Mercator Fellows & Gäste

Ehemalige Mercator Fellows

Cymbalista, Renato

Der Architekt und Stadtplaner Renato Cymbalista ist Professor an der Fakultät für Architektur und Städtebau der Universität von São Paulo (USP) und Direktor für Menschenrechte und Erinnerungs-, Gerechtigkeits- und Wiedergutmachungspolitik der Abteilung für Integration und Zugehörigkeit der USP. Er gehört den Vorständen des Goethe-Instituts São Paulo, der Casa do Povo und der Pinacoteca do Estado de São Paulo an und ist Mitglied einer Arbeitsgruppe für die Errichtung einer Gedenkstätte im ehemaligen Gefängnis und Folterzentrum DOI in São Paulo. Er gehört zu den Gründer*innen der Vereinigung für Gemeinschaftseigentum (FICA), einer gemeinnützigen Organisation für den Erwerb und die Verwaltung von Eigentum für soziale Zwecke. Zu seinen Veröffentlichungen zählen: The Guide of the Difficult Places in São Paulo (2019), What does an Ethical Landlord Look Like? (2019) und Cultural Heritage: memory and urban interventions. Er ist Kurator der Ausstellung Land Purpose.

Ringvorlesung am 15.10.2024: Erinnerungsarbeit und kulturelles Erbe in São Paulo, Brasilien
Resümee: Körper, Identität und Erbe bei der 8. Jahrestagung “Bodies in, als, von, mit, und ‚Identität und Erbe’” am 8.11.2024

Efrat, Zvi

Zvi Efrat studierte Architektur am Pratt Institute und Filmwissenschaften an der New York University. Er promovierte in Geschichte und Theorie der Architektur an der Princeton University. Neben seiner internationalen Publikations- und Lehrtätigkeit kuratierte Zvi Efrat zahlreiche Ausstellungen. Er leitete die Architekturfakultät der Bezalel Academy of Arts and Design, Jerusalem (2002-2010) und ist Partner des Architekturbüros Efrat-Kowalsky Architects (EKA).

Seine Forschungsgebiete sind

  • Architektur und Planung des beginnenden Zionismus 
  • Israelische Architektur in den ersten Jahren der Staatsgründung (1948 – 1967)
  • Nachkriegsarchitekturen und Europa und Amerika European and American architecture
  • Brutalismus und Post-Brutalismus
  • Tropische Moderne in Westafrika, Südost Asien und Zentral Amerika

Zu seinen wichtigen Publikationen zählen: „The Israeli Project: Building and Architecture 1948-1973“ (herausgegeben 2004 vom Tel Aviv Museum of Art) und „The Object of Zionism, The Architecture of Israel “(Spector Books Leipzig, 2018).

Aktuelle Projekte als Architektur im Büro Efrat-Kowalsky Architects (EKA): Campus für darstellende Künste (Jerusalem), Erneuerung und Erweiterung des Israel Museums (Jerusalem), Restaurierung und Aktualisierung des Stadtmuseums Tel Aviv, Ramat Gan Museum des Israelischen Kunst, Holocaust Museum der Stadt Thessaloniki

Von Oktober 2021 bis März 2022 war Zvi Efrat der 2. Mercator Fellow unseres Kollegs. Er hielt im Dezember 2021 in Berlin einen Workshop zu Archivpraktiken anhand seiner Arbeit an „The Object of Zionism“ (Architekturgeschichte Israels) und stellte seine Forschungen in der Ringvorlesung „Die Israelische Architektur-Avantgarde der 1960er Jahre und ihr Unbehagen“ vor.

 

 

Elżanowski, Jerzy

Jerzy Elżanowski ist Associate Professor an der Carleton University Ottawa und befasst sich mit der Geschichte der Kriegszerstörung von Städten. Er schloss sein Architekturstudium an der McGIll University ab und promovierte in den Bereichen Denkmalpflege und Baugeschichte gemeinsam an der Bauhaus-Universität Weimar und der University of British Columbia. Als Associate Professor an der School of Canadian Studies sowie der School of Architecture and Urbanism der Carleton University koordiniert er Kanadas einziges englischsprachiges Graduiertenprogramm für Heritage Planning, wo er Denkmalpflege, Stadtforschung und kulturelles Gedächtnis lehrt. In seinen aktuellen Forschungsprojekten widmet er sich den leiblichen Dimensionen der Kartographie von Kriegsschäden und dem Wiederaufbau von Städten nach Konflikten. Er ist Gründungsmitglied der Forschungsgruppe  Cartographies of Loss

Jerzy war der erste Mercator Fellow in der Forschungsgruppe „Identität und Kulturerbe“. Von Juni bis Dezember 2018 arbeitete er intensiv mit Doktorand*innen in Berlin und Weimar zusammen, sowohl informell als auch im Rahmen der Kolloquien. Zusammen mit Emily Putnam organisierte er die Studienreise des Graduiertenkollegs nach Kanada, die Workshops, Führungen und wissenschaftliche Diskussionen in Montreal, Ottawa und Toronto umfasste.

Während seines sechsmonatigen Aufenthalts im Graduiertenkolleg hielt Jerzy zwei Vorträge im Rahmen der Ringvorlesung „Identität und Erbe“ – in Berlin  sowie in Weimar (zusammen mit Carmen Enss). Die Aufzeichnungen der Vorträge finden Sie in unserem Podcast.

Weitere Informationen über die aktuelle Arbeit von Jerzy Elżanowski sind hier zu finden.

Gäste

Im Rahmen der öffentlichen Ringvorlesungen und Jahrestagungen haben unsere Gäste theoretische Positionen, künstlerische Zugänge zum Umgang mit Geschichte und planerische Praktiken vorgestellt, die auf das Thema "Identität und Erbe" Bezug nehmen.

A

Ackermann, Felix

Dr. Felix Ackermann erforscht als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Historischen Institut Warschau die Geschichte des Strafvollzugs in Polen und Litauen in der Zeit der Teilungen. 2011-2016 lehrte er als DAAD visiting associate Professor for Applied Humanities an der European Humanities University in Wilna und begann sich mit der Geschichte des Lukiškės-Gefängnis auseinanderzusetzen. Über seine Arbeit an der EHU schrieb er das Buch „Mein litauischer Führerschein“, das 2017 im Suhrkamp-Verlag erschien. Im Rahmen der Arbeit am Laboratory of Critical Urbanism gab er gemeinsam mit Kolleg:innen vor Ort die Bände „Mapping Vilnius“ sowie „Mapping Visaginas“ im Verlag der Kunst-Akademie Vilnius heraus. 2001-2011 baute er an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder) das Institut für angewandte Geschichte auf. 

Ringvorlesung vom 15.02.2022:

VOM NKVD ZU NETFLIX. DENKMALSCHUTZDEBATTEN UM DAS LUKIŠKĖS-GEFÄNGNIS IN DER LITAUISCHEN HAUPTSTADT WILNA

Adam, Jens

Jens Adam studierte Europäische Ethnologie und Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dort promovierte er mit einer Studie zu „Auswärtiger Kulturpolitik als Konfliktprävention“. Diese Dissertation – entstanden auf Basis von Feldforschungen in Ramallah, Tel Aviv, Sarajevo und Berlin und mit dem ifa-Forschungspreis Auswärtige Kulturpolitik ausgezeichnet – ist unter dem Titel „Ordnungen des Nationalen und die geteilte Welt“ als Buch erschienen: https://www.transcript-verlag.de/media/pdf/2e/06/62/oa9783839442623.pdf. Seit 2016 führt er eine ethnografische Langzeitstudie zu den Beziehungen zwischen  Stadtraumentwicklung und Europäisierung in der westukrainischen Stadt L’viv (Lemberg) durch. Als Teil der U Bremen Excellence Chair Research Group „Soft Authoritarianisms“ begann er im März 2020 eine Forschung zu aktuellen autoritären Verschiebungen innerhalb der  polnischen Demokratie. Zuvor war er Vertretungsprofessor für „Kulturanthropologie und Europäische Ethnologie“ an der Georg-August-Universität Göttingen sowie für „Maritime Anthropologie“ an der Universität Bremen.

Ringvorlesung am 18.04.2023: Everyday Cultural Diplomacy. Kulturerbe und Kulturarbeit in fragilen Gefügen

Ainio, Anna Angelica

I am a graduate student in History of Art and Visual Culture at the Anna Angelica Ainio graduated in Art History, Criticism and Conservation at the University College of London and is a graduate student in Art History and Visual Culture at the University of Oxford. Her ongoing research in art history focuses on contemporary art, conservation, and public sculpture. In 2019 she cooperated for the publication of Il Cangiante (Milan: Libreria Cortina Editore, 2020), a book on aesthetics and contemporary art at the University of Milan. Moreover, from January 2021, she is member of the European Young Heritage Ambassador program.

Alberti, Sarah

Sarah Alberti ist Journalistin, Kuratorin und Kunsthistorikerin und lebt in Leipzig. Als freie Autorin schreibt sie für MONOPOL – Magazin für Kunst und LebenWELTKUNSTtaz,die tageszeitungDer FreitagFreie Presse und Sächsische Zeitung sowie für Künstler*innen und Institutionen. Seit 2016 hat sie Lehraufträge am Institut für Journalistik und am Institut für Kommunikations-und Medienwissenschaft der Universität Leipzig sowie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.

Altınay, Rüstem Ertuğ

Rüstem Ertuğ Altınay completed his PhD in Performance Studies at New York University in 2016. He is currently a Postdoctoral Research Fellow at the University of Vienna. Ertuğ’s primary areas of research are feminist and queer performance and literature, theories of media and performance, memory studies, and material culture, with a focus on Turkey. His essays have appeared in Radical History Review, Women’s Studies Quarterly, Transgender Studies Quarterly, Feminist Media Studies, the International Journal of Feminist Approaches to Bioethics, and the Journal of Women’s History as well as a number of anthologies. Ertuğ has recently co-edited a special issue on Turkey and its diasporas for Comparative Drama. He is currently co-editing a special issue on archives for The Journal of Popular Culture and completing a book on fashion and the performance of citizenship in Turkey. Ertuğ is also a playwright and translator.

Aly, Götz

Götz Aly studierte in den 1960er Jahren Geschichte und Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin und Journalismus an der Deutschen Journalistenschule in München. Er promovierte 1978 in den Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Seinem Engagement in der Studentenbewegung folgte eine Tätigkeit als Autor und Redakteur für mehrere Zeitungen. Für seine kritisch diskutierten Beiträge zur NS-Forschung erhielt Götz Aly zahlreiche Auszeichnungen. Mit seinem jüngst erschienenen Buch „Das Prachtboot. Wie Deutsche die Kunstschätze der Südsee raubten“ (2021) beteiligte er sich an der Kontroverse um den Umgang mit den Ausstellungstücken kolonialistischer Herkunft im Berliner Stadtschloss.

Ringvorlesung vom 16.11.2021:
GÖTZ ALY (BERLIN): GESCHICHTSVERRÜCKT. DIE DEUTSCHEN – EIN VOLK OHNE MITTE

Anatole-Gabriel, Isabelle

Isabelle Anatole-Gabriel is Chief of the Europe and North America Unit at the World Heritage Centre, Paris, since January 2016. She is Alumna of the Ecole Nationale du Patrimoine and holds a Ph.D. in History of International Heritage (EHESS) and three M.A., in Museums Studies, Archaeology and History, respectively from the Ecole du Louvre, Paris IV Sorbonne University and EHESS.

Aquilar, Giorgia

Giorgia Aquilar is an architect and postdoctoral researcher at the Technical University of Munich. She currently holds a fellowship awarded by the Alexander von Humboldt Foundation. Prior to that, she was postdoctoral fellow of the TUM University Foundation and at the University IUAV of Venice, and adjunct professor at the University of Naples Federico II. Her research stands at the intersection of architectural theory, urban design and historic preservation, with a special focus on evolutionary taxonomies and strategies for heritage futures. She has published a number of articles and essays on related themes, including: Afterwardsness As Design Process (in: «Processes of Reflexive Design», edited by Margitta Buchert), and The Ideal of the Broken-Down: Porous States of Disrepair(in: «Porous City», edited by Sophie Wolfrum et.al.). As a member of the IUAV study team, she contributed to the drafting of the European report for the United Nations Conference Habitat III, included in the UNESCO publication Culture: Urban Future Global Report on Culture for Sustainable Urban Development (Paris, 2016). She has been the recipient of grants and fellowships for her scholarly work, including from the Harvard Research Center Dumbarton Oaks, the Stuckeman School of Architecture and Landscape Architecture at The Pennsylvania State University, and the Italian Ministry for Cultural Heritage.

Assmann, Aleida

Aleida Assmann studierte Anglistik und Ägyptologie. Von 1993-2014 war sie Professorin für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Konstanz. Zahlreiche Fellowships (Wissenschaftskolleg zu Berlin, Aby-Warburg-Haus Hamburg) sowie Gastprofessuren an den amerikanischen Universitäten. Ihre Forschungsthemen sind Semiotik und Hermeneutik, individuelles und kulturelles Gedächtnis, Gewalt, Trauma und vergleichende Geschichtspolitik. Aktuelle Publikationen: Das neue Unbehagen an der Erinnerungskultur (2013); Ist die Zeit aus den Fugen? Aufstieg und Niedergang des Zeitregimes der Moderne (2013), Im Dickicht der Zeichen (2015), Formen des Vergessens (2016), Menschenrechte und Menschenpflichten. Auf der Suche nach einem neuen Gesellschaftsvertrag (2017).

Auga, Ulrike E.

Prof. habil. theol. Dr. phil. Ulrike E. Auga ist Professorin für Religionswissenschaft, Interkulturelle Theologie und Ökumene an der Universität Hamburg, Fellow am Center of Theological Inquiry (CTI) in Princeton und assoziierte Wissenschaftlerin am IGK “Transformative Religion. Religion als situiertes Wissen in Prozessen gesellschaftlicher Wissensproduktion” an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie promovierte in Kulturwissenschaft und habilitierte sich in Religionswissenschaft und Interkultureller Theologie. Sie war Bonhoeffer-Gastprofessorin am Union Theological Seminary New York, Columbia University; Käthe-Leichter-Gastprofessorin in Wien; Gastprofessorin der Vereinten Nationen in Reykjavík; Mary Douglas-Gastprofessorin in Lausanne; Gastprofessorin in Salzburg und am Intersectional Centre for Inclusion and Social Justice (INCISE) an der Canterbury University. Für ihre Leistungen erhielt sie 2017 den Käthe-Leichter-Preis an der Universität Wien und 2020 den Mary-Douglas-Preis an der Universität Lausanne.

Sie ist Präsidentin der International Association for the Study of Religion and Gender (IARG) und Mitherausgeberin der Reihe “Routledge Critical Studies in Religion, Gender and Sexuality”, der Reihe “African Connections in Postcolonial Theory and Literatures” sowie des peer reviewed Journals “Religion & Gender”. Ihre Arbeit ist geprägt von der Teilnahme an der Friedlichen Revolution 1989 in Ostdeutschland, ihrem Leben in Johannesburg, Bamako und Jerusalem und ihren Forschungen in der Mongolei, Südkorea und Japan. Zu Ulrike E. Augas Spezialgebieten gehören postkoloniale, postsäkulare, gender/queere, posthumane Epistemologie und Religionen; Gender und Religion in Transformationsprozessen; Visualität und das Raumzeitalter. Ihr derzeitiges Hauptinteresse gilt der Untersuchung von Kultur, Religion, Postmigration und Superdiversität in Transitionsprozessen im 20. und 21. Jahrhundert (Europa, Afrika, Naher Osten, Ostasien).

Ausgewählte Literatur

Auga, Ulrike E., An Epistemology of Religion and Gender: Biopolitics – Performativity – Agency, London / New York: Routledge 2020.

Auga, Ulrike E., “Religion und Geschlecht als diskursive, intersektionale, performative Kategorien der Wissensproduktion. Zum epistemischen Bruch von Religionskonzepten unter postsäkularen Bedingungen”, in: Paragrana 31(2022) 1, 1-15.

Auga, Ulrike E., “Wissenschaftliche Konstruktionen des Hinduismus, des Buddhismus und der Weltreligionen. Ein Beitrag zur Dekolonisierung und Desidentifizierung der Religionswissenschaft”, in: Jäger, Sarah; Pausch, Eberhard (eds.), Kampf der Kulturen. Kultur, Religion und Identität, Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2022, 141-158.

Auga, Ulrike E., “Postcolonial Studies, Religion und Postsäkularität. (Miss-)Verständnisse von Identitätspolitik und ihre Folgen”, in: Heimbach-Steins, Marianne (ed.), Jahrbuch für Christliche Sozialwissenschaften, Vol. 61, Postkoloniale Theorien und Sozialethik, Münster: Aschendorff Verlag 2020, 85-114.

Vortrag (31.01.2023): ULRIKE AUGA (HAMBURG): „KULTUR“, „RELIGION“ UND DIE IDENTITÄTSFALLE – EPISTEMOLOGISCHE ANFRAGEN

Azoulay, Ariella Aïsha

Ariella Aïsha Azoulay ist Wissenschaftlerin, Autorin, Kuratorin und Filmemacherin. Sie hat die Professur für Modern Culture and Media (Department of Comparative Literature, Brown University) inne. Sie forscht zur Theorie der Fotografie und der visuellen Kultur.
Zu ihren Veröffentlichungen zählen: Potential History – Unlearning Imperialism (Verso, 2019); Civil Imagination: The Political Ontology of Photography (Verso, 2012); The Civil Contract of Photography (Zone Books, 2008); Aïm Deüelle Lüski and Horizontal Photography, Leuven University Press and Cornell University Press, 2013; From Palestine to Israel: A Photographic Record of Destruction and State Formation, 1947-1950, (Pluto Press, 2011); co-author with Adi Ophir. The One State Condition: Occupation and Democracy between the Sea and the River. Stanford University Press, 2012.
Filmische Essays (Auswahl): Un-documented: Undoing Imperial Plunder (2019); Civil Alliances, Palestine, 47-48 (2012); I Also Dwell Among Your Own People: Conversations with Azmi Bishara (2004) & The Food Chain (2004).
Zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen (Auswahl): The Natural History of Rape (Berlin Binnale, 2022), Errata (Tapiès Foundation, 2019, HKW, Berlin, 2020), Enough! The Natural Violence of New World Order, (F/Stop photography festival, Leipzig, 2016), Act of State 1967-2007, (Centre Pompidou, 2016, Arquivo Municipal de Lisboa Fotografico, 2020); Enough! The Natural Violence of the New World Order (F/Stop festival, Leipzig, 2016); “The Natural History of Rape” (Pembroke Hall, Brown University, 2015); The Body Politic [in Really Useful Knowledge, curated by What, How & for Whom / WHW], Reina Sofia, Madrid; When The Body Politic Ceases To Be An Idea, Exhibition Room – Manifesta Journal Around Curatorial Practices No 16 Potential History (2012, Stuk / Artefact, Louven), Untaken Photographs (2010, Igor Zabel Award,The Moderna galerija, Lubliana; Zochrot, Tel Aviv), Architecture of Destruction (Zochrot, Tel Aviv), Everything Could Be Seen (Um El Fahem Gallery of Art).

