählten Orte trat das historische Moment des politischen Umbruchs, das sich mitunter direkt in die zweiteiligen Beiträge einschrieb. Die besonderen Entstehungsumstände berücksichtigend, wird das Ausstellungsprojekt im Rahmen der Dissertation als Zeitzeugnis begriffen und daraufhin befragt, inwieweit es organisatorisch die Geschehnisse, Umbrüche und Annäherungen beider deutscher Staaten auf (kultur-)politischer Ebene im Jahr 1990 spiegelt. Die kuratorisch indirekt formulierten Setzungen Ortsspezifik, Zeitspezifik und Prozesshaftigkeit bilden die zentralen Analysekriterien für die künstlerischen Beiträge, die die politische Vakuumsituation des Jahres 1990 nicht nur spiegeln, sondern auch deutsch-deutsche Geschichte kommentieren oder gar künftige Entwicklungen prognostizieren. Die schließlich sichtbaren Beiträge, die kuratorischen Intentionen sowie die historische Vakuumsituation werden aufgrund ihrer genuinen Relationalität einander stets gespiegelt, das Projekt aufgrund seiner Entstehungsumstände auf seine Zeitzeugenschaft für das Jahr 1990 hin untersucht und die künstlerischen Beiträge als öffentlich geäußerte Statements zur Situation Berlins auf dem Weg zur deutschen Einheit gelesen.

www.dieendlichkeitderfreiheit.de