»Instabile Konstruktionen« – 3. Jahrestagung des Graduiertenkollegs »Identität und Erbe«

Do./Fr., 21./22. November 2019, Technische Universität Berlin, Architekturforum, Straße des 17. Juni 152

Der Begriff „Konstruktion“ bezieht sich in Architektur und Denkmalpflege zumeist auf die gebaute Welt, in den Sozial- und Kulturwissenschaften hingegen auf die soziale Herstellung symbolischer Sinnwelten. Die materielle Umwelt im Wechselverhältnis zu ihrer sozialen Gemachtheit zu verstehen, ist eines der zentralen Anliegen des Graduiertenkollegs „Identität und Erbe“. Wer von „Erbe“ im Zusammenhang mit „Identität“ spricht, verspricht oft auch „Kontinuität“ und „Stabilität“. Dabei handelt es sich jedoch um Versprechen, die nur so lange halten, wie sich Menschen auf die damit verbundenen Erzählungen einlassen. Da diese zunehmend hinterfragt werden und der Begriff „Identität“ zu einer umkämpften Kategorie avanciert ist, werden die gewohnten „Konstruktionen“ instabil, was sich insbesondere in Momenten des Konflikts, der bewussten Identitätsaneignung und in Momenten des Verlusts zeigt.

In den letzten drei Jahren haben die Kollegiatinnen und Kollegiaten der ersten Kohorte des Graduiertenkollegs den Zusammenhang von Identität und Erbe beleuchtet und stellen ihre Forschungsergebnisse zu diesen „Instabilen Konstruktionen“ gemeinsam in ihrer dritten und abschließenden Jahrestagung vor. Gleichzeitig stellt die Tagung einen Schulterschluss zur zweiten Kohorte dar, die im Oktober 2019 ihre Arbeit im Kolleg aufnimmt.  

Keynote-Speaker: Prof. Heike Hanada, Technische Universität Dortmund, und Prof. Dr. Ursula Renz, Alpen-Adria-University of Klagenfurt

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Anmeldung bis zum 12. November unter anmeldung [at] identitaet-und-erbe.org.

PROGRAMM

English Version

The term „construction“ refers in architecture and monument preservation mostly to the built world, in social and cultural sciences, however, to the social production of symbolic meaning. Understanding the material environment in relation to its social nature is one of the central concerns of the Research Training Group „Identity and Heritage“. Those who speak of „heritage“ in the context of „identity“ often promise „continuity“ and „stability“. Nonetheless, these are promises that last only as long as people engage in related narratives. As these are increasingly questioned and the term „identity“ has become a contested category, the familiar „constructions“ become unstable, which is especially evident in moments of conflict, the conscious acquisition of identity and moments of loss.

During the last three years, the fellows of the first cohort of the Research Training Group have shed light on the connection between identity and heritage, and are now presenting their research results on these „unstable constructions“ in their third and final annual conference. At the same time, the conference marks the start of the second cohort, which took up its work in October 2019.

Keynote speakers: Prof. Heike Hanada, Technische Universität Dortmund, and Prof. Dr. Ursula Renz, Alpen-Adria-University of Klagenfurt

Participation is free.

Registration until November 12th under anmeldung [at] identitaet-und-erbe.org