Ringvorlesung am 02.07.2024: Unlearning Together at the Thresholds of Museums (ENG)

B

Bartetzky, Arnold

Arnold Bartetzky, Kunsthistoriker und Architekturkritiker, arbeitet als Abteilungsleiter am Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) und als Honorarprofessor an der Universität Leipzig. Publizistische Tätigkeit u.a. für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Mitglied verschiedener Fachgremien für Stadtentwicklung, Denkmalpflege und Wissenschaftsförderung. Arbeitsgebiete: Architektur, Städtebau, Denkmalpflege und politische Ikonographie. Jüngste Buchpublikationen: Das verschwundene Leipzig. Das Prinzip Abriss und Neubau in drei Jahrhunderten Stadtentwicklung, Leipzig 2020 (zusammen mit Anna Reindl); Geschichte bauen. Architektonische Rekonstruktion und Nationenbildung vom 19. Jahrhundert bis heute, Köln-Weimar-Wien 2017 (Hg.); Die gerettete Stadt. Architektur und Stadtentwicklung in Leipzig. Erfolge – Risiken – Verluste, Leipzig 2015.

Becker, Heike

Prof. Dr. Heike Becker ist Kulturanthropologin, Sozialwissenschaftlerin und Autorin. Sie leitet die Abteilung Anthropologie an der University of the Western Cape in Südafrika, wo in den Themenfeldern anthropologische Theorie, visuelle Kultur, Populärkultur und Politiken struktureller Gewalt unterrichtet. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Erinnerungspolitik, Bildwissenschaften, Kulturen des Alltags und der sozialen Widerstandsbewegungen im südlichen Afrika (Südafrika und Namibia). Ihr aktuelles Forschungsprojekt beschäftigt sich mit der Dekolonisierung des öffentlichen Raums, der aktivistischen Geschichtsarbeit und den antirassistischen Bewegungen in Deutschland und Großbritannien. Sie hat zahlreiche Publikationen über den Umgang mit schwierigem Kulturerbe wie Denkmälern, Gedenkstätten und öffentlicher Kunst in Namibia und Südafrika veröffentlicht, unter anderem:
„Changing Urbanscapes: Colonial and postcolonial monuments in Windhoek“ (Nordic Journal of African Studies), „Commemorating heroes in Windhoek and Eenhana: memory, culture and nationalism in Namibia, 1990-2010“ (Africa. Journal of the International African Institute), und „Remembering Marikana: public art intervention and the right to the city in Cape Town“ (Social Dynamics). Zusammen mit Carola Lentz war sie die Herausgeberin einer Sonderausgabe der Zeitschrift Anthropology Southern Africa zum Thema „The politics and aesthetics of commemoration: National days in southern Africa“.

Ringvorlesung vom 22.11.2021:
HEIKE BECKER (KAPSTADT): DENKMALSTÜRZE UND LEBENDIGE ERINNERUNG. ZU POLITIK UND ÄSTHETIK POSTKOLONIALER ERINNERUNGSKULTUREN UND STADTBILDER IM SÜDLICHEN AFRIKA.

Becker, Heike

Prof. Heike Becker is a sociocultural anthropologist and author. She is Chair of the Anthropology Department of the University of the Western Cape in South Africa, where she teaches courses about anthropological theory, visual culture, popular culture, and the politics of difference. Her research interests have focused on the politics of memory, popular and visual culture, and social movements of resistance in southern Africa (South Africa and Namibia). She currently also works on decolonizing the public space, memory activism and anti-racist politics in Germany and the United Kingdom. She has published widely on monuments, commemorations and public art in Namibia and South Africa, among others, ‘Changing Urbanscapes: Colonial and postcolonial monuments in Windhoek’ (Nordic Journal of African Studies), ‘Commemorating heroes in Windhoek and Eenhana: memory, culture and nationalism in Namibia, 1990-2010’ (Africa. Journal of the International African Institute), and ‘Remembering Marikana: public art intervention and the right to the city in Cape Town’ (Social Dynamics), and together with Carola Lentz a special issue on ‘The politics and aesthetics of commemoration: National days in southern Africa’, (Anthropology Southern Africa).

Ringvorlesung vom 22.11.2021:
Falling Monuments, Rising Memories: The Politics and Aesthetics of Postcolonial Memory Cultures and Urbanscape in Southern Africa.

Berger, Stefan

Stefan Berger ist Professor für Sozialgeschichte und Direktor des Instituts für soziale Bewegungen an der Ruhr-Universität Bochum. Er ist außerdem Vorstandsvorsitzender der Stiftung Geschichte des Ruhrgebiets und Honorary Professor an der Cardiff University in Großbritannien. Er forscht zur Geschichte von Arbeiterbewegungen, der Geschichte des Nationalismus, Historiographiegeschichte, historischer Theorie, Erinnerungsgeschichte und Deindustrialisierungsgeschichte. Letztere versucht er mit Erinnerungsgeschichte und der Geschichte sozialer Bewegungen zu verbinden. Zu den jüngsten Veröffentlichungen gehören: Frauen in der chemischen Industrie, hrsg. mit Andrea Hohmeyer (2021), A Cultural History of Memory, 6 Bde, hrsg. zusammen mit Jeffrey K. Olick (2020), Gewerkschaften in revolutionären Zeiten, hrsg. mit Wolfgang Jaeger und Anja Kruke (2020), Writing History: Theory and Practice, 3. Auflage, hrsg. mit Heiko Feldner und Kevin Passmore (2020), Constructing Industrial Past (2020), Making Sense of Mining History, hrsg. mit Peter Alexander (2019), (De)Industrial History, hrsg. mit Steven High (2019), Zeit-Orte Ruhr: Erinnerungsorte des Ruhrgebiets, hrgs. mit Ulrich Borsdorf, Ludger Classen, Heinrich Theodor Grütter und Dieter Nellen (2019).

Berlin), Andrijana Ivanda & Tobias Hönig (c/o now

c/o now ist ein in Berlin gegründetes und tätiges Architekturbüro, das sich an kollektiven Praxen orientiert. Neben der Tätigkeit als planende und bauende Architekt:innen, beschäftigen sich Tobias Hönig, Andrijana Ivanda, Markus Rampl, Paul Reinhardt, Duy An Tran, und Ksenija Zdešar auch mit kritischen Reflexionen der Disziplin, in der sie arbeiten. Die Ergebnisse dieser Auseinandersetzungen wurden wiederholt publiziert, u.a. auch in der von c/o now mitherausgegebenen Publikation „Bayern, München. 100 Jahre Freistaat. Eine Raumverfälschung“ (herausgegeben von Stephan Trüby, Verena Hartbaum, University of Looking Good, c/o now, Wilhelm Fink Verlag 2019). Darüber hinaus ist c/o now fortlaufend in die Lehre an Hochschulen eingebunden wie derzeit mit einer Gastprofessur an der Kunstuniversität in Linz.

Ringvorlesung vom 07.06.2022:

(EX-)YU – RÄUME UND ARCHITEKTUREN ALS TRÄGER NATIONALER ERZÄHLUNGEN

Bernhardt, Christoph

Beurskens, Kristine

Dr. Kristine Beurskens ist Koordinatorin der Forschungsgruppe „Geographien der Zugehörigkeit und Differenz“ am Leibniz-Institut für Länderkunde. Sie studierte Geographie, Politikwissenschaften und Soziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, der Universiteit van Amsterdam sowie der University of the District of Columbia, Washington, und promovierte am Geographischen Institut in Potsdam (2012). In ihrer Forschung untersucht sie Grenzen insbesondere als politische und emotionale Geographien. Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in qualitativen Forschungsmethoden und Visualisierung.

Ringvorlesung am 9.01.2024: Zugehörigkeit und Grenzen. Alltägliche Aushandlungen zwischen ‚Wir‘ und ‚Die Anderen‘ (DE)

Biela, Leon

Leon Biela hat kürzlich mit einer Arbeit über die Herausbildung einer imperialen Stadtidentität in Wilhelmshaven um 1900 sein Masterstudium der Neueren Geschichte an der Universität Freiburg abgeschlossen. Zuvor studierte er Geschichte und Politikwissenschaft an der Friedrich Schiller Universität Jena und der University of Virginia. Seine weiteren Forschungsinteressen konzentrieren sich auf die verflochtene Geschichte von Imperialismus und Internationalismus im frühen 20. Jahrhundert. Er hat unter anderem zu den Verbindungen zwischen internationaler Waffenhandelskontrolle der Zwischenkriegszeit und dem britischen Imperialismus in der Golfregion veröffentlicht.

Bisbicus, Ana M. Rodriguez

Ana M. Rodriguez Bisbicus ist gelernte Architekt*in, Forscher*in und Performer*in und lebt zwischen Berlin und Bogotá. Ana studierte Architektur an der Universität der Künste Berlin und der Glasgow School of Arts. Anas Arbeit widmet sich Themen von diasporischen und queerfeministischen Räumen und untersucht u.a. wie Kolonialismus mit Architektur verflochten ist. In Anas Arbeit kommen verschiedene Medien wie Kartierung, Video und Performance sowie Formen der Vermittlung wie Seminare und Workshops zur Anwendung. Des Weiteren ist Ana seit 2019 Mitglied des Kollektivs fem_arc, einer Gruppe von sechs Architekt*innen, die Architektur aus einer feministischen Perspektive betrachten.

Bittner, Regina

Regina Bittner (Dr.phil.) studierte Kulturwissenschaften an der Universität Leipzig und promovierte am Institut für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie ist Leiterin der Akademie der Stiftung Bauhaus Dessau und zuständig für die Konzeption und Lehre der postgradualen Programme für Design-, Bauhaus- und Architekturforschung. Zudem kuratierte sie zahlreiche Ausstellungen zum Bauhaus und zur Kulturgeschichte der Moderne. Seit 2019 ist sie Honorarprofessorin am Institut für Kunstgeschichte und Archäologien Europas an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. 

Ringvorlesung vom 13.12.2022:

REGINA BITTNER (DESSAU): ZUR WELTKONSTRUKTION DES BAUHAUSERBES : EINE INTERNATIONALE ANGELEGENHEIT

Blokker, Johanna

Prof. Dr. Johanna Blokker ist Kunst- und Architekturhistorikerin und hat den Lehrstuhl für Denkmalpflege an der Brandenburgischen Technischen Universität in Cottbus inne. Sie promovierte 2012 an der New York University mit einer Studie über den Wiederaufbau in Köln nach dem Zweiten Weltkrieg, die sich der Aneignung und Neuverhandlung von Vergangenheit am Beispiel der zerstörten romanischen Kirchen der Stadt in lokalen Prozessen widmete. Als Postdoc in der Denkmalpflege in Bamberg untersuchte sie die Rolle der Architektur und des kulturellen Erbes bei der Förderung der Ziele und Interessen der Vereinigten Staaten während der Besetzung Deutschlands und in den ersten Jahren des Kalten Krieges. Diese Arbeit wurde mit dem Habilitationspreis 2019 der Universität Bamberg ausgezeichnet und bildete die Grundlage für das aktuelle DFG-geförderte Projekt „Bauten der Besatzungszeit in Westdeutschland (1945-1955): Das Erbe der Demokratisierung in der architektonischen Landschaft Deutschlands“.

Ringvorlesung am 28.01.2025: Vom Ende her denken: Verfall, Zerstörung und Abriss als Erfahrung
Ringvorlesung am 27.06.2023(Verschoben): Heritage Making im Spannungsfeld der Identitäten
Moderation bei der 1. Jahrestagung „Denkmal-Erbe-Heritage. Begriffshorizonte am Beispiel der Industriekultur“ am 7.10.2017

Blümm, Anke

Dr. Anke Blümm ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Kuratorin am Bauhaus-Museum der Klassik Stiftung Weimar. Nach dem Studium der Germanistik und Kunstgeschichte in Heidelberg und Berlin folgte 2013 die Promotion an der BTU Cottbus mit einer Arbeit über die Rezeption der modernen Architektur 1933–1945 in Deutschland („Entartete Baukunst“? Zum Umgang mit dem Neuen Bauen 1933-1945, München 2013, Theodor-Fischer-Preis 2014). Von 2013–2016 war sie Projektkoordinatorin des DFG-Projekts „Bewegte Netze. Bauhaus-Angehörige und ihre Beziehungsnetzwerke in den 1930er und 1940er Jahren“ (Cottbus/Erfurt). Zurzeit bereitet sie eine Ausstellung zum Thema „Bauhaus und Nationalsozialismus“ (Eröffnung Mai 2024) vor.

RIndvorlesung am 16.01.2024: Erwünschtes oder unerwünschtes Erbe? Zur Identitätskonstruktion des Bauhauses am Beispiel von Gropius‘ Umfrage an die Bauhäusler 1935 (DE)

Boersma, Nushin Atmaca, Susanne

Nushin Atmaca and Susanne Boersma arbeiten als Kuratorinnen im Museum Europäischer Kulturen, Staatliche Museen zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz, u.a. an dem Konzept einer neuen Profilausstellung. Nushin Atmaca studierte Islamwissenschaft in Berlin und Kulturen des Kuratorischen an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Sie arbeitet insbesondere zu Fragen der Dekolonisierung sowie der Diversität und Sichtbarkeit marginalisierter Menschen und Themen. Susanne Boersma studierte Kulturwissenschaften und Theaterwissenschaft in Amsterdam und Museumswissenschaften in Leicester. Ihre Doktorarbeit zu Ergebnissen und Folgen partizipativer Museumprojekte mit Menschen, die geflüchtet sind, wurde Anfang 2023 veröffentlicht.

Böick, Marcus

Dr. Marcus Böick studierte Geschichte, Politikwissenschaft, Soziologie und Sozialpsychologie an der Ruhr-Universität Bochum. 2010 war er Koordinator des Projektes zur Geschichte der Bundesstiftung „Erinnerung, Verantwortung, Zukunft (EVZ)“, ebenfalls seit 2010 war er Lehrbeauftragter am Historischen Institut. Von 2011-2014 war er Stipendiat der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Berlin, von 2014-2016 arbeitete er als wiss. Mitarbeiter an der Professur für Zeitgeschichte. Im Juni 2016 wurde er promoviert über das Thema „Manager, Beamte und Kader in einer Arena des Übergangs. Eine Ideen-, Organisations- und Erfahrungsgeschichte der Treuhandanstalt und ihres Personals, 1990-1994“. Die Dissertation erschien 2018 unter dem Titel Die Treuhand. Idee – Praxis – Erfahrung 1990-1994“. Seit Oktober 2017 ist er akademischer Rat a.Z. am Historischen Institut der Ruhr-Universität Bochum.

Bretschneider, Uta

Uta Bretschneider ist Direktorin des Zeitgeschichtlichen Forums Leipzig, von 2016 bis 2020 leitete sie das Hennebergische Museum Kloster Veßra, ein 1975 gegründetes Freilichtmuseum im Süden Thüringens. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde, Dresden. Sie promovierte zwischen 2011 und 2014 zum Thema „‚Vom Ich zum Wir‘? Flüchtlinge und Vertriebene als Neubauern in der LPG“. Von 2009 bis 2011 arbeitete sie am Hennebergischen Museum Kloster Veßra. 2008 schloss sie ihr Studium der Volkskunde/Kulturgeschichte und Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ab.
Forschungsschwerpunkte: Musealisierung, DDR-Alltagskultur, Transformationszeit, Biografieforschung, Geschichte der ländlichen Räume.

Ringvorlesung am 25.06.2024: „Lost Places“ als ephemere Denkmale der Transformationszeit (GER)

Brusius, Mirjam

Dr Mirjam Brusius is a Research Fellow at the German Historical Institute London and a Research Associate at the University of Oxford. She holds degrees in Art History (Berlin) and History and Philosophy of Science (University of Cambridge). Her first books revisited the early history of photography, in particular the scholarly archive and network of the photographic pioneer William Henry Fox Talbot. Her current research concerns the history of collecting, archaeology, heritage, museums across Modern Europe and the Middle East as well as the history and theory of photography from a global perspective. She previously held postdoctoral fellowships at the Max Planck Institute for the History of Science, the Mahindra Humanities Center at Harvard University, and the Kunsthistorisches Institut in Florenz — Max-Planck-Institut.

Bürkle, Stefanie

Stefanie Bürkle setzt sich seit Jahren künstlerisch mit Migration und Raum auseinander. Seit 2009 leitet sie das Fachgebiet Bildende Kunst an der TU Berlin.

C

Capresi, Vittoria

Dr. Vittoria Capresi has been a senior researcher at the Habitat Unit since October 2016, as a Principal Investigator of the International European Project MODSCAPES – Modern Reinvention of the Rural Landscapes, a fully granted HERA project (Humanity in the European Research Area). Her research focuses on the role of fascist political architecture and on relating the physical environment with the narratives of the inhabitants, exploring the intersection between planned architecture and lived spaces. Vittoria started in Cairo her research on how to combine oral history methods with the historical analysis of the built heritage: in 2011 she was appointed as Associate Professor in History of Architecture at the German University – GUC, at the newly established faculty of Architecture, where she developed the curriculum for the history of architecture curse. She focused on fostering a reality-based way of teaching, establishing hands-on seminars, design-build studios, and international workshops, to relate the students with the challenges and potentials of their city. To support this approach, in 2011 she co-founded „baladilab“, initiating a series of participatory projects in Downtown Cairo, involving the local community and architecture students to map, collect, survey and share the architecture of that area. The results are in the book: Downtown Cairo, Architecture and Stories (Jovis 2005) and were exhibited at the Biennale di Venezia in 2016, Egyptian Pavilion. From 2002 until 2011 she was researching and teaching at the Vienna University of Technology, department Baugeschichte / Bauforschung, where she completed in 2007 her doctoral dissertation. Her Ph.D. focuses on historical analysis and current urban and political role of the new settlements built in colonial Libya under the fascist regime and was published in 2010: The built Utopia. The Italian Rural Centres founded in colonial Libya (1934-1940), Bologna: Bonomia University Press. Vittoria studied architecture at the University in Florence and at the Technical University in Berlin, her Diplom was about the analysis and reuse of the Garbaty former cigarettes factory in Pankow, Berlin.

Cesari, Chiara de

Chiara De Cesari is Professor of Heritage, Memory and Cultural Studies and Chair of Cultural Studies at the University of Amsterdam. Her eclectic research explores how forms of memory, heritage, art, and cultural politics are shifting under conditions of post- and decoloniality, globalization and state transformation. She is particularly concerned with the ways in which colonial legacies live on today, especially in museums and cultural institutions. An important strand of her research examines how artists and activists are reclaiming and reinventing public cultural institutions. De Cesari is leading a large collaborative research project on this theme, named “Imagining Institutions Otherwise: Art, Politics, and State Transformation”. She is the author of Heritage and the Cultural Struggle for Palestine (Stanford UP, 2019), and co-editor of two key volumes in memory studies (Transnational Memory, de Gruyter, 2014; European Memory in Populism, Routledge, 2019). Committed to transnational and transdisciplinary collaboration, she has been and is involved in many international research projects and networks, connecting universities across worlds with different social partners, museums and cultural institutions.

Lecture 03.12.2024: Heritage Politics, Racism and the Israel/Palestine Question

Chandan, Shradha

Dr. Shradha Chandan arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Kunst und Design und am International Heritage Centre (IHZ) der Bauhaus-Universität Weimar. Sie erhielt das DAAD Postdoctoral Researchers International Mobility Experience (PRIME) 2023 Fellowship für ihre laufende Forschung zum Thema Kulturerbe im Kontext sozialer Transformationen und gesellschaftlicher Partizipation (Bauhaus-Universität, Universität Bologna, Universität Barcelona. Sie studierte Architektur am NIT Bhopal und schloss ihren Master in Raumplanung am NIT Jaipur, Indien, mit einem Stipendium der Graduate Aptitude Test in Engineering ab. Sie promovierte 2022 mit einer Arbeit über die Integration von gemeinschaftsorientierter, partizipativer Forschung zur Erhaltung indischer Pilgerstädte. Sie arbeitete auch als Assistenzprofessorin an der Lovely Professional University, Indien. Zu ihren Forschungsinteressen gehören Kulturerbeforschung, Denkmalpflege, Stadtplanung, soziokulturelle Transformationen und Kommunalentwicklung.

Ringvorlesung am 17.10.2023: Die Vergangenheit bewahren und die Zukunft stärken: Das Erbe und die Identität der religiösen Stätten Indiens. (EN)

Cooper-Bolam, Trina

Trina Cooper-Bolam is a doctoral candidate in Cultural Mediations at Carleton University. Previously, Cooper-Bolam held senior positions at the Aboriginal Healing and Legacy of Hope Foundations–organizations working to transform the legacy of Indian residential schools. Her Master of Arts thesis, „Healing Heritage: New Approaches to Commemorating Canada’s Indian Residential School System“ (2014), contributed to Volume 5, The Legacy, of the Truth and Reconciliation Commission’s final report (2015).  Her 2018 publication, „On the Call for a Residential Schools National Monument“ in the Journal of Canadian Studies, vol 52.1, stimulated dialogue within the Department of Canadian Heritage on socially-engaged processes of monument creation and led to her current consultative role on the Residential Schools National Monument project. Equally an academic researcher and an active exhibition curator and designer, Cooper-Bolam is the recipient of academic and professional awards including the Joseph-Armand Bombardier Canada Graduate Scholarship and the Ontario Historical Society’s 2018 Indigenous History Award.

Cymbalista, Renato

Der Architekt und Stadtplaner Renato Cymbalista ist Professor an der Fakultät für Architektur und Städtebau der Universität von São Paulo (USP) und Direktor für Menschenrechte und Erinnerungs-, Gerechtigkeits- und Wiedergutmachungspolitik der Abteilung für Integration und Zugehörigkeit der USP. Er gehört den Vorständen des Goethe-Instituts São Paulo, der Casa do Povo und der Pinacoteca do Estado de São Paulo an und ist Mitglied einer Arbeitsgruppe für die Errichtung einer Gedenkstätte im ehemaligen Gefängnis und Folterzentrum DOI in São Paulo. Er gehört zu den Gründer*innen der Vereinigung für Gemeinschaftseigentum (FICA), einer gemeinnützigen Organisation für den Erwerb und die Verwaltung von Eigentum für soziale Zwecke. Zu seinen Veröffentlichungen zählen: The Guide of the Difficult Places in São Paulo (2019), What does an Ethical Landlord Look Like? (2019) und Cultural Heritage: memory and urban interventions. Er ist Kurator der Ausstellung Land Purpose.

Ringvorlesung am 15.10.2024: Erinnerungsarbeit und kulturelles Erbe in São Paulo, Brasilien
Resümee: Körper, Identität und Erbe bei der 8. Jahrestagung “Bodies in, als, von, mit, und ‚Identität und Erbe’” am 8.11.2024

Czepczyński, Mariusz

Mariusz Czepczyński is cultural geographer, professor at the Department of Spatial Management, Institute of Geography, University of Gdańsk, Poland. His research interests are focused on cultural landscapes, post-socialist cities, heritages, urban cultures, critical geographies, quality of life, and local and regional development. He studied at the Universities of Gdańsk and Warsaw, additionally, attended courses at the University of Oslo (1997), Harvard School of Design (1993), and Center for Land Policy Studies and Training, Taoyuan, Taiwan (2016). In 2009 – 2011 he had been employed at the Geographical Institute of the Eberhard Karls Universität Tübingen, Germany. His activities also include consultancy and advisory, recently to the mayor of Gdańsk, Polish Metropolitan Union, City Hall of Lodz and Thuringian Ministry for Economy, Labour and Technology. He was deputy coordinator at the RECOURSE Research and Education Centre for Urban Socio- Economic Development – Centre of Excellency within the 5th Framework Programme. Prof. Czepczyński coordinates, together with Greater London and Belgian Roeselare, Energy Transition Partnership in the Urban Agenda for the EU project (2017-2019). His major publications include books like Public Space. Between Reimagination and Occupation (eds. with S. Hristova, Routledge: 2018), Cultural Landscape of Post-Socialist Cities. Representation of Powers and Needs (Ashgate: 2008), The City during the Times of Transformation: Experiencing 20 Years of Self-Governance in Gdansk (in Polish, ed. Poznań: 2011), Spaces of the post-socialist cities. Social transformations of urban areas (in Polish, ed. Poznań:  2006), Featuring the Quality of Urban Life in Contemporary Cities of Eastern and Western Europe (eds. with I. Sagan, Gdańsk: 2004). He was a member of Investigating Cultural SustainabilityCOST Action Programme and the Metropolitan Working Group of the Polish Academy of Sciences.

D

Daniels, Brian

Dr. Brian I. Daniels is the director of research and programs for the Penn Cultural Heritage Center at the University of Pennsylvania Museum, adjunct assistant professor in the University of Pennsylvania anthropology graduate group, visiting professor in the Sustainable Cultural Heritage Graduate Program at the American University of Rome, and research associate at the Smithsonian Institution. His research centers around three concerns: (1) conflict, cultural loss, and human rights violations; (2) community-based approaches to cultural heritage preservation; and (3) indigenous rights and recognition. Currently, Dr. Daniels leads the National Science Foundation-supported Conflict Culture Research Network, a group of scholars at fifteen international universities and research organizations focused on the study of intentional cultural destruction. He has received the Society for American Archaeology’s Presidential Recognition Award for his efforts to protect Syrian and Iraqi cultural heritage and the Lynn Reyer Award in Tribal Community Development from the Society for the Preservation of American Indian Culture for his work with the Shasta Indian communities of northern California. He previously served as the manager of the National Endowment for the Humanities regional center initiative at San Francisco State University, where he worked on strategies for public engagement and the digital humanities.

Daub, Adrian

Adrian Daub ist Professor für vergleichende Literaturwissenschaft an der Stanford University und Direktor des Michelle R. Clayman Institute für Geschlechterforschung. Seine wissenschaftliche und publizistische Tätigkeit beschäftigt sich mit Feminismus, Gender und Sexualität; mit der Geschichte der deutschen Literatur und Kultur seit der Romantik sowie der Kulturgeschichte der Moderne in Deutschland seit 1945. Er ist als freier Autor und Kritiker für mehrere Zeitschriften des deutschsprachigen Raums tätig. Zu seinen jüngsten Veröffentlichungen zählt das Buch “Cancel Culture Transfer. Wie eine moralische Panik die Welt erfasst“ (2022).

Delitz, Heike

Heike Delitz ist Professorin für Kollektiv- und Kulturwissenschaften an der Universität Regensburg. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Soziologische Theorie und Kultursoziologie sowie Vergleichende Soziologie. Zuletzt erschienen: Gesellschaftstheorien, Wiesbaden: VS 2020; Kollektive Identitäten, Bielefeld: transcript 2018; mit Robert Seyfert, als Hg.: Helmuth Plessner: Political Anthropology (englische Übersetzung von ‚Macht und menschliche Natur‘, übersetzt von Nils F. Schott), Evanston: Northwestern UP 2018.

Denschlag, Felix

Dr. Felix Denschlag studierte Philosophie, Soziologie und Evangelische Theologie in Oldenburg und Groningen. 2016 schloss er seine Promotion mit einer Arbeit ab, die die Theorie des ‚kollektiven Gedächtnisses‘ und ihre Identitätsvorstellung mit Walter Benjamins Erfahrungstheorie kritisiert und ergänzt („Vergangenheitsverhältnisse“, Bielefeld 2017). Zurzeit ist er mit der Erarbeitung einer kritischen Studie zur Dialektik von Theorie und Praxis des ‚kollektiven Gedächt­nisses‘ vor dem Hintergrund der deutschen Erinnerungspraxis seit den 1990er Jahren befasst. Er lebt und arbeitet in Hamburg.

Dhawan, Nikita

Nikita Dhawan is Professor of Political Science and Gender Studies at the University of Gießen, Germany. One of the enduring focal points of her work has been to explore the historical, economic, socio-political, and cultural entanglements between Europe and the postcolonial world. The aim is to understand fundamental ethical and epistemological questions of political and social inequality, intersectionality and diversity, (women’s) human rights, gender violence, religion and secularism, democracy, cosmopolitanism, transnational (gender) justice, migration, and globalization. Furthermore, her recent research also focuses on the relation between states, civil society, and subaltern groups with regard to questions of citizenship, political agency, and social vulnerability. Her publications include: Impossible Speech: On the Politics of Silence and Violence (2007); Decolonizing Enlightenment: Transnational Justice, Human Rights and Democracy in a Postcolonial World (ed., 2014); Global Justice and Desire: Queering Economy (co-ed., 2015); Negotiating Normativity: Postcolonial Appropriations, Contestations and Transformations (co-ed., 2016); Difference that makes no Difference: The Non-Performativity of Intersectionality and Diversity (ed., 2017) and Reimagining the State: Theoretical Challenges and Transformative Possibilities (co-ed., 2019). She received the Käthe Leichter Award in 2017 for outstanding achievements in the pursuit of women’s and gender studies and in support of the women’s movement and the achievement of gender equality.

Drascek, Daniel

Daniel Drascek studierte Volkskunde, Geschichte und Politikwissenschaft. Nach Habilitation und Professurvertretungen seit 2002 Lehrstuhlinhaber für Vergleichende Kulturwissenschaft an der Universität Regensburg und seit 2006 Leiter des Instituts für Volkskunde bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Zu den Forschungsschwerpunkten gehören Kulturvergleich, Aufklärungskritik, Brauchforschung, Zeit- und Erzählkulturen. Weitere Arbeitsschwerpunkte bilden die (Mit-)Herausgabe der „Enzyklopädie des Märchens“, des „Bayerischen Jahrbuchs für Volkskunde“ und des „Jahrbuchs für Europäische Ethnologie“. Seit 2013 ist er Vorsitzender des Expertengremiums Immaterielles Kulturerbe Bayern und seit 2015 ordentliches Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Düwel, Jörn

Jörn Düwel studierte Kunstgeschichte und Germanistik in Greifswald. Seit zwei Jahrzehnten lehrt er Geschichte und Theorie der Architektur in Hamburg, wo er auch lebt. Düwel hat zahlreiche Bücher zur Geschichte der jüngeren Architektur und des Städtebaus in Europa geschrieben.  

Ringvorlesung am 14.05.2024: Verkehr in Not. (GER)

E

Ebbrecht-Hartmann, Tobias

Ebbrecht-Hartmann is Assistant Professor in the Department of Communication and Journalism and the European Forum of the Hebrew University of Jerusalem. He teaches, researches, and publishes on cinematic and digital remembrance of the Holocaust, media history, and the use and appropriation of archival images. He is a member of the consortium of the Horizon 2020 project “Visual History of the Holocaust: Rethinking Curation in the Digital Age”.

Ringvorlesung vom 17.05.2022:

TOBIAS EBBRECHT-HARTMANN (JERUSALEM): HASHTAGS, STORIES, VIDEO-MEMES. DIE ERINNERUNG AN DEN HOLOCAUST AUF TIKTOK UND INSTAGRAM

Ebeling, Knut

Prof. Dr. Knut Ebeling ist Professor für Medientheorie und Ästhetik an der weißensee – kunsthochschule berlin. Studium in Berlin und Paris, Arbeitsfelder: moderne und zeitgenössische Philosophie, ästhetische Theorien, Medien des kulturellen Gedächtnis (Archiv, Sammlung, Museum), Theorie, Ästhetik und Epistemologie der materiellen Kultur, Archäologie der zeitgenössischen Kunst. Jüngste Publikationen: Wilde Archäologien 1. Theorien materieller Kultur von Kant bis Kittler, Berlin: Kadmos 2012; Wilde Archäologien 2. Begriffe der Materialität der Zeit von Archiv bis Zerstörung, Berlin: Kadmos 2016; There Is No Now. An Archaeology of Contemporaneity, Berlin: Sternberg Press 2017; Sorge. Autotheorie der Trauer, Hamburg: textem 2021; Permeationen – Durchdringungen zwischen ästhetischer Theorie und künstlerischer Forschung, Leipzig: Spector Books 2023.

Vortrag (11.07.2023 in Weimar): MURIEL. ERBE, IDENTITÄT, TRAUMA

Efrat, Zvi

Zvi Efrat studierte Architektur am Pratt Institute und Filmwissenschaften an der New York University. Er promovierte in Geschichte und Theorie der Architektur an der Princeton University. Neben seiner internationalen Publikations- und Lehrtätigkeit kuratierte Zvi Efrat zahlreiche Ausstellungen. Er leitete die Architekturfakultät der Bezalel Academy of Arts and Design, Jerusalem (2002-2010) und ist Partner des Architekturbüros Efrat-Kowalsky Architects (EKA).

Seine Forschungsgebiete sind

  • Architektur und Planung des beginnenden Zionismus 
  • Israelische Architektur in den ersten Jahren der Staatsgründung (1948 – 1967)
  • Nachkriegsarchitekturen und Europa und Amerika European and American architecture
  • Brutalismus und Post-Brutalismus
  • Tropische Moderne in Westafrika, Südost Asien und Zentral Amerika

Zu seinen wichtigen Publikationen zählen: „The Israeli Project: Building and Architecture 1948-1973“ (herausgegeben 2004 vom Tel Aviv Museum of Art) und „The Object of Zionism, The Architecture of Israel “(Spector Books Leipzig, 2018).

Aktuelle Projekte als Architektur im Büro Efrat-Kowalsky Architects (EKA): Campus für darstellende Künste (Jerusalem), Erneuerung und Erweiterung des Israel Museums (Jerusalem), Restaurierung und Aktualisierung des Stadtmuseums Tel Aviv, Ramat Gan Museum des Israelischen Kunst, Holocaust Museum der Stadt Thessaloniki

Von Oktober 2021 bis März 2022 war Zvi Efrat der 2. Mercator Fellow unseres Kollegs. Er hielt im Dezember 2021 in Berlin einen Workshop zu Archivpraktiken anhand seiner Arbeit an „The Object of Zionism“ (Architekturgeschichte Israels) und stellte seine Forschungen in der Ringvorlesung „Die Israelische Architektur-Avantgarde der 1960er Jahre und ihr Unbehagen“ vor.

 

 

Ehrenpreis, David

David Ehrenpreis is Professor of Art History at James Madison University and founding Director of the Institute for Visual Studies, a center that focuses on arts-integrative work and collaboration across the disciplines. He received his Ph.D. from Boston University and has published in the Zeitschrift for Kunstgeschichte, the Woman’s Art Journal, the Art Book, and German Studies Review. Ehrenpreis is the author of the book and exhibitionPicturing Harrisonburg: Visions of a Shenandoah Valley City since 1828 and numerous curated exhibitions including a survey of the work of the contemporary Chinese artist Xu Bing. His current book project is »Remembering the Nation: Art, the State, and Commemorative Practice.« He teaches courses on nineteenthcentury art, monuments, and art and nationalism and taught in FUBiS, the international summer program of Berlin’s Freie Universität, for several years.

Elżanowski, Jerzy

Jerzy (Jurek) Elżanowski is Assistant Professor in Indigenous and Canadian Studies (Heritage Conservation) at Carleton University, jointly appointed to the Institute for Comparative Studies in Literature, Art and Culture. His current research projects focus on a) the history and historiography of urban war damage, including archival bomb damage maps and destruction surveys; b) difficult monuments in Canada’s National Capital Region in the context of transnational commemorative practices; c) multi-vocal consultation methodologies for engaging communities in design for public installations. He holds a professional Master’s degree in Architecture from McGill University, and a joint PhD in Heritage Conservation, Architectural History, and Interdisciplinary Studies from the Bauhaus University Weimar and the University of British Columbia. He has taught and practiced in the fields of architecture and heritage conservation across Canada, Germany, and Poland.

Engelberg-Dockal, Eva von

Enss, Carmen

Carmen M. Enss (Dr.-Ing.) studierte Architektur und Denkmalpflege in Weimar, München und Bamberg. Sie wurde 2013 an der TU München mit einer baugeschichtlichen Arbeit promoviert („Münchens geplante Altstadt. Städtebau und Denkmalpflege ab 1944 für den Wiederaufbau“, München 2016). Damit wurde sie auf Kriegsschadenskarten als baugeschichtliche Quellen aufmerksam. Seit 2013 forscht sie an der Universität Bamberg und arbeitet seit 2017 am Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) der Universität Bamberg zu Geschichte und Theorie städtebaulicher Denkmalpflege. Ihr liegt Schwerpunkt derzeit in Italien im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts, dort insbesondere beim Denkmalwissenschaftler Gustavo Giovannoni.

Erll, Astrid

Astrid Erll ist Professorin für Anglophone Literaturen und Kulturen an der Goethe Universität Frankfurt. Sie leitet dort die Frankfurt Memory Studies Platform (https://www.memorystudies-frankfurt.com/) und ist Co-Sprecherin des Netzwerkes Transformations of Political Violence (https://www.trace-center.de/). Sie ist Mitherausgeberin der Reihen Media and Cultural Memory / Medien und kulturelle Erinnerung (De Gruyter) und Studies in Collective Memory (OUP). Zu ihren Publikationen zählen Kollektives Gedächtnis und Erinnerungskulturen (Metzler, 32017), „Homer—A Relational Mnemohistory“ (Memory Studies, 2018) und „Transnational Flashbulb Memories: An Interdisciplinary Research Program“ (Narrative Inquiry, 2023, mit W. Hirst). Ihr Projekt zur Erinnerungsgeschichte der Odyssee wurde durch ein Opus Magnum der Volkswagen Stiftung gefördert.

Ringvorlesung (VORTRAG FÄLLT AUS): Die Odyssee, Identität und Erbe (DE)

Ernst, Wolfgang

Wolfgang Ernst ist Ordentlicher Professor für Medientheorien an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er wurde 1990 im Fach Geschichtswissenschaft promoviert und habilitierte sich 2002 mit einer venia legendi für Kulturwissenschaft und Medienwissenschaft. Nach diversen externen Gastprofessuren begründete er an der Humboldt-Universität zu Berlin das Seminar für Medienwissenschaft.
Nach seiner Transformation vom Historiker zum Medienarchäologen widmet er sich in Forschung und Lehre vornehmlich mikrotemporalen und sonischen Medienprozessen sowie innertechnischer Eigenlogik und Eigenzeit. Aktuell erkundet er den Technológos medienkulturellen Wissens.

Ringvorlesung vom 24.05.2022:

TECHNOLOGIEN DER WISSENSTRADITION, UND DER TECHNOLÓGOS EUROPÄISCHER IDENTITÄT

Escherich, Mark

F

Fezer, Jesko

Jesko Fezer arbeitet als Gestalter. In je unterschiedlichen Kooperationen befasst er sich dabei mit der gesellschaftlichen Relevanz entwerferischer Praxis. Er arbeitet mit ifau an Architekturprojekten, ist Mitbegründer der Buchhandlung Pro qm in Berlin sowie Teil des Ausstellungsgestaltungsstudios Kooperative für Darstellungspolitik. Er gibt die Bauwelt Fundamente und die Studienhefte für problemorientiertes Design mit heraus. Er ist Professor für Experimentelles Design an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg und betreibt mit Studierenden seit 2011 die ‘Öffentliche Gestaltungsberatung St. Pauli’. Zuletzt erschienen ist: Jesko Fezer: Umstrittene Methoden. Architekturdiskurse der Verwissenschaftlichung, Politisierung und Mitbestimmung in den 1960er Jahren, Adocs, Hamburg 2022.

Folie, Sabine

Sabine Folie (*1962 in Bozen, Italien) ist Kunsthistorikerin und Kuratorin. Sie lebt in Wien. Seit November 2017 ist sie Direktorin des VALIE EXPORT Center. Forschungszentrum für Medien-und Performancekunst in Linz. Von 2008 bis 2014 war sie Direktorin der Generali Foundation, Wien und von 1998 bis 2008 Chefkuratorin der Kunsthalle Wien. Bislang rund 60 kuratierte monografische und thematische Ausstellungen und ebenso viele Publikationen, u.a. zu Marcel Broodthaers (2003), Eva Hesse (2004), Dorothy Iannone/Lee Lozano (2006), Ree Morton (2008), Ana Torfs (2010), Danica Dakić (2010), Morgan Fisher (2012), Ulrike Grossarth (2014) und Willem Oorebeek (2016). Zu den von ihr kuratierten thematischen Ausstellungen zählen u.a. Un Coup de Dés. Bild gewordene Schrift. ABC einer nachdenklichen Sprache (2008); Die Moderne als Ruine. Eine Archäologie der Gegenwart (2009); unExhibit (2011). Derzeit zu sehen: VALIE EXPORT. Das Archiv als Ort künstlerischer Forschung (LENTOS, Linz; n.b.k. Berlin, Juni 2018). In Planung ist u.a. eine Retrospektive zu Ernst Caramelle im mumok, Wien.

Francois, Etienne

Etienne François ist Gründungsdirektor des „Centre Marc Bloch“ (deutsch-französisches Forschungszentrum für Sozialwissenschaften). Von 1999–2006 war er Professor für Geschichte am Frankreich-Zentrum der TU Berlin. Bis 2008 war er Professor für Geschichte am Frankreich-Zentrum der FU Berlin.

Frank, Sybille

Sybille Frank ist seit 2016 Professorin für Stadt- und Raumsoziologie an der TU Darmstadt.

Frei, Norbert

Prof. Dr. Norbert Frei ist Lehrstuhlinhaber für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Leiter des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Gegenwärtig arbeitet er an einer Geschichte des Umgangs des Bundespräsidialamts und der Bundespräsidenten mit der NS-Vergangenheit, deren Untersuchungszeitraum sich auf die Amtszeiten von Theodor Heuss bis Richard von Weizsäcker erstreckt. Zu seinen zahlreichen Buchveröffentlichungen gehören Der Führerstaat. Nationalsozialistische Herrschaft 1933 bis 1945. München 1987, 2013; Vergangenheitspolitik. Die Anfänge der Bundesrepublik und die NS-Vergangenheit. München 1996, 2012; 1945 und wir. Das Dritte Reich im Bewußtsein der Deutschen. München 2005, 2009; 1968. Jugendrevolte und globaler Protest. München 2008, 2017; zuletzt erschien (zusammen mit F. Maubach / C. Morina / M. Tändler) Zur rechten Zeit. Wider die Rückkehr des Nationalismus. Berlin 2019.

Funck, Marcus

Marcus Funck studierte Geschichte, vergleichende Literarturwissenschaften, Soziologie und Kanada-Studien sowohl in Deutschland als auch in Kanada. Seinen Bachelor machte er in Kanada-Studien, seinen Master in Geschichte und 2003 erhielt er seine Promotion von der TU Berlin. Nach einer Assistentenstelle an der Universität Marburg ging Marcus Funck 2006 an die York University in Toronto, wo er am Canadian Centre for German and European Studies arbeitete. Seit 2011 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin.
Seine Forschungsschwerpunkte umfassen ein breites Themenumfeld, die das moderne Deutschland sowie die europäische und transatlantische Geschichte (19. und 20. Jhd.) betreffen. Genauer spezialisiert hat er sich dabei auf die Geschichte des deutschen Adels, Militärgeschichte und Stadtgeschichte.
Aktuell liegt sein Fokus auf der Populismus-Bewegung in der westlichen Welt und den deutschen Konzepten von „Volk“ und „Identität“. Diese stellt er der Geschichte und der politischen Philosophie von Multikulturalität gegenüber. Neben seiner akademischen Arbeit äußert er sich regelmäßig auf verschiedenen medialen Kanälen zu aktuellen politischen Angelegenheiten im öffentlichen Diskurs.

G

Gabriel, Marco A. M.

Marco Antonio Minozzo Gabriel ist ein brasilianischer Architekt, der aktuell am Politecnico di Milano (Italien) auf dem Gebiet der Denkmalpflege lehrt und promoviert. Seine Forschungen widmen sich der Herkunft, Tradierung und Vermarktung von Fachwerk-Architekturen pommerscher Einwanderer im Itajai Tal. Er studierte an der Universität Edinburg Baudenkmalpflege (M.Sc.) und erhielt die Auszeichnung UK Chevening Awards Scholar. In Brasilien war Minozzo Mitarbeiter des Immigration Region Technical Office Chief for the Brazilian National Historical and Artistic Heritage Institute (2017-2019) und Delegierter des UNESCO’S World Heritage Young Professionals Forum in Bahrain (2018) sowie des UNESCO Third International Youth Forum on Heritage and Creativity along the Silk Roads (China-2019). Er war Sprecher des  UNESCO International Youth Forum Special Dialogue on Youth’s Response to COVID-19 (2020).

Ringvorlesung vom 1.12.2021:
TRANSNATIONALE IDENTITÄTEN IN DER ARCHITEKTUR: ZU KULTURELLEN WERTZUSCHREIBUNGEN AN DIE FACHWERKBAUWEISE IN DER DEUTSCH-BRASILIANISCHEN BEVÖLKERUNGSGRUPPE DES ITAJAI-TALS IN BRASILIEN SEIT DEN 1970ER JAHREN

Gaehtgens, Thomas W.

Thomas W. Gaehtgens war von 1980 bis 2007 Professor für Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin. 1992 organisierte er den XXVI. Internationalen Kongreß für Kunstgeschichte in Berlin und nahm von 1992 bis 1996 die Präsidentschaft des Comité International d’Histoire de l’Art (CIHA) wahr. 1995 unterrichtete er als Gastprofessor, von 1998 bis 1999 als Professor des Europäischen Lehrstuhls am Collège de France, Paris. 1997 gründete er in Paris das Deutsche Forum für Kunstgeschichte/Centre allemand d’histoire de l’art, das er bis 2007 leitete. Von 2007 bis 2018 war er Direktor des Getty Research Institutes in Los Angeles, USA. For­schungs­schwerpunkte von Prof. Gaehtgens sind die französische Kunst und Architektur des 18. und 19. Jahrhunderts, amerikanische Kunst und die Geschichte des Museums.

Geering, Corinne

Corinne Geering ist seit Mai 2018 Postdoktorandin am Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur im östlichen Europa (GWZO) in Leipzig. Sie schloss ihre Promotion in Osteuropäischer Geschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen ab, wo sie von 2013 bis 2016 Stipendiatin des International Graduate Centre for the Study of Culture (GCSC) war. 2017 erhielt sie ein Career Development Stipendium für ihr Postdoc-Projekt zu Migration und Identitätspolitik im ländlichen Ostmitteleuropa in der Moderne. Ihre Dissertation Building a Common Past: World Heritage in Russia under Transformation, 1965–2000 beschäftigt sich mit der internationalen Zusammenarbeit in der Denkmalpflege und der Kulturerbepolitik während des Kalten Krieges und der Transformationszeit der 1990er-Jahre. Sie fokussierte insbesondere darauf, wie bestimmte Orte in der RSFSR resp. der Russischen Föderation seit den 1960er-Jahren diskursiv und strukturell zu Welterbe gemacht wurden. Die Monographie wird 2019 erscheinen. Corinne Geering erhielt den BA von der Universität Zürich in Philosophie, Theaterwissenschaft und Slavistik und schloss den Master in World Arts und Slavistik am Center for Cultural Studies der Universität Bern ab. Sie absolvierte Studien- und Forschungsaufenthalte in Tschechien, Russland und Frankreich. Ihre Forschungsinteressen umfassen Kultur- und Identitätspolitik im 19. und 20. Jahrhundert, sozialer Wandel und Mobilität, ländliche materielle Kultur und internationale kulturelle Zusammenarbeit.

Geimer, Peter

Peter Geimer (Prof. Dr.) studierte Kunstgeschichte, Neuere deutsche Literatur und Philosophie in Bonn, Köln, Marburg und Paris. Er promovierte zu Strategien der Nachträglichkeit in der Kunst des 18. Jahrhundert und forschte am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin, der Universität Konstanz, der ETH Zürich, der Universität Basel (Forschungsschwerpunkt „Bildkritik“) und an der Universität Bielefeld (Professur für Historische Bildwissenschaft und Kunstgeschichte). Seit 2010 ist er Professor für Neuere und Neueste Kunstgeschichte an der Freien Universität Berlin, wo er das DFG Graduiertenkolleg „BildEvidenz. Geschichte und Ästhetik“ leitete. Am 1. Oktober 2022 übernimmt Peter Geimer die Leitung des Deutschen Forums für Kunstgeschichte in Paris.

Ringvorlesung vom 29.11.2022:

PETER GEIMER (PARIS): DIE FARBEN DER VERGANGENHEIT. WIE GESCHICHTE ZU BILDERN WIRD

Gelfert, Axel

Prof. Dr. Axel Gelfert. Studium der Physik an der Humboldt-Universität zu Berlin und der University of Oxford sowie der Wissenschaftsphilosophie an der University of Cambridge. Promotion am Department of History and Philosophy of Science, University of Cambridge (2006). Fellowships an der National University of Singapore, dem Collegium Budapest und der University of Edinburgh. Professor für Theoretische Philosophie an der Technischen Universität Berlin.

Ringvorlesung vom 10.01.2023:

AXEL GELFERT (BERLIN): ZWISCHEN ERINNERUNG UND UMDEUTUNG: DENKMÄLER ALS ERKENNTNISINSTRUMENTE

Gosseye, Janina

Janina Gosseye is a Senior Assistant at ETH Zürich. Her research is situated at the nexus of 20th century architectural/urban theory and social and political history. Gosseye’s work has been published in several leading academic journals, including the Journal of ArchitectureJournal of Urban History, and Planning Perspectives. She has edited and authored several books, including Shopping Towns Europe (with Tom Avermaete, 2017) and, most recently, Speaking of Building (with Naomi Stead and Deborah van der Plaat, 2019). 

Greiner, Rasmus

Rasmus Greiner ist Researcher für Filmwissenschaft an der Universität Bremen. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die Arbeitsbereiche Film und Geschichte, Audio History des Films, Filmgenres sowie Krieg und audiovisuelle Medien. Er promovierte 2012 an der Philipps-Universität Marburg zum Thema „Die neuen Kriege im Film“ und wurde 2020 an der Universität Bremen im Lehr- und Forschungsgebiet Filmwissenschaft habilitiert. Aktuell leitet er das DFG-Projekt „Filmkomödie nach dem Dritten Reich“ und erforscht darin deutsche Spielfilme aus den Jahren 1944/45, die erst nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs fertiggestellt bzw. uraufgeführt wurden. Darüber hinaus ist er General Editor und Redaktionskoordinator der Zeitschriften Research in Film and History (www.film-history.org) und Nach dem Film (www.nachdemfilm.de).
Jüngste Buchpublikationen: Cinematic Histospheres. On the Theory and Practice of Historical Films. London: Palgrave Macmillan 2021; Histospheres. Zur Theorie und Praxis des Geschichtsfilms. Berlin: Bertz+Fischer 2020; Audio History des Films. Berlin: Bertz+Fischer 2018 (zusammen mit Winfried Pauleit und Mattias Frey).

Ringvorlesung vom 08.02.2022:

CINEMATIC HISTOSPHERES. FILMISCHE ERLEBNISRÄUME IN DER AUDIOVISUELLEN ERINNERUNGSKULTUR

Gribling, Nina

Nina Gribling hat vor Kurzem einen Master in European Urban Studies an der Bauhaus-Universität Weimar abgeschlossen. Sie besitzt einen interdisziplinären Hintergrund in Heritage Studies und Anthropologie (Universität von Utrecht). Aufgewachsen im Amsterdamer Rotlichtviertel, entwickelte sie ein Interesse an feministischen Stadtkonzepten und der Beziehung zwischen Sexualität und Raum. Im Rahmen ihrer Masterarbeit führte Nina Feldforschungen in ihrem Heimatviertel durch. 

In ihrem aktuellen Studium der Anthropologie an der School of Oriental and African Studies (SOAS), University of London wird sie ihre Beschäftigung mit Ethnografien des städtischen Erbes in verschiedenen lokalen Kontexten fortführen.

Grimberg, Eiko

Eiko Grimberg (geboren 1971 in Karlsruhe) ist Künstler. Aktuell fotografiert er den Berliner Bezirk Neukölln, in dem er lebt und arbeitet. Zuletzt war sein Projekt „Rückschaufehler“ beim Europäischen Monat der Fotografie sehen. 

Ringvorlesung am 25.04.2023: Rückschaufehler

Győrffy, Rachel

Rachel Győrffy studierte an der TU München Architektur und an der Arts University Bournemouth im Vereinigten Königreich. Im Anschluss an ihre zehnjährige Berufserfahrung in Deutschland und Ungarn begann sie ihre Promotion 2019 an der Moholy-Nagy Universität für Kunst und Design in Budapest. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Architekturtheorie und in der Untersuchung städtebaulicher Prozesse im Kontext der aktuellen Paradigmen des Rekonstruktivismus und der Smart City. Sie untersucht die möglichen Ursachen der negativen Perzeption der Nachkriegsmoderne und die Auswirkungen der (zum Teil nicht stattfindenden) adaptiven Wiedernutzungen auf den städtischen Raum. Sie bezieht in ihre Forschung Aspekte aus der Soziologie (Martina Löw) wie Aspekte des ästhetischen Kapitalismus (Gernot Böhme) und der Tourismusindustrie ein. Im Rahmen eines Ideenwettbewerbs für ein vom Abriss bedrohtes Nachkriegsgebäude in Budapest hat sie Vorschläge für die Umnutzung und die Reintegration ins Stadtgefüge konzipiert und hierzu einen Artikel in der österreichischen studentischen Architekturzeitschrift LAMA publiziert (Frühjahr 2021). Seit Oktober 2021 ist sie Assistentin am Institut für Architekturtheorie, Kunst- und Kulturwissenschaften an der Technischen Universität Graz.

H

Hagemann, Alfred

Dr. Alfred Hagemann ist seit 2018 Leiter des Bereichs Geschichte des Ortes der Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss. Sein Team verantwortet vier Dauerausstellungen und entwickelt Veranstaltungen, Programme, Sonderausstellungen und Publikationen zur Geschichte des Ortes, an dem heute das Humboldt Forum steht.
Nach der Promotion an der Technischen Universität Berlin im Rahmen des Graduiertenkolleg Kunstwissenschaft – Bauforschung – Denkmalpflege war Hagemann von 2005 bis 2018 Mitarbeiter der Stiftung Preußischer Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg. Hier kuratierte er eine Reihe kulturhistorischer Ausstellungen, z. B. die Ausstellung Frauensache im Schloss Charlottenburg (2015), die erstmals die Rolle weiblicher Protagonistinnen am brandenburg-preußischen Hof umfassend beleuchtete oder Friederisiko anlässlich des 300. Geburtstages von Friedrich II. von Preußen im Neuen Palais in Potsdam (2012). Die Dauerausstellung in Schloss Schönhausen (2009) setzte sich intensiv mit dem Schloss als Ort sowohl der höfischen Kultur als auch als Erinnerungsort der DDR-Geschichte auseinander.
Fragen nach den (bau-)künstlerischen Formen der Repräsentation und der räumlichen Strukturierung von Macht in unterschiedlichen Zeiten und Systemen standen dabei im Mittelpunkt des Interesses, die unter ganz besonderen Voraussetzungen auch im Humboldt Forum von zentraler Bedeutung sind.

Ringvorlesung vom 14.12.2021:

NEUBAU MIT GESCHICHTE. ZUM UMGANG MIT DER GESCHICHTE DES ORTES AM HUMBOLDT FORUM

Hahn, Hans Peter

Hans Peter Hahn, Professor für Ethnologie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main, vertritt die thematischen Schwerpunkte materielle Kultur, Museen, Konsum, Migration und Mobilität, sowie Globalisierung. Sein regionaler Schwerpunkt ist Westafrika (Burkina Faso, Ghana, Togo). Aktuelle Forschungen beziehen sich auf das Konzept des »Value-in-Things« sowie auf die Logiken des Sammelns. Seit Oktober 2022 ist er als Gastwissenschaftler an der University of Ghana in Accra (Legon) und arbeitet mit seinem ghanaischen Partner zum Thema »Was ist Restitution?«. Er veröffentlichte mehrere einschlägige Sammelbände und zahlreiche Aufsätze zum Thema »Dinge«. Er untersucht dabei aus verschiedenen Blickwinkeln die Frage, wie das Materielle kulturelles Handeln bedingt oder ermöglicht.

Hanada, Heike

Heike Hanada studierte Architektur an der HdK Berlin und an der TODAI, Universität Tokyo. Sie gründete ihr Atelier 1994 in Tokyo (Hanada+) und 2007 in Weimar (heike hanada_laboratory of art and architecture). Heute arbeitet sie als Künstlerin und Architektin in Berlin. Ihre Arbeit wurde 2007 mit dem 1. Preis für den offenen Wettbewerb der Erweiterung der Asplund Bibliothek in Stockholm international bekannt. 2019 eröffnete sie das neue Bauhaus Museum in Weimar. Seit 2009 war Heike Hanada Professorin für Gestaltung an der FH Potsdam. 2018 erhielt sie den Ruf an die TU Dortmund für den Lehrstuhl Gebäudetypologien.

Heindl, Gabu

Gabu Heindl studierte Architektur an der Princeton University und promovierte in Architekturtheorie an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Nach dem Studium war sie für die Architekturbüros Diller+Scofidio (New York) und De Architekten Cie. (Amsterdam) tätig. Seit der Gründung ihres eigenen Büros GABU Heindl Architektur in Wien (2007) fokussiert sie sich auf den öffentli­chen Raum, öffentliche Bauten, bezahlbares Wohnen sowie auf Kollaborationen in den Bereichen Ge­schichtspolitik und kritisch­-künstlerische Praxis. 
Sie lehrte an der Technischen Universität Delft, der Technischen Universität Wien, der Akademie der Bildenden Künste Wien und der Architectural Association School of Architecture in London. Seit 2018 ist Gabu Heindl Visiting Professor an der Sheffield University. Zahlreiche Buchpublikationen, zuletzt als Mitherausgeberin von Building Critique. Architecture and its Discontents, Leipzig 2019, und Autorin von Stadtkonflikte, Radikale Demokratie in Architektur und Stadtplanung, Wien 2020.

Hennecke, Stefanie

Stefanie Hennecke ist Professorin für Freiraumplanung an der Universität Kassel. Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte des Stadtgrüns mit dem Schwerpunkt auf Gestaltung und Nutzung öffentlicher Parkanlagen und die Aneignung von Freiräumen. Aktuelle Forschungsprojekte beschäftigen sich mit dem Vorkommen von wild lebenden Tieren in der Stadt (DFG), mit der Bedeutung von Utopien und Dystopien städtischer Entwicklung im Rahmen von Beteiligungsprozessen (Xtopien, Robert-Bosch-Stiftung) und mit der Gestaltung von des Wohnumfeldes für Jugendliche. Sie studierte Landschaftsarchitektur und -planung in München und Berlin und promovierte an der Unviersität der Künste Berlin zur Stadtentwicklungspolitik Berlins in der Nachwendezeit. Jüngste Buchpublikation: Freiraum in der Krise?! Eine Bestandsaufnahme in Zeiten der Covid-19-Pandemie (hg. gemeinsam mit Daniel Münderlein) – www.freiraum-krise.de. Weitere Informationen:www.uni-kassel.de/go/freiraumplanung.

Ringvorlesung vom 31.05.2022:

DER VOLKSPARK ALS ERBE DER MODERNE? ZUR GESCHICHTE KOMMUNALER PARKANLAGEN IM 19. UND 20. JAHRHUNDERT IM KONTEXT VON DISKUSSIONEN UM VOLKSERZIEHUNG UND VOLKSGESUNDHEIT.

Henni, Samia

Samia Henni ist Architekturhistorikerin, Ausstellungsmacherin und Dozentin. Ihre Forschungen sind in den Monografien „Architecture of Counterrevolution: The French Army in Northern Algeria” (2017) und „Colonial Toxicity: Rehearsing French Radioactive Architecture and Landscape in the Sahara“ (2023), sowie in den Sammelbänden „War Zones“ (2018) und „Deserts Are Not Empty“ (2022) dargelegt. Weiterhin waren sie Thema in mehreren Ausstellungen: „Archives: Secret-Défense?“ (ifa Galerie/SAVVY Contemporary, Berlin, 2021), „Housing Pharmacology“ (Manifesta 13, Marseille, 2020) und „Discreet Violence: Architecture and the French War in Algeria“ (Zürich, Rotterdam, Berlin, Johannesburg, Paris, Prag, Ithaca, Philadelphia, und Charlottesville, 2017-22). Derzeit ist Henni als Gastprofessorin am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich tätig. Sie hat an der Cornell University, der Genfer Hochschule für Kunst und Design, der Princeton University und der Universität Zürich unterrichtet.

Ringvorlesung am 24.10.2023: Toxisches Erbe (EN)

Hermann, Moritz

Moritz Hermann studied History, German studies and Philosophy at the Johannes Gutenberg-University Mainz and is currently a PhD student at the Historical Seminar of the same university. For his PhD he researches the history and memory of the Quilombo of Palmares, a slave-resistance in colonial Brazil that turned into an important political symbol in the 20th century. In general, his scientific interest lies at the intersection of social and cultural history, investigating questions of class, gender and race in the contexts of literature, the social imaginary and memory. Because he passed a large part of his childhood in Brazil, Moritz Herrmann also holds a special affinity for the history of this Latin American country

Herold, Stephanie

Dr. Stephanie Herold studierte Kunstgeschichte, Denkmalpflege und Europäische Ethnologie in Bamberg, Bergen (Norwegen) und Berlin. 2008-2016 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin, Fachgebiet Denkmalpflege. 2016 promovierte sie mit einer Arbeit zur Rolle des Schönen in der Denkmalpflege (transcript, 2018). Seit 2016 arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien an der Uni Bamberg. Neben Forschungen zu Architektur- und Planungskollektiven in der DDR beschäftigt sie sich aktuell mit der Untersuchung emotionaler Aspekte bei Inwersetzungs- und Aushandlungsprozessen kulturellen Erbes.

Ringvorlesung vom 25.01.2022:

WAS BLEIBT VOM KOMMEN? BEHEIMATUNG UND TRANSFORMATION

Hess, Regine

Regine Hess ist Senior Researcher an der Professur Konstruktionserbe und Denkmalpflege der ETH Zürich. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Architekturgeschichte und -theorie vom 18. bis 21. Jahrhundert, Ausstellungen und Vermittlung sowie Heritage Studies. An der Professur Konstruktionserbe und Denkmalpflege verantwortet sie zusammen mit Silke Langenberg und weiteren Angehörigen des Teams das Projekt «A Future for whose Past? The Heritage of Minorities, Fringe Groups and People without a Lobby» zum 50. Jubiläum des Europäischen Denkmalschutzjahres 1975. Sie habilitiert sich an der Technischen Universität München mit einem Forschungsprojekt zur Geschichte der Bauausstellung.

Heumann, Ina

Ina Heumann ist Wissenschaftshistorikerin und leitet gemeinsam mit Tahani Nadim das Center for the Humanities of Nature am Museum für Naturkunde Berlin. Sie hat zahlreiche Drittmittelprojekte konzipiert und eingeworben, die sich mit der politischen Epistemologie der Naturkunde beschäftigen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Naturkunde und Kolonialismus, Sammlungsökonomien und die Geschichte naturkundlicher Aneignungspraktiken. Sie publiziert international zu Themen wie “The Issue of Duplicates”, in: The British Journal for the History of Science, 55/3, 2022 (mit A. MacKinney und R. Buschmann); “Promises of Mass Digitisation and the Colonial Realities of Natural History Collections, in: The Journal of Natural Science Collections 11, 2023 (mit K. Kaiser, T. Nadim u.a.); Deconstructing Dinosaurs: The History of the German Tendaguru Expedition and its Finds, 1906-2022 (Brill, forthcoming, erweiterte und veränderte Übersetzung der Kiswahili Ausgabe 2018), ed. mit M. Vennen, H. Stoecker, Animals as Objects, https://animalsasobjects.org/de/ <https://animalsasobjects.org/de/>, ed. mit T. Nadim.

Ringvorlesung am 23.01.2024: „Unser Dinosaurier“: Natur als politische Ressource (DE)

Holmberg, Ingrid Martins

Ingrid Martins Holmberg gained her PhD in 2006 with the dissertation On the urban Surface:On the historicization of Haga [På stadens yta]. The study (prized) put a foucauldian perspective on the discursive play that successively, and in a process ranging over 150 years, transformed ordinary urban built environments into heritage objects. In subsequent research this perspective on urban transformations has been developed also in the direction of ANT and mobility studies. Her research areas span over several themes: Uses of the past in urban transformations, Participatory planning in heritage management, History of landscapes and built environments, Roma‘ historical places and the official heritage institutions. She has been teaching extensively within the field and has been acting director of studies. Today she is the main supervisor of three PhD students in Conservation of built heritage. In 2016 she spent a sabbatical leave at the chair of Sybille Frank, Prof. Dr. phil., Junior Professor for Urban and Regional Sociology at the Department of Sociology, Technische Universität zu Berlin. Since 2013 she is commissioned research coordinator of the research theme Curating the city, at the Centre for Critical Heritage Studies, University of Gothenburg http://criticalheritagestudies.gu.se/clusters+and+heritage+academy/Curating+the+City . The research cluster is for example running seminar series, setting up an international researcher’s network and a Curatorial Residency, and runs a publication series. Her current research concerns the epistemological conditions for an expanded history of built environments; the negotiations of urban temporalities; in everyday ethics of maintenance and repair.

Holmberg, Ingrid Martins

Ingrid Martins Holmberg gained her PhD in 2006 with the dissertation On the urban Surface:On the historicization of Haga [På stadens yta]. The study (prized) put a foucauldian perspective on the discursive play that successively, and in a process ranging over 150 years, transformed ordinary urban built environments into heritage objects. In subsequent research this perspective on urban transformations has been developed also in the direction of ANT and mobility studies. Her research areas span over several themes: Uses of the past in urban transformations, Participatory planning in heritage management, History of landscapes and built environments, Roma’ historical places and the official heritage institutions. She has been teaching extensively within the field and has been acting director of studies. Today she is the main supervisor of three PhD students in Conservation of built heritage. In 2016 she spent a sabbatical leave at the chair of Sybille Frank, Prof. Dr. phil., Junior Professor for Urban and Regional Sociology at the Department of Sociology, Technische Universität zu Berlin. Since 2013 she is commissioned research coordinator of the research theme Curating the city, at the Centre for Critical Heritage Studies, University of Gothenburg http://criticalheritagestudies.gu.se/clusters+and+heritage+academy/Curating+the+City . The research cluster is for example running seminar series, setting up an international researcher’s network and a Curatorial Residency, and runs a publication series. Her current research concerns the epistemological conditions for an expanded history of built environments; the negotiations of urban temporalities; in everyday ethics of maintenance and repair.

Lecture on 30.01.2018: From ‘Old and Ugly’ to ‘Old and Nice’. On Transformations in Place Identity and Urban Heritage in Sweden

I

Imorde, Joseph

Joseph Imorde studierte Kunstgeschichte, Philosophie und Musikwissenschaft in Bochum, Rom und Berlin. Parallel zum Studium arbeitete er mehrere Jahre als Redakteur für die Architekturzeitschrift „Daidalos“. 1996 gründete er den Buchverlag „Edition Imorde“. Nach der Promotion zur römischen Festarchitektur des Barock wechselte er als Assistent an das Institut für Geschichte und Theorie der Architektur an die ETH Zürich. 2001 ging er als Stipendiat der Forschungsgruppe „Kultbild“ an die Universität Münster. Gefördert wurde er vom Land Berlin, der Volkswagen- und der Thyssenstiftung. Von 2008 bis 2010 war Joseph Imorde Feodor Lynen Stipendiat der Alexander von Humboldt Stiftung mit einem Projekt an der University of Michigan, 2012 und 2017 Scholar am Getty Research Institute in Los Angeles. Nach der Habilitation an der TU Dresden wurde er im August 2008 auf den Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Universität Siegen berufen. Arbeitsfelder sind Barocke Kunst, Kunsthistoriographie, Architekturgeschichte bzw. Architekturtheorie, Populärkultur, etc.

Buchveröffentlichungen: Präsenz und Repräsentanz. Oder: Die Kunst, den Leib Christi auszustellen (1997), Barocke Inszenierung (1999), Plätze des Lebens (2002), Affektübertragung (2004), Die Grand Tour in Moderne und Nachmoderne (2008), Michelangelo Deutsch! (2009), Dreckige Laken (2012), Medialität und Menschenbild (2012); Teilhabe am Schönen (2013), Carlo Dolci. A Refreshment (2018), Billige Bilder (2016, 2019), Volkstümliche Moderne. Malerei und populäre Kultur der Gründerzeit (2019), Sigmar Polke und die 70er Jahre. Netzwerke, Experimente, Identitäten (2020) etc.

Ingold, Timothy

Timothy Ingold, geboren 1948, zählt zu den renommiertesten Stimmen der zeitgenössischen Anthropologie. Er ist emeritierter Professor für Anthropologie an der University of Aberdeen, an der er von 1999 bis 2018 lehrte. Nach seinem Studium der Sozialanthropologie promovierte Ingold 1976 an der Universität Cambridge. Von 1974 bis 1990 war Ingold als Dozent an der Universität Manchester tätig, wo er 1990 zum Professor und 1995 zum Professor für Sozialanthropologie ernannt wurde. Er hält die Ehrendoktorwürde der Universität von Lappland in Rovaniemi, sowie die Ehrendoktorwürde in Philosophie von der Leuphania Universität in Lüneburg. Zur Exemplifizierung seiner theoretischen Arbeit zu Technologien und Lebensumständen in der Polarregion, zu Evolutionstheorie, Sprache, Werkzeuggebrauch und Umweltwahrnehmung unternahm er zahlreiche Feldforschungen nach Lappland. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten beleuchtet er die Schnittstellen von Anthropologie, Archäologie, Kunst und Architektur. Seine jüngsten Arbeit widmet sich der Verbindung von Umweltwahrnehmung und Lebenspraxis. Ingold stellt dabei den Modellen der genetischen und kulturellen Übertragung, die auf der Allianz von neodarwinistischer Biologie und Kognitionswissenschaft beruhen, einen relationalen Ansatz entgegen und konzentriert sich dabei auf das Wachstum von verkörperten Wahrnehmungs- und Handlungsfähigkeiten innerhalb sozialer und umweltbezogener Entwicklungskontexte.

Islam, Nasima

Nasima Islam ist Assistenzprofessorin in der Abteilung für Anglistik am Acharya Girish Chandra Bose College der Universität Kalkutta. 2018 erhielt sie ihren Masterabschluss am Centre for Studies in Social Sciences, Calcutta (CSSSC) für eine Untersuchung der Lebensbedingungen bengalischer Muslimas in den ländlichen Gebieten des Bundesstaats Westbengalen. Derzeit arbeitet sie als PhD-Stipendiatin am CSSSC über das Thema der literarisch-kulturellen Zensur. Zu ihren weiteren Forschungsgebieten gehören Zensur, Subalternität, Dalit-Literatur, Literatur von Minderheiten, neue soziale Bewegungen, kritische Literaturtheorien sowie Gender- und Sexualitätsstudien. 

J

Jõekalda, Kristina

Kristina Jõekalda ist Dozentin und Senior Researcher an der Estnischen Kunstakademie, Tallinn. Sie hat da Kunstwissenschaft und auch an der Universität Helsinki allgemeine Geschichte studiert. 2018 war sie Gastwissenschaftlerin an der Humboldt-Universität zu Berlin (gefördert von Böckler-Mare-Balticum-Stiftung); 2022 Postdoctoral Associate an der Yale Universität. Sie wurde mit einer Arbeit über „German Monuments in the Baltic Heimat? A Historiography of Heritage in the ,Long Nineteenth Century‘“ (Tallinn 2020) promoviert. Zu Ihren Lehr- und Forschungsschwerpunkte zählen Kunst- und Architekturgeschichte, -historiographie und Denkmalpflege im Baltikum, im Kontext des Nationalismus und Kolonialismus. Sie ist Mitherausgeberin des Sammelbandes „A Socialist Realist History? Writing Art History in the Post-War Decades“ (Wien/Köln/Weimar 2019) und der Sonderhefte „European Peripheries of Architectural Historiography“ (The Journal of Architecture 2020) und „Debating German Heritage: Art History and Nationalism during the Long Nineteenth Century“ (Kunstiteaduslikke Uurimusi / Studies on Art and Architecture 2014).

Ringvorlesung vom 06.12.2022:

KRISTINA JÕEKALDA (TALLINN): HISTORIOGRAPHY OF HERITAGE: DISCIPLINARY BOUNDARIES IN BALTIC GERMAN AND ESTONIAN CONTEXT

K

Karkabi, Waleed

Architect Waleed Karkabi is the Head of Building Conservation Department in the Haifa Municipality – Israel with 35 years of professional experience. Finished his first and second degree (Magister) in architecture in the Faculty of Architecture of the Building Institute of Leningrad (Sant Petersburg) Russia.Amplification of public notices connected to conservation sites and buildings such as lectures, tours, for the professional and the wide public.

Kasianov, Georgiy

Georgiy Kasianov ist Professor an der Maria-Curie-Skłodowska-Universität in Lublin, wo er das Laboratory of International Memory Studies leitet. Zuvor lehrte er an Forschungsinstituten und Universitäten in Kiew und war in mehreren Ländern als Gastwissenschaftler tätig. Er forscht zur Geschichte der Ukraine, zur Geschichtstheorie und zu Theorien des Nationalismus. Zu seinen Schwerpunkten zählen erinnerungspolitische Raumkonzepte sowie die Instrumentalisierung von Geschichte. Zuletzt erschien seine Monografie „Memory Crash: Politics of History in and around Ukraine, 1980s-2010s”.

Ringvorlesung am 14.01.2025: Disturbing Past. Perceptions of the Holocaust in Ukraine: Remembrance, Politics and Society (the Case of Babyn Yar)

Kellner, Marc

Marc Kellner ist derzeit wissenschaftlicher Mitarbeiter des Deutschen Historischen Museums (DHM) und Beauftragter für das Provenienzforschungsprojekt zur Sammlung Alexander Dolezaleks (Juni 2017 bis Juni 2019). Zuvor war er wissenschaftlicher Volontär in der Abteilung Sammlungen des DHM (2015– 2017) und verantwortete als CoKurator in der Dauerausstellung des DHM die Sonderpräsentation »Fokus Königgrätz«. Sein Studium hat er 2015 als Master of Arts im Fach »Military Studies – Militärgeschichte/-soziologie« an der Universität Potsdam abgeschlossen.

Khvadagiani, Irakli

Irakli Khvadagiani studierte von 2005 bis 2009Journalismus an der Fakultät für Sozial- und Politikwissenschaften der Staatlichen Universität Tiflis. In den Jahren 2010 bis 2013 schloss er ein Studium im Masterprogramm der Staatlichen Universität Ilia mit der Fachrichtung Kaukasus im europäischen und globalen Kontext an, wo er seit 2014 promoviert. Seit 2010 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungslabor für sowjetische Vergangenheit und übernahm 2017 dessen Leitung.

Kibel, Jochen

Jochen Kibel, born in 1988, is a research assistant at the Department of Sociology of Planning and Architecture at the TU Berlin and a member of the DFG Collaborative Research Centre 1265 “Re-Figuration of Spaces.” Jochen received his doctorate in the DFG Research Training Group 2227 “Identity and Heritage” with a thesis on identity discourses and museum architectures.

Kil, Wolfgang

Wolfgang Kil (Jg. 1948) hat Architektur in Weimar studiert, danach als Architekt in Ostberlin gearbeitet, war 1978-82 Chefredakteur einer Bauzeitschrift und danach bis zur Wende freiberuflicher Kritiker und Publizist. Nach erneuter Redakteurstätigkeit bei der Bauwelt (Berlin) schreibt er seit 1995 als freier Autor über Architektur und Stadt, Lebensweise und Geschichte, in den letzten Jahren zunehmend mit Fokus auf Ostdeutschland und Osteuropa. Kil erhielt 1997 den Kritikerpreis des Bundes Deutscher Architekten BDA und ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. Er lebt in Berlin. Eine Liste seiner Publikationen findet sich unter www.wolfgang-kil.de

Kirn, Gal

Dr Gal Kirn (1980) is a research associate and assistant professor of sociology of culture at theUniversity of Ljubljana, where he leads a project Protests, artistic practices and culture of memory in the post-Yugoslav context (2021-2025) and also works on a project of digital archive of resistance of Ljubljana. He is alsoaffiliated with Södertörn University (Sweden) with a research project Distrusting Monuments. He published two monographs: Partisan Ruptures (Pluto Press, 2019) and Partisan Counter-Archive. Retracing the Ruptures of Art and Memory in the Yugoslav People’s Liberation Struggle (De Gruyter, 2020). Kirn also recently co-edited (with Natasha Ginwala and Niloufar Tajeri) a volume Nights of the Dispossessed. Riots Unbound (Columbia Press, 2021), and with Marian Burchardt Beyond Neoliberalism (Palgrave, 2017).

Lecture 19.11.2024: Contested Heritage of Yugoslav Liberation Struggle in Reverse: From Postsocialist Primitive Accumulation to Partisan Self-Reflexivity of Counter-Archive

Klei, Alexandra

Alexandra Klei ist Architekturhistorikerin und am Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg assoziiert. Derzeit arbeitet sie an einer Monografie zum „Jüdischen Bauen“ nach 1945 in der BRD und der DDR. Weitere Forschungsschwerpunkte sind Post-Holocaust-landscapes, die Beziehungen zwischen Architektur und Erinnerung/Gedächtnis sowie die (Re-)Konstruktion der Weißen Stadt Tel Aviv. Sie gehört der Fachredaktion Theorie und Geschichte des Antisemitismus/der Shoah bei Medaon – Magazin für jüdisches Leben in Forschung und Bildung und dem Forscherinnenkollektiv Space and Holocaust Research an. Außerdem ist sie Kuratorin und Redakteurin für werkraum bild und sinn e.V., einem unabhängigen Ausstellungsprojekt für Fotografie und Videokunst in Berlin.

Ringvorlesung vom 17.01.2023:

ALEXANDRA KLEI (BERLIN): WER (NEU) BAUT, SOLL BLEIBEN: SYNAGOGEN IN NACHKRIEGSDEUTSCHLAND ALS RAUM UND ALS SYMBOL

Klingeberg-Behr, Ibrahim

Ibrahim Klingeberg-Behr promoviert an der Universität Kassel zu Denkmalen für Todesopfer von rechter Gewalt. Die Promotion am Fachbereich Architektur wird durch ein Stipendium der Hans Böckler Stiftung gefördert. Er hat in Kassel und Hannover Architektur und Stadtplanung studiert und befasst sich mit dem Zusammenwirken von Geschichte und Gesellschaft im gebauten Raum.

Ringvorlesung am 29.10.2024: Denkmale für Opfer von rechter Gewalt – Erkämpfte Anerkennung

Kokalevski, Damjan

Damjan Kokalevski is postdoctoral associate at the Architekturmuseum der TUM in Munich, leading the Digital Archive. His doctoral dissertation “Performing the Archive: Skopje. From the Ruins of the City of the Future,” completed at the Swiss Federal Institute of Technology in Zurich in 2018, investigates the neglect of the architectural knowledge gained during the rebuilding of Skopje following the 1963 earthquake, focusing on the United Nations’ involvement in the process. He contributed to the exhibition “Metabolism: The City of the Future” at the Mori Art Museum, Tokyo (2012), curated the exhibition “Performative Archive: Skopje, Discussing Urban Reconstruction” with gta Exhibitions Zurich (2014), and co-curated “Living With Water: Southern Fringe of Ljubljana” at the Museum of Architecture and Design, MAO Ljubljana (2018), and “Unfolding Cities. The Photobook as Archive” at AFF Gallery Berlin (2021). He is the author of the book “Skopje Walkie Talkie” together with Susanne Hefti, published by Spector Books in 2019, the editorial assistant of “The Industrious City. Urban Industry in the Digital Age”, together with Hosoya Schaefer Architects Zurich, published by Lars Müller Publishers in 2021, and the co-editor of the “Future Architecture Book” published by MAO Ljubljana 2021. Working as an architect, curator, writer, and activist led him to co-found City Creative Network, a citizen initiative and an urban research center in Skopje. In 2015 together with a group of students, they realized the project “Nautilus Construct: Building an Open Stage for Skopje” as a reaction to the recent nationalistic remaking of the city center. As a frequent collaborator on architectural projects, he most recently co-designed “Komitet”, an LGBTQI+ community center in Skopje, as a donation, and the urban concept for “Prespa Forum for Political Dialogue” located at the shores of Prespa Lake near the North Macedonia-Greece border. 

His recent thematic interest lies in a critical recontextualizing of architectural and technological histories by examining their digital futures and devising intersectional frameworks for ‘making things visible’.

Ringvorlesung vom 28.06.2022:

DAMJAN KOKALEVSKI (MUNICH/SKOPJE): READING THE ARCHIVE: SKOPJE. ABANDONED HISTORIES AS CRITICAL ENTRIES TO THE PRESENT 

Kretschmann, Schirin

Schirin Kretschmann (*1980 in Karlsruhe, lebt und arbeitet in Berlin) arbeitet im Spannungsfeld von installativer Malerei und ihren Grenzbereichen zu prozessualen Werkformen, die das malerische Handeln mit wissenschaftlichen Erkenntnis- und Rechercheprozessen in Beziehung setzt und es selbst als ästhetische Forschung auffasst. Ihre jüngsten Ausstellungen hatte sie in der Kunsthalle Baden-Baden, im Kunstmuseum Stuttgart, im Bregenzer Kunstverein, im CAPC Coimbra und im Kunstverein Salzburg. 2017 waren Arbeiten von ihr im Rahmen von »PRODUKTION. Made in Germany drei« zu sehen. In interdisziplinären Forschungsprojekten wie »Präparat Bergsturz« in Bern oder »six memos for the next …« in Bregenz hat sie mit Beteiligten aus anderen Wissens- und Kunstbereichen an transdisziplinären Bild- und Erkenntnismethoden gearbeitet. Ihre künstlerisch-wissenschaftlichen PhD-Arbeit an der Bauhaus-Universität Weimar erforscht die Theorie und Vermittlung von Malereibegriffen (Mentoren: Prof. Dr. Michael Lüthy, Prof. Barbara Nemitz).

Krüpe, Philipp

Philipp Krüpe ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Grundlagen moderner Architektur (IGmA) der Universität Stuttgart. Er publiziert und arbeitet zu architektur- und medientheoretischen Themen, unter anderem für ARCH+Baumeister, das Goethe Institut und verschiedene Kulturinstitutionen in Deutschland. Zusammen mit Stephan Trüby verantwortet er das Forschungsprojekt „Rechte Räume“. Aktuell forscht er zur politischen Medien- und Affektgeschichte der modernen Architekturtheorie.

Kuch, Kirsten Angermann, Franka Fetzer, Ulrike

Kirsten Angermann ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Denkmalpflege und Baugeschichte an der Bauhaus-Universität Weimar und arbeitet freiberuflich als Denkmalpflegerin in Berlin. Zuvor war sie u.a. als angestellte Architektin in der Denkmalpflege, als wissenschaftliche Volontärin am Landesdenkmalamt Berlin sowie als Lehrbeauftragte an der Hochschule Anhalt tätig. 2022 verteidigte sie ihre Dissertation zur postmodernen Architektur in der DDR. 

Franka Fetzer studiert im Anschluss an ein Architekturstudium Urbanistik im Master an der Bauhaus-Universität Weimar. Im Rahmen des Forschungsprojektes ist sie als Forschungs-Fellow tätig. Darüber hinaus engagiert sich Franka in zivilgesellschaftlich-politischen Bündnissen.

Ulrike Kuch forscht und lehrt als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur Theorie und Geschichte der modernen Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit dem Verhältnis von Architektur und Bild, mit peripheren Architekturen und Architektur aus globalgeschichtlicher Perspektive.

Kuczyńska-Zonik, Aleksandra

Aleksandra Kuczyńska-Zonik holds Ph.Ds from the Faculty of Political Science at the Maria Curie-Skłodowska University (2015) in Lublin, Poland and from the Faculty of Sociology and History at the University of Rzeszów (2013), Poland. She is a Political Scientist and Archaeologist. She is Assistant Professor at the Institute of East-Central Europe (IESW). She is a laureate of the »Mobility Plus« Program, over the period 2016-2017 she conducted research at Vilnius University, Lithuania. Her recent research focuses on politics and security in East-Central Europe and the post-Soviet space, the Baltic states, Russian diaspora, and Soviet heritage.

Kutkina, Anna

Anna Kutkina received her BA Honours degree in Political Science and Gender Studies from Simon Fraser University (Canada), MA (Merit) degree in Nationalism Studies from Central European University (Hungary), and PhD degree in Political Science from Helsinki University (Finland). In 2010-2011, Kutkina worked as an Economic Development Officer of the Canadian Urban Institute/Canadian International Development Agency in Ukraine. She lectured at the University of Helsinki and Aleksanteri Institute, and is an advisor of the Internally Displaced Universities of Ukraine research platform.

L

Lagae, Johan

Johan Lagae ist Professor für das Lehrgebiet der Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts mit außereuropäischem Schwerpunkt an der Universität Gent. 2007 war er Gastwissenschaftler am Institut National d’Histoire de l’Art in Paris und erhielt ein Fellowship des Paris Institut des Etudes Avancées. Seine Dissertation widmete er der Architekturgeschichte der ehemals belgischen Kolonie Kongo sowie der Architektur- und Städtebaugeschichte Zentralafrikas. Er ist Mitherausgeber von zwei Büchern über die Standlandschaften Kinshasas und kuratierte mehrere Ausstellung zu Kongo wie: „Le mémoire du Congo. Le temps colonial“ (2005), „Congo belge en images“ (2010), and more recently „A chacun sa maison. Housing in the Belgian Congo 1945-1960 (2018)“. Von 2010 bis 2014 war er Mitglied in der Leitung des EU-Forschungsprojekts „European Architecture beyond Europe“ (COST-action IS0904). Er ist Mitherausgeber des ABE-Journal zur außereuropäischen Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts.

Ringvorlesung vom 7.12.2021:
“SORRY CONGO !?” ZUR POSITIONIERUNG DER ARCHITEKTURGESCHICHTE IM UMGANG MIT DER KOLONIALEN VERGANGENHEIT KONGOS

Lähdesmäki, Tuuli

Dr. Tuuli Lähdesmäki hat in Kunstgeschichte und Soziologie promoviert. Sie arbeitet als außerordentliche Professorin der Kunstgeschichte an der Universität Jyväskylä, Finnland. Schwerpunkt ihrer Forschung sind Kultur- und Kulturerbepolitik der EU, Meaning-Making als Prozess in Kunst und Kultur, kulturelles Gedächtnis, Identitäten und Identitätspolitik sowie Narrative in Bezug auf Europa. Lähdesmäki hat diese Themen in den Forschungsprojekten EUROHERIT, HERIDI, ELABCHROM und REBOOT untersucht, die von der Europäischen Kommission und der Akademie von Finnland gefördert wurden. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen gehört der von ihr mit herausgegebene Band Heritage Diplomacy. Discourses, Imaginaries and Practices of Heritage and Power (Routledge, 2024) und die gemeinsam verfassten Bücher Europe from Below. Notions of Europe and the European among Participants of EU Cultural Initiatives (Brill, 2021) sowie Creating and Governing Cultural Heritage in the European Union: The European Heritage Label (Routledge, 2020). ORCID: 0000-0002-5166-489X

Ringvorlesung am 04.06.2024: Die Kulturerbe-Politik der EU – Europäisches Kulturerbe im Entstehen. (ENG)

Landau-Donnelly, Friederike

Dr. Friederike Landau-Donnelly (*1989) is an Assistant Professor of Friederike Landau-Donnelly ist Assistenzprofessorin für Kulturgeografie an der Radboud Universität in Nijmegen, Niederlande, wo sie derzeit Kurse in Stadt- und Kulturgeographie, Raumtheorie, Forschungsmethoden und Geographien der Fürsorge unterrichtet. Sie ist eine interdisziplinäre Wissenschaftlerin, deren Forschungsinteressen sich auf die Politik des öffentlichen Raums und umstrittene Erzählungen über die „kreative“ Stadt konzentrieren. In ihrer empirisch fundierten Forschung verwebt sie politische Theorien zu Konflikt, Macht und städtischem Raum mit Literatur zu künstlerischem Aktivismus, sozialen Bewegungen und zivilgesellschaftlicher Selbstorganisation. Kürzlich hat sie gemeinsam mit Lucas Pohl und Nikolai Roskamm den Band „[Un]Grounding – Post-Foundational Geographies“ herausgegeben, der eine konfliktorientierte Vorstellungen vom Raum und Räumlichkeit thematisiert.

Lange-Berndt, Petra

Petra Lange-Berndt ist Professorin für Kunstgeschichte an der Universität Hamburg. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen die Vorgeschichte der Counterculture, kollaborative Kunstpraktiken und die Forschung zu Naturkundemuseen, Zoos und botanischen Gärten. Als Kuratorin ist sie unter anderem für die Hamburger Kunsthalle, die Akademie der Künste Berlin, den Hamburg Bahnhof und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden tätig gewesen.

Ringvorlesung am 9.05.2023: Das infizierte Museum. Konstellationen von Insekt und Mensch in der zeitgenössischen Kunst

Laube, Reinhard

Reinhard Laube ist Historiker und wissenschaftlicher Bibliothekar. Seine wissenschaftshistorische Dissertation entstand am Göttinger Max-Planck-Institut für Geschichte. Nach Stationen in Budapest, Bielefeld, München, Marbach a. N., Hannover und Augsburg ist er seit 2016 Direktor der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Er veröffentlicht Beiträge zur Wissenschafts- und Ideengeschichte sowie Provenienz- und Sammlungserschließung.

Lee, Jae-Young E.

Jae-Young E. Lee ist Architektin und seit 2022 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner. Ihre Dissertation „Refiguration von Räumen“ an der Technischen Universität Berlin befasst sich mit der Konstruktion von ländlichen „Peripherien“ und den Folgen digitaler Ökonomien auf die materielle Konstruktion und Praxis von lokalen Raumidentitäten. Zuvor arbeitete sie in Berlin als Architektin zu zirkulären low-tech Bauweisen, seit 2016 arbeitet sie zudem auch als Teil von GyawGyaw zu Gemeinschaftsarchitekturen im Grenzraum zwischen Thailand und Myanmar.

Lehrer, Erica

Erica Lehrer is a sociocultural anthropologist and curator. She is a Professor in the departments of History and Sociology-Anthropology at Concordia University, Montreal, where she also is Founding Director of the Curating and Public Scholarship Lab (CaPSL) http://capsl.cerev.ca/ She is the author of Jewish Poland Revisited: Heritage Tourism in Unquiet Places (2013); and co-editor of Curatorial Dreams: Critics Imagine Exhibitions (2016); Jewish Space in Contemporary Poland (2015); and Curating Difficult Knowledge: Violent Pasts in Public Places (2011), as well as numerous articles, available at https://concordia.academia.edu/EricaLehrer. In 2013 she curated the exhibit Souvenir, Talisman, Toy at the Kraków Ethnographic Museum (MEK) in Poland, and in 2014 published the accompanying book Lucky Jews and the online exhibit www.luckyjews.com. She is currently at work on a collaborative project Awkward Objects of Genocide, which resulted in the exhibition Terribly Close: Polish Vernacular Artists Face the Holocaust at MEK in 2018-19. She is also the Principal Investigator on the project “Thinking Through the Museum: A Partnership Approach to Curating Difficult Knowledge in Public” (2021-2028), funded by the Social Sciences and Humanities Research Council of Canada.

Leistner, Alexander

Alexander Leistner ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig. Dort verantwortet er die beiden Teilprojekte des BMBF-Forschungsverbundes „Das umstrittene Erbe von 1989“. Zuvor arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Jugendinstitut sowie im Sächsischen Landtag. Für seine Dissertation „Zur Entstehung und Stabilisierung sozialer Bewegungen. Eine historische Soziologie der unabhängigen Friedensbewegung in der DDR“ erhielt er 2016 den „Max Weber Preis für Nachwuchsforschung“.
Zuletzt erschienen: „Das umstrittene Erbe von 1989. Zur Gegenwart eines Gesellschaftszusammenbruchs“, Böhlau Verlag 2021 (zusammen mit Monika Wohlrab-Sahr) und das Themenheft „Die Friedensbewegung und der Krieg in Europa – eine Standortbestimmung“, Forschungsjournal Soziale Bewegungen, 2022.

Ringvorlesung am 2.05.2023: „Letztes Jahr Titanic“. Der Untergang von Erwartungshorizonten und die Auswirkungen auf die ostdeutsche Transformationsgesellschaft

Leko, Kristina

Kristina Leko ist eine in Berlin lebende Bildende Künstlerin und Pädagogin mit interdisziplinärem Tätigkeitsgebiet. Seit 2013 unterrichtet sie Kontext bezogene Kunstpraktiken mit dem Schwerpunkt auf partizipatorischer und gemeinschaftlicher Kunst sowie Kunst im öffentlichen Raum am Institut für Kunst im Kontext der UDK Berlin. Sie arbeitet mit den Medien Installation, Video, Dokumentarfilm, Fotografie, Text, Objekt und Zeichnung, wobei soziale Interaktion und Empowerment im Mittelpunkt ihrer meist partizipatorischen künstlerischen Praxis stehen, die oft im öffentlichen Raum stattfindet.

Lenz, Patricia

Patricia Lenz ist Doktorandin im Fach Kunstgeschichte an der Universität Zürich. Mit ihrer Expertise in sozialwissenschaftlicher Japanologie und globaler Kunstgeschichte untersucht sie die Erinnerungen an den Asien-Pazifik-Krieg in der zeitgenössischen japanischen Kunst seit den 1990er Jahren und konzentriert sich dabei auf Künstler:innen seit der zweiten Nachkriegsgeneration. Gegenstand ihrer Forschung sind Werke wie Ōura Nobuyukis „Holding Perspective“, Aida Makotos Serie „War Picture Returns“ sowie Arbeiten von Dokuyama Bontarō und Fujii Hikaru, in denen Japans Geschichte als Kolonialmacht in Taiwan thematisiert wird. Lenz ist JSPS-Stipendiatin und wird ihre Forschungen ab Ende 2021 an der Universität Tokio fortsetzen.

Löffler, Beate

Beate Löffler is postdoctoral fellow at the IN-EAST School of Advanced Studies, University of Duisburg-Essen. She received an engineering degree in Architecture and majored in Medieval History and the History of Art afterwards. Inspired by onsite experiences in Tokyo, she did a doctoral study on Christian church architecture in Japan. Today, her research integrates epistemological and methodological approaches from engineering, humanities and cultural studies towards a holistic understanding of architecture as a cross-temporal and cross-regional cultural practice and knowledge system. Among her publications are: Exotische Fremde, erträumte Heimat? Japan als Spiegelbild europäischer Heimatkonstruktionen. 1860-1910, in: Krug-Richter, Barbara u.a. (eds): Heimat zwischen Kitsch und Utopie: Kulturwissenschaftliche Annäherungen an ein brisantes Forschungsfeld, 2018 (in print); Petrified worldviews. Eurocentric legacy in architectural knowledge bases on Japan, in: InterDisciplines 8, No 2 (2017), pp. 69-95.; Fremd und Eigen. Christlicher Sakralbau in Japan seit 1853, Berlin: Frank und Timme 2011.

Lorenz, Ulrike

  • seit August 2019 Präsidentin der Klassik Stiftung Weimar
  • 2009–2019 Direktorin der Kunsthalle Mannheim
  • 2018 Eröffnung des Neubaus der Kunsthalle Mannheim mit dynamischem Museumskonzept und Digitalstrategie; Verleihung der Goldenen Ehrennadel des Frauenbrücke-Preises für die innere Einheit Deutschlands
  • 2016 Kuratorin der ersten Otto-Dix-Retrospektive in Lateinamerika: „Otto Dix: Violencia y Pasión“, Nationalgalerie Mexiko City
  • seit 2014 Mitglied der Akademie der Künste Berlin – Sektion „Bildende Kunst“; Mitglied im Leipziger Kreis der deutschen Kunstmuseen (bis 2019)
  • 2010–2018 Vorstandsmitglied des Deutschen Museumsbundes e.V.
  • 2004–2008 Direktorin des Kunstforums Ostdeutsche Galerie, Regensburg; 2008 Friedrich-Baur-Preis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, München
  • 1990–2004 Direktorin der Kunstsammlung Gera mit Otto Dix Haus, 2002 Übernahme der Leitung des Stadtmuseums Gera
  • 1999 Promotion an der Bauhaus-Universität Weimar
  • 1983–1988 Studium der Kunstwissenschaft und Archäologie an der Universität Leipzig

Lotter, Stefanie

Stefanie Lotter is a social anthropologist and museum curator. Based both at the anthropology department and the South Asia Institute, she teaches museum, heritage and material culture studies at the School of Oriental and African Studies in London. She is currently researching heritage activism in the reconstruction process in Nepal after the devastating earthquakes of 2015 at several heritage sites. This research as well as her work on commemorative heritage tattoos and disaster memorialisation is part of the international, AHRC/GCRF funded project »After the Earthquake’s Violent Sway: The tangible and intangible legacies of an earthquake«. Further information about SWAY can be found here: www.soas.ac.uk/violentsway

Lüthy, Michael

M

Macdonald, Sharon

Sharon Macdonald ist Alexander-von-Humboldt-Professorin für Sozialanthropologie an der Humboldt-Universität Berlin, wo sie das transdisziplinäre Hermann-von-Helmholtz-Zentrum für Kulturtechniken sowie das neue Centre for Advanced Study “inherit. heritage in transformation” leitet. Sie wurde an der Universität Oxford ausgebildet, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin des Pitt Rivers Museum, Universität Oxford und hat Ehrenprofessuren an den Universitäten von Aberdeen und York inne. Sie veröffentlichte zahlreiche Beiträge zu Fragen der Identität, Kultur, Museen und des Kulturerbes. Zu den von ihr verfassten und herausgegebenen Publikationen gehören: Heritage Futures. Comparative Approaches to Natural and Cultural Heritage Practices, Memorylands. Heritage and Identity in Europe Today, Difficult Heritage. Negotiating the Nazi Past in Nuremberg and Beyond, Doing Diversity in Museums and Heritage. A Berlin Ethnography, Islam and Heritage in Europe Today und The Companion to Museum Studies.

Ringvorlesung am 23.04.2024: Identität, Erbe und das Humboldt-Forum (ENG)

Machart, Oliver

Oliver Marchart, geb. 1968, Mag. phil. (1994, Universität Wien, Philosophie), Dr.phil. (1999, Universität Wien, Philosophie), PhD (2003, University of Essex, Government). 2001-2006 wissenschaftlicher Assistent am Institut für Medienwissenschaften der Universität Basel. 2006-2012 SNF-Förderungsprofessor am Soziologischen Seminar der Universität Luzern. 2012-2016 Professor für Soziologie an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit März 2016 Professor für Politische Theorie an der Universität Wien. 1995 Research Fellow am Centre for Theoretical Studies in the Humanities and Social Sciences der University of Essex. 1997/98 Junior Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK), Wien. 2005 Fellow am Columbia University Institute for Scholars at Reid Hall und dem Maison des Sciences de l’Homme (École des Hautes Études en Sciences Sociales) Paris. 2013 Senior Fellow am Internationalen Forschungszentrum Kulturwissenschaften (IFK) Wien. Seine Forschungsschwerpunkte sind: Politische Theorie, Gesellschaftstheorie, Demokratietheorie, politische Ideengeschichte, Soziale Bewegungsforschung, Prekarisierungsforschung, politische Diskursanalyse.

Mager, Tino

Tino Mager studierte Medientechnik in Leipzig sowie Kunstgeschichte und Kommunikationswissen­schaft in Berlin, Barcelona und Tokio; 2004 Diplom-Ingenieur, 2009 Magister Artium. 2015 Promotion am Institut für Kunstwissenschaft und Historische Urbanistik der TU Berlin mit der Dissertation Schillernde Unschärfe – der Begriff der Authentizität im architektoni­schen Erbe (De Gruyter, 2016). Die Dissertation wurde von einem Elsa-Neumann-Stipendium gefördert und mit dem interdisziplinären Tiburtius-Preis (1. Preis) für herausragende Dissertationen ausgezeichnet, Forschungsaufenthalte in Japan und an der University of California, Los Angeles sowie Lehraufträge an der TU Berlin und der ITU Istanbul. 2010-2015 Mitarbeit am deutsch-französischen Kooperationsprojekt ArtTransForm. Anschließend wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Geschichte und Theorie der Architektur an der TU Dortmund und Postdoc-Fellow der Leibniz-Gemeinschaft. Seit 2017 Postdoc am Chair of History of Architecture and Urban Planning an der TU Delft. Im Rahmen des ArchiMediaL-Projekts arbeitet er an der Entwicklung von Methoden zum Einsatz von künstlicher Intelligenz in der architekturhistorischen Forschung.

Majdzadeh, Bahar

Bahar Majdzadeh was born in 1982. She received in 2008 her B.A in photography at AZAD University of Tehran and her Master in Art and Digital Media in 2010 from Université Paris, Panthéon-Sorbonne where she is currently a PhD student in Plastic Art. She was a visiting research scholar in CUNY Graduate Center in New York in the Art History department in 2012-2013 academic year. Her research subject is the representation of the collective memory related to 1980’s political repression in Iran. She is also a sculptor and a photographer.

Majewska, Ewa

Ewa Majewska ist feministische Kulturtheoretikerin, außerordentliche Professorin an der SWPS-Universität in Warschau und arbeitet am Queer Studies/Archivtheorie-Projekt „Public against their will. The production of subjects in the archives of “Hiacynt Action“, das die staatlichen Maßnahmen gegen schwule Männer im Polen der 1980er Jahre untersucht. Majewska lehrte an der UDK Berlin und der Universität Warschau. Sie war Gastwissenschaftlerin an der UC Berkeley, am ICI Berlin und am IWM in Wien. Sie veröffentlichte sieben Bücher, darunter „Feminist Antifascism“ (Verso, 2021) sowie zahlreiche Artikel und Essays in Zeitschriften, Magazinen und Sammelbänden. Im Jahr 2023 erhielt sie den Emma-Goldman-Preis für ihre Forschung zu Gleichstellung.

Ringvorlesung am 09.04.2024: Den Kanon herausfordern durch ‚weak resistance‘. Wie kann minoritäres Erbe zurückerobert werden? (ENG)

Malchow , Erica de Abreu

Erica de Abreu Malchow hat ihren Doktortitel in Museologie an der Universität Lusófona, Portugal, verteidigt (2023). Sie arbeitete als Junior-Kuratorin mit einem internationalen Stipendium am Historischen Museum Frankfurt (2016-2017) und als Beraterin für Kulturerbe in Zusammenarbeit mit Institutionen wie zum Beispiel der UNESCO. Sie hat einen Masterabschluss in Kultur- und Sozialgeschichte der Universität von Versailles Saint-Quentin-en-Yvelines, Frankreich (2014), einen Masterabschluss in Filmproduktion der Kunstfakultät von Parana, Brasilien (2012) sowie einen Bachelor of Business Administration der Staatlichen Universität von Santa Catarina, Brasilien (2010). Ihre Forschung liegt im Bereich der Geistes- und Sozialwissenschaften mit Schwerpunkt auf Soziomuseologie und Kulturgeschichte.

Mau, Steffen

Steffen Mau ist Professor für Makrosoziologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er studierte Soziologie und Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und an der University of Bristol (UK). 2001 wurde er am Europäischen Hochschulinstitut Florenz zum Dr. rer. pol. promoviert. 2003 übernahm er zunächst eine Juniorprofessur und dann 2005 eine Professur für Politische Soziologie und vergleichende Analyse von Gegenwartsgesellschaften an der Universität Bremen. Seit 2015 ist er Professor an der Humboldt-Universität. Gastprofessuren und Fellowships führten ihn u. a. an das Centre d’études européennes, Sciences Po (Paris), an die London School of Economics und an die Harvard University. Er ist Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie für Wissenschaften.

Jüngere Publikationen:  Inequality, Marketization and the Majority Class. Why did the European Middle Classes accept Neoliberalism? (2015, Basingstoke: Palgrave Macmillan), Das metrische Wir. Über die Quantifizierung des Sozialen (2017, Suhrkamp); Lütten Klein. Leben in der ostdeutschen Transformationsgesellschaft (2019, Suhrkamp).

McWilliams, Anna

Dr. Anna McWilliams is a researcher in the archaeology department at Södertörn University, Sweden. McWilliams specialises in contemporary and twentieth-century archaeology with a particular focus on the archaeology of conflict. Her current research project, funded by the Foundation for Baltic and East European Studies, focuses on material remains of World War II in and around the Baltic Sea.

Mendonça, Lisandra Franco de

Lisandra Franco de Mendonça is an architect and heritage conservation researcher and currently a Postdoctoral Researcher at the Research Training Group 2227 as an Alexander von Humboldt Scholarship Holder. She was educated at Porto University and at the Sapienza University of Rome. She received her PhD from Coimbra University (cotutelle with Sapienza University of Rome) in 2016, with a dissertation on the conservation of modern architecture and urban ambience in Maputo (Mozambique). Her research field is the history of 20th century built production under dictatorial and colonial regimes in Europe and Africa. Within this field, she develops an interrogative view oriented towards the conservation of modern ensembles, focusing especially on patrimonial transferences, translocal spatial production and relations between European and African parallel modernities. She did her professional internship at Eduardo Souto de Moura Arquitetos in Porto and as of 2003 has collaborated in several architectural firms in Italy and in Portugal on architectural projects, construction supervision and project management, competitions and exhibitions.

Mendonça, Lisandra Franco de

Lisandra Franco de Mendonça is an architect and heritage conservation researcher and currently a Postdoctoral Researcher at the Research Training Group 2227 as an Alexander von Humboldt Scholarship Holder. She was educated at Porto University and at the Sapienza University of Rome. She received her PhD from Coimbra University (cotutelle with Sapienza University of Rome) in 2016, with a dissertation on the conservation of modern architecture and urban ambience in Maputo (Mozambique). Her research field is the history of 20th century built production under dictatorial and colonial regimes in Europe and Africa. Within this field, she develops an interrogative view oriented towards the conservation of modern ensembles, focusing especially on patrimonial transferences, translocal spatial production and relations between European and African parallel modernities. She did her professional internship at Eduardo Souto de Moura Arquitetos in Porto and as of 2003 has collaborated in several architectural firms in Italy and in Portugal on architectural projects, construction supervision and project management, competitions and exhibitions.

Lecture on 21.05.2019: »Post-colonial urbanity and after: colonial heritage, amnesia and urban aspirations in Maputo’s Cidade de cimento«

Meynersen, Felicia

Dr. Felicia Meynersen ist seit 2016 wissenschaftliche Koordinatorin von ‚Eine Zukunft für die Zeit nach der Krise‘ (erstes gemeinsames Projekt des Archaeological Heritage Network) am Deutschen Archäologischen Institut Berlin. Ihren PhD erhielt sie in Klassischer Archäologie. Seit 2003 ist in der Kulturerbe-Forschung tätig, Koordinatorin des syrisch-europäischen Programms der Europäischen Union ‚Training for Preservation of Cultural Heritage‘ (2003-2005) am DAI Damaskus in Kooperation mit dem Institut Français du Proche-Orient (Aufbau einer Datenbank am Nationalmuseum Damaskus / Bauforschung in Südsyrien), wissenschaftliche Mitarbeiterin in transdisziplinären Projekten zur Urbanistik der MENA-Region im SFB 295 ‚Kulturelle und sprachliche Kontakte‘ der Universität Mainz, Hochschulassistentin am Lehrstuhl für Archäologie der Universität Saarbrücken (2006-2012), Mitarbeit im Syrian Heritage Archive Project (SHAP, 2013-2015), Lehrtätigkeit über Kulturerbe-Forschung (Universitäten Mainz, Saarbrücken, Berlin), Feldforschungen in Yemen, Jordanien, Türkei, Syrien und Frankreich sowie Grabungsassistenzen in Jordanien und Syrien. Ihre Akzente in Forschung und Lehre sind Kontakt- und Wandelphänomene, Emotionsforschung, Cultural Heritage Studies.

Michelsen, Henning

Henning Michelsen ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur Entwerfen und Wohnungsbau, Prof. Verena von Beckerath an der BauhausUniversität Weimar. Er studierte an der Bauhaus-Universität Weimar und arbeitete während des Studiums bei Herzog & de Meuron im Projektbüro in Hamburg. Er war Mitarbeiter bei Schulz & Schulz Architekten in Leipzig. Henning Michelsen promoviert bei Prof. Dr. phil. Ines Weizman, Juniorprofessur Architekturtheorie, BauhausUniversität Weimar zur Rezeption internationaler Architekturströmungen an den Hochschulen der DDR.

Milevska, Suzana

Suzana Milevska (Nordmazedonien) ist Kuratorin, Kunsttheoretikerin und Kulturwissenschaftlerin. Derzeit arbeitet sie als Forschungsstipendiatin im Künstlerhaus Büchsenhausen in Innsbruck. Ihre theoretischen Arbeiten beschäftigen sich mit postkolonialer und feministischer Institutionskritik an Repräsentationsregimen hegemonialer Macht in Kunst und visueller Kultur sowie mit der Dekonstruktion und Dekolonisierung umstrittenen Kulturerbes in Kunstinstitutionen, Sammlungen und öffentlichen Räumen. Ihre kuratorischen Projekte konzentrieren sich auf kollaborative und partizipatorische Kunstpraktiken, feministische Projekte von Künstler:innen und gemeinschaftsbasierte Projekte in Solidarität mit marginalisierten und entrechteten Gemeinschaften. 2019 kuratierte Milevska die Ausstellung „Contentious Objects/Ashamed Subjects“ am Politecnico di Milano. Von 2013 bis 2015 hatte sie eine Stiftungsprofessur für mittel- und südosteuropäische Kunstgeschichte an der Akademie der bildenden Künste in Wien inne. Milevska erhielt ein Fulbright Senior Research Scholarship (Library of Congress, Washington D.C.). Sie promovierte im Fachbereich Visual Cultures am Goldsmiths College London. Im Jahr 2012 wurde sie mit dem „ALICE Award for Political Curating“ und dem „Igor Zabel Award for Culture and Theory“ ausgezeichnet. 2010 initiierte Milevska das Projekt „Call the Witness“, das sich auf zeitgenössische Roma-Künstler konzentrierte und aus einem partizipativen Online-Roma-Medienarchiv, der Ausstellung „Call the Witness“ (BAK Utrecht) und dem Pavillon des Roma auf der 54. Biennale in Venedig bestand. Im Jahr 2011 kuratierte sie außerdem das Projekt „Roma Protokoll“ im Rahmen der Wiener Festwochen im Österreichischen Parlamentsgebäude in Wien.

Ringvorlesung vom 26.04.2022:

SUZANA MILEVSKA (INSBRUCK): SHAMEFUL OBJECTS, APOLOGISING SUBJECTS

Mossallam, Alia

Alia Mossallam ist Kulturhistorikerin, Pädagogin und Autorin. Sie interessiert sich für Lieder, die Geschichten erzählen und für Geschichten, die von den Auseinandersetzungen des einfachen Volkes erzählen, die hinter den bekannteren Ereignissen der Weltgeschichte verborgen bleiben. Für ihre Dissertation erforschte sie die Geschichte des nasseristischen Ägyptens anhand von Erfahrungen und Berichten aus dem Widerstand der Bevölkerungen in Port Said (1956) und Suez (1967-1974) sowie den Baus des Assuan-Hochdamms aus den Perspektiven seiner Erbauer und der nubischen Gemeinschaften, die dadurch vertrieben wurden. Als EUME-Stipendiatin 2017-21 der Alexander von Humboldt-Stiftung arbeitete sie an ihrem Buch über die damit verbundenen visuellen und musikalischen Archivierungspraktiken. Ihr aktuelles Projekt als Associate Fellow bei EUME (2021-24), “Tracing Emancipation Under Rubbles of War”, erforscht die physischen und politischen Reisen ägyptischer und nordafrikanischer Arbeiter:innen an den verschiedenen Fronten des Ersten Weltkriegs anhand von Liedern und Memoiren. Einige ihrer forschungsbasierten Artikel, Essays und Kurzgeschichten sind in The Journal of Water History, The History Workshop Journal, der LSE Middle East Paper Series, Ma’azif, Bidayat, Mada Masr, Jadaliyya und 60 Pages zu finden. Als experimentelle Form der Geschichtsarbeit gründete das ortsspezifische Public History-Projekt “Ihky ya Tarikh“. Sie lehrte an der American University in Kairo, der Freien Universität und der Humboldt-Universität in Berlin sowie am Cairo Institute for Liberal Arts.

Ringvorlesung am 07.05.2024: Wege des Erzählens. Die Geschichtsschreibung des Assuan-Staudamms (1960-1970) als eine Erzählung ineinander verwobener Geschichten. (ENG)

N

Nadim, Tahani

Tahani Nadim ist Juniorprofessorin für Sozial- und Kulturanthropologie am Institut für Europäische Ethnologie und am Museum für Naturkunde Berlin, wo sie gemeinsam mit Ina Heumann das Center for the Humanities of Nature leitet. Ihre Forschung befasst sich mit der gesellschaftspolitischen Kontextualisierung naturkundlicher Datenproduktion und ihrer Infrastrukturen sowie den Politiken des Arten- und Naturschutzes. Sie leitet aktuell das Forschungsprojekt „Museums and society: mapping the social“ (2020-2024), ihre neuesten Publikationen umfassen „Logistical natures“, Special Issue, Historical Studies in the Natural Sciences, 54/2, 2024 (mit M. Vennen, I. Heumann und F. Bertoni); „Seeds, German East Africa, 1892“, in The Planning Moment: Colonial and Postcolonial Histories, 2024, Fordham University Press (eds. S. Blacker et al.); “Museen und Rassismus” (mit R. Sarreiter), in Rassismusforschung, 2024, Nomos Verlag (eds. M. Bojadžijev et al.); “Promises of Mass Digitisation and the Colonial Realities of Natural History Collections, in: The Journal of Natural Science Collections 11, 2023 (mit K. Kaiser, T. Nadim u.a.).

Ringvorlesung am 23.01.2024: „Unser Dinosaurier“: Natur als politische Ressource (DE)

Neumann-Thein, Philipp

Dr. phil. Philipp Neumann-Thein ist seit 2018 Stellvertretender Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Studium der Neueren und Neuesten Geschichte, Wirtschafts- und Sozialgeschichte und Politikwissenschaft in Jena und Siena (M.A.), 2003-2005 Wissenschaftliches Volontariat an der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora; seit 2005 Promotionsprojekt zur Geschichte des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos (IKBD); 2009-2017 Persönlicher Referent des Stiftungsdirektors und Leiter der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora

Publikationen (Auswahl)

(Herausgeber gemeinsam mit Daniel Schuch und Markus Wegewitz) Organisiertes Gedächtnis. Kollektive Aktivitäten von Überlebenden der nationalsozialistischen Verbrechen, Göttingen 2022

KZ-Erfahrung und Geschichtspolitik. Zur Entwicklung und Bedeutung des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos bis Mitte der 1990er Jahre, in: Organisiertes Gedächtnis, S. 461-495

La libération par soi-même – mise en place d’un grand récit Politique de mémoire transnationale d’anciens détenus du KL Buchenwald, in: En Jeu. Histoire et Mémoires vivantes. Revue pluridisciplinaire de la Fondation pour la mémoire de la déportation, Nr. 15 (Juni 2022), S. 31-45

Von der Nationalen Mahn- und Gedenkstätte der DDR zur selbständigen Stiftung. Zur Geschichte des Erinnerungsortes Buchenwald vor und nach 1989, in: Sigrid Brandt (Hg.): Massen sterben. Wege des Erinnerns an zwei Weltkriege aus europäischer Perspektive, Berlin 2021, S. 68-83

Parteidisziplin und Eigenwilligkeit. Das Internationale Komitee Buchenwald-Dora und Kommandos, Göttingen 2014

(Herausgeber gemeinsam mit Andreas Ehresmann, Alexander Prenninger, Régis Schlagdenhauffen) Die Erinnerung an die nationalsozialistischen Konzentrationslager: Akteure, Inhalte, Strategien, Göttingen 2011

„… eine Sprachregelung zu finden“. Zur Kanonisierung des kommunistischen Buchenwald-Gedächtnisses in der Dokumentation Mahnung und Verpflichtung, in: Fritz Bauer Institut (Hg.): Opfer als Akteure. Interventionen ehemaliger NS-Verfolgter in der Nachkriegszeit (Jahrbuch zur Geschichte und Wirkung des Holocaust 2008), Frankfurt/Main u.a. 2008, S. 151-173

Enteignet, reaktiviert und instrumentalisiert: Zur Jenaer Carl-Zeiss-Stiftung in der SBZ und frühen DDR, in: Monika Gibas, Rüdiger Stutz, Justus H. Ulbricht (Hg.): Couragierte Wissenschaft. Eine Festschrift für Jürgen John zum 65. Geburtstag, Jena 2007, S. 60-76

(Mitarbeit an der Veröffentlichung) Ein studentischer Erfahrungsbericht. Kommunismus zum Anfassen? Museen zur Geschichte der kommunistischen Diktaturen in Ostmitteleuropa, in: Volkhard Knigge/Ulrich Mählert (Hrsg.): Der Kommunismus im Museum. Formen und Auseinandersetzungen in Deutschland und Ostmitteleuropa, Köln u.a. 2005, S. 193-223

Grenzgänger zwischen zwei Generationen – Hartmut Topf und die Gedenkinitiative in Erfurt, in: Aleida Assmann/Frank Hiddemann/Eckhard Schwarzenberger (Hg.): Firma Topf & Söhne – Hersteller der Öfen für Auschwitz. Ein Fabrikgelände als Erinnerungsort?, Frankfurt/New York 2002, S. 157-196

Vortrag (20.6.2023 in Weimar): BUCHENWALD. GESCHICHTE, (BE)DEUTUNG UND GEGENWART EINES INTERNATIONALEN ERINNERUNGSORTES

Noga-Banai, Galit

Galit Noga-Banai lehrt an der kunsthistorischen Fakultät der Hebräischen Universität Jerusalem und ist Autorin der Publikationen »The Trophies of the Martyrs: An Art Historical Study of Early Christian Silver Reliquaries« (2008) und »Sacred Stimulus: Jerusalem in the Visual Christianization of Rome« (2018). Ihr umfangreiches Forschungsportfolio umfasst ein breites Spektrum an Studien zur frühchristlichen und mittelalterlichen Kunst und Architektur im Heiligen Land, Italien und Westeuropa. In ihrer aktuellen Forschung befasst sie sich mit mittelalterlicher visueller Rhetorik in der modernen deutschen Erinnerungskunst und veröffentlichte dazu 2022 »A Medievalist’s Gaze: Christliche visuelle Rhetorik in deutschen Gedenkstätten (1950-2000)«.

O

Onuoha, Nnenna

Nnenna Onuoha ist eine ghanaisch-nigerianische Künstlerin und Filmemacherin, die in Berlin lebt. Ihre Arbeit stellt afrodiasporische Stimmen in den Mittelpunkt, um die monumentale Stille rund um die Geschichte und das Nachleben des Kolonialismus in Westafrika, Europa und den USA zu erforschen und zu fragen: Wie erinnern wir uns? Welche Vergangenheiten wollen wir aufführen und warum? Derzeit ist sie als Doktorandin sowohl im Bereich Visuelle Anthropologie an der Harvard University als auch im Fachgebiet Global History an der Universität Potsdam tätig.

Oswalt, Philipp

Philipp Oswalt, geboren 1964 in Frankfurt am Main, lebt als Architekt und Publizist in Berlin. Er war unter anderem Leiter des Projektes »Schrumpfende Städte« der Kulturstiftung des Bundes (2002–2008), Co-Initiator und -Kurator der kulturellen Zwischennutzung des Palast der Republik Berlin 2004 und Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau (2009–2014). Seit 2006 lehrt er als Professor für Architekturtheorie und Entwurf an der Uni Kassel. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Publikationen zur zeitgenössischen Architektur und Stadtentwicklung und Co-Vorsitzender des Hessischen Landesdenkmalrats.

Ringvorlesung am 16.04.2024: Bauen am nationalen Haus. Rekonstruktionsbauten als Identitätspolitik (GER)

P

Patel, Dhara

Dhara Patel ist Architektin und arbeitet als Postdoktorandin mit einer von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten eigenen Stelle am Institut für Soziologie (Stadt- und Raumsoziologie) der Technischen Universität Darmstadt. Sie verfügt über mehr als 12 Jahre Lehr- und Forschungserfahrung in den Fächern Architektur, Soziologie und Design in Deutschland und Australien. Ihre spezifischen Forschungs- und Lehrinteressen liegen in den Bereichen Stadtforschung, Wohnungswesen, sozialräumliche Studien, Architektur und Kultur, Wohnpraktiken, postkoloniale Studien, Globalisierung, Migration, indische Diaspora und soziale Gerechtigkeit. Dr. Patel wurde im Dezember 2018 an der Universität Melbourne, Melbourne School of Design, Australien, in Architektur, Planungs- und Bauwesen promoviert.

Popiołek, Małgorzata

Małgorzata Popiołek ist seit 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin. Sie studierte Kunstgeschichte und Denkmalpflege in Warschau, Freiburg im Breisgau und Berlin. Im Rahmen eines Cotutelle-Verfahrens promovierte sie an der Technischen Universität Berlin und an der Universität Breslau mit der Doktorarbeit „Warschau. Ein Wiederaufbau, der vor dem Krieg begann“.

Price, Jenny

Dr. Jenny Price ist wissenschaftliche Geschäftsführerin des Internationalen Heritage-Zentrums der Bauhaus-Universität Weimar. Sie studierte an der University of Manchester moderne Fremdsprachen und beschäftigte sich mit ostdeutschen und türkisch-deutschen Identitätskonstruktionen in der neueren Literatur. Ihren Master in Globalgeschichte absolvierte sie 2016 an der University of Warwick mit einem Stipendium des Economic and Social Research Councils. Anschließend war sie Gastdoktorandin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und wissenschaftliche Hilfskraft am Graduiertenkolleg Die DDR und die europäischen Diktaturen nach 1945. 2020 erhielt sie das Abschlussstipendium der Stiftung Ettersberg und wurde mit einer Dissertation zum Strukturwandel in Ostdeutschland von 1989-1991 an der University of Warwick promoviert. Es folgten Stellen als wissenschaftliche Geschäftsführerin am Jena Center Geschichte des 20. Jahrhundert und als Dozentin für deutsche Kulturwissenschaften an der University of Manchester. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Global- und Alltagsgeschichte, Oral History, Literaturwissenschaft, Transformationsprozesse und Erinnerungskultur im vereinigten Deutschland.

Ringvorlesung vom 07.02.2023:

JENNY PRICE (WEIMAR): OST VOICES. EINE ALLTAGSGESCHICHTE DES STRUKTURWANDELS VON 1990

Prodan, Anca Claudia

Anca Claudia Prodan, PhD, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, Gastprofessorin an der Lettischen Kulturakademie, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sorbischen Institut und Forschungsberaterin am Institute Heritage Studies. Ihre aktuelle Forschung liegt an der Schnittstelle von Kultur-, Technik- und Informationswissenschaften und sie untersucht die Auswirkungen digitaler Technologien auf die Erzeugung und Vermittlung von Kultur. Anca ist seit fast fünfzehn Jahren auf dem weiten Gebiet Heritage Studies tätig. Sie trug zur paradigmatischen Ausrichtung der Heritage Studies bei, die vom Institut Heritage Studies entwickelt wurden. Sie war an der Gestaltung und Entwicklung von Lehrplänen für Studiengänge im Bereich des Kulturerbes auf Master- und Promotionsebene beteiligt und initiierte akademische Forschung zum UNESCO-Programm Memory of the World. Zu ihren Aktivitäten außerhalb des akademischen Umfelds gehört die Leitung des Projekts 50 Years World Heritage Convention: Shared Responsibility – Conflict & Reconciliation und ihr Beitrag zum Entwurf der UNESCO 2015 Recommendation concerning the preservation of, and access to, documentary heritage including in digital form.

Ringvorlesung am 6.06.2023: Theoretisierung von Dokumentenerbe: Von normativen Perspektiven zu den Heritage Studies 

Q

Quindeau, Ilka

Ilka Quindeau ist Professorin für Klinische Psychologie und Psychoanalyse. Sie ist Psychoanalytikerin und Lehranalytikerin (DPV/IPA). Von 2018 bis 2020 arbeitete sie als Präsidentin der International Psychoanalytic University in Berlin und ist seit Herbst 2020 am Zentrum für Antisemitismusforschung an der TU Berlin tätig. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Geschlechter-, Biographie- und Traumaforschung. Zuletzt erschienen: Der Wunsch nach Nähe – Liebe und Begehren in der Psychotherapie (Vandenhoeck & Ruprecht 2017) – zusammen mit Wolfgang Schmidbauer; Sexualität (Psychosozial 2014); Psychoanalyse (UTB 2008); Verführung und Begehren – die psychoanalytische Sexualtheorie nach Freud (Klett-Cotta 2008).      

R

Radonić, Ljiljana

Ljiljana Radonić leitet das vom Europäischen Forschungsrat (ERC) finanzierte Projekt „Globalised Memorial Museums. Exhibiting Atrocities in the Era of Claims for Moral Universals“ am Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), dessen Vize-Direktorin sie ist. Ihr Habilitationsprojekt über den Zweiten Weltkrieg in postsozialistischen Gedenkmuseen führe sie an der ÖAW durch und erhielt 2020 die Venia am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien, wo sie seit 2004 über Antisemitismustheorie sowie (Ostmittel-)Europäische Erinnerungskonflikte seit 1989 lehrt. 2015 war sie Gastprofessorin für Kritische Gesellschaftstheorie an der Universität Gießen, 2017 am Centrum für Jüdische Studien der Universität Graz. Ihre Dissertation schrieb sie über den Krieg um die Erinnerung. Kroatische Vergangenheitspolitik zwischen Revisionismus und europäischen Standards (Frankfurt: Campus 2010).

Ringvorlesung vom 19.04.2022:

LJILJANA RADONIĆ (WIEN): KRIEG UM DIE ERINNERUNG: GESCHICHTSPOLITIK IM POST-JUGOSLAWISCHEN RAUM

Randig, Gabriela Iracema

Gabriela Randig absolvierte an der Freien Universität Berlin ein Bachelorstudium in Theaterwissenschaft, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Lateinamerikastudien. Ihren Masterabschluss in den Soziokulturellen Studien erlangte sie an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder), wo sie sich schwerpunktmäßig mit kritischer Stadtforschung, Postkolonialismus, Erinnerungskultur und ästhetischen Praktiken befasste. Neben ihrem Studium unterstützte sie im Rahmen von Freiwilligeneinsätzen, Assistenzen und Praktika zahlreiche Kultur- und Bildungseinrichtungen in Berlin und Lateinamerika. Im Kontext der UNESCO engagiert sich Gabriela Randig in der Erbevermittlung und für die Stärkung von Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Jugendpartizipation. Sie ist Welterbe-Trainerin, Gründungsmitglied des Jugendgremiums der Deutschen UNESCO-Kommission Junges Forum und Mitglied im Deutschen Nominierungskomitee für das UNESCO-Programm Memory of the World. Sie war zuletzt als Projektmanagerin bei einem Do & Think Tank für wirkungsorientierte Netzwerke und als Redakteurin bei einem Berliner Start-up-Unternehmen beschäftigt.

Rathjen, Lukas

Lukas Rathjen ist seit März 2021 Doktorand an der Professur für Literatur und Kulturwissenschaften der ETH Zürich. Er schloss ebendort 2020 den Master „Geschichte und Philosophie des Wissens“ mit einer Arbeit über die „Darmstädter Gespräche“ ab. Davor studierte er Geschichte, Archäologie und Interdisziplinäre Anthropologie in Hamburg und Freiburg. Sein von Prof. Dr. Andreas Kilcher und Prof. Dr. Philipp Felsch (Humboldt Universität Berlin) betreutes Promotionsprojekt zur intellektuellen Kommunikationskultur in der bundesdeutschen Nachkriegszeit wird vom Schweizerischen Nationalfonds (SNF) mit einem doc.ch-Stipendium gefördert. Sein Dissertationsprojekt trägt den Arbeitstitel: Rhetorischer Humanismus: Eine Wissensgeschichte des ‚Gesprächs‘ in der frühen Bundesrepublik (1947–1968).

Rauhut, Christoph

Dr. Christoph Rauhut ist seit Oktober 2018 Landeskonservator und Direktor des Landesdenkamtes Berlin. Zuvor war er seit 2016 Referent in der Geschäftsstelle des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK) bei der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Hier war er unter anderem für die Begleitung und Koordinierung des Europäischen Kulturerbejahres 2018 (ECHY) und fachpolitische Beratung mitzuständig. Herr Rauhut hat Architektur an der RWTH Aachen und der ETH Zürich studiert und in Zürich am Institut für Denkmalpflege und Bauforschung promoviert. Er ist in diversen internationalen und nationalen Fachvereinigungen aktiv und u.a. im Vorstand der Gesellschaft für Bautechnikgeschichte.

Redepenning, Marc

Marc Redepenning ist seit 2012 Inhaber des Lehrstuhls Geographie I (Kulturgeographie mit Schwerpunkten in der Sozial- und Bevölkerungsgeographie) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Er wurde in Leipzig 2004 promoviert und 2011 in Jena bei Benno Werlen habilitiert. Seit 2015 ist er Studiendekan der Fakultät für Geistes -und Kulturwissenschaften der Universität Bamberg. Seine Forschungsschwerpunkte konzentrieren sich auf Geographien des Ländlichen und sind besonders am Verhältnis von Stadt und Land in gesellschaftlichen Selbstbeschreibungen interessiert. Auf lokaler Ebene forscht er zum Verhältnis von lokalen Kulturen und lokaler Identität sowie der Anwendung partizipativer Ansätze bei der Entwicklung von Quartieren und Gemeinden. Darüber hinaus hat er zur Konzeption raumbezogener Gerechtigkeit und zu Fragen der Raumtheorie aus systemtheoretischer Perspektive publiziert.

Reh, Tazalika M. te

Dr. phil. Tazalika M. te Reh, Dipl.-Ing. M.A. (*1972, Architektin und Kulturwissenschaftlerin) Studium der Architektur in Köln, Bochum und an der Kunstakademie Düsseldorf. Promotion an der TU Dortmund. Tätigkeit in Architekturbüros in Köln und Boston. Sie arbeitet interdisziplinär in den Bereichen Architekturpraxis, Lehre, Mentoren- und Kuratorenschaft und visuellem Immobilienmarketing. Seit 10 Jahren beschäftigt sie sich mit rassifizierten Räumen. Hierzu stellt sie Zusammenhänge zwischen gebauter und entworfener Umwelt, Geschichte und Wissensproduktion her — Kontexte, die sich als geographische und nicht-geographische Räumen lesen lassen, und sie erforscht die Anwendbarkeit ihrer Erkenntnisse in konkreter Architektur.
Lehrtätigkeit in Dortmund, Salzburg und Köln zu den Themen Racialized SpacesGlobal Citizenship und Baugeschichte. Für ihre Forschung erhielt Tazalika M. te Reh 2013 ein Stipendium des Salzburg Global Seminar und 2012 ein Stipendium der Mercator Stiftung. 2014 war sie Gastwissenschaftlerin an der Columbia University und dem Schomburg Center for Research in Black Culture, New York.

Ringvorlesung am 01.11.2022: Swing Time — Von der Haitianischen Revolution und städtischen Räumen  

Reinsch, Natalie

Natalie Reinsch studierte Neuere und Neueste Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Politikwissenschaften an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Seit Juni 2020 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin beim Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e.V. Kuratorin der Ausstellung „Horst Brandstätter und die Frage der (Un)Freiheit. Ein schwäbischer Intellektueller, Netzwerker und Kulturvermittler“, Württembergischer Kunstverein Stuttgart (2020). Zwischen Juni 2014 und Juni 2018 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Haus der Geschichte Baden-Württemberg . Veröffentlichungen: Barbara Magen, Natalie Reinsch (Hrsg.): Vom Ihr zum Wir. Flüchtlinge und Vertriebene im Niedersachsen der Nachkriegszeit. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung. Ein Beitrag zum Jubiläum 75 Jahre Niedersachsen, Schriftenreihe des MVNB. Rolf Wiese, Thomas Overdick (Hrsg.), Band 5, Hannover 2021. Horst Brandstätter und die Frage der (Un)Freiheit. Ein schwäbischer Intellektueller, Netzwerker und Kulturvermittler, Katalog zur Ausstellung im Württembergischen Kunstverein, Stuttgart 2020.

Renz, Ursula

Ursula Renz, derzeit Professorin am Institut für Philosophie der Universität Klagenfurt und demnächst der Universität Graz, studierte an der Universität Zürich, wo sie 2000 promoviert und 2007 habilitiert wurde. 2008 wurde sie auf eine assoziierte Professur nach Dänemark berufen. Zahlreiche Forschungsstipendien und Gastprofessuren in den USA, Frankreich, Deutschland und Grossbritannien sowie weitere Preise. 2011 wurde ihr Buch „Die Erklärbarkeit von Erfahrung. Realismus und Subjektivität in Spinozas Theorie des menschlichen Geistes“ mit dem Journal of the History of Philosophy-Book-Prize ausgezeichnet, und 2019 wurde ihr Buch „Was denn bitte ist kulturelle Identität“ (2019) auf die Short-List für den Tractatus-Preis gesetzt. 

Wichtige Buchpublikationen: Handbuch klassische Emotionstheorien. Hg. von Hilge Landweer und Ursula Renz. Berlin 2008, 2. Aufl. 2012; Die Erklärbarkeit von Erfahrung. Realismus und Subjektivität in Spinozas Theorie des menschlichen Geistes. Frankfurt 2010; Self-Knowledge. A History. Ed. Ursula Renz. Oxford/New York 2017; The Explainability of Experience. Realism and Subjectivity in Spinoza’s Theory of the Human Mind, Oxford/New York 2019; Was denn bitte ist kulturelle Identität? Basel 2019.

Rico, Trinidad

Trinidad Rico hat Archäologie und Denkmalpflege an der University of Cambridge studiert und promovierte an der Standford University in Anthropologie. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf Narrativen des globalen Kulturerbe-Diskurses (Global Heritage, Religion and Secularism, 2021) und der Rolle von Kulturerbe beim Wiederaufbau zerstörter Gebiete (Constructing Destruction: Heritage Narratives in the Tsunami City, 2016). Sie hat an Universitäten im Vereinigten Königreich, Qatar und den USA gelehrt (Stanford University, Rutgers University, University College London). 

Ringvorlesung am 12.12.2023: Der „Kulturerbekult“ hinterfragt: Religion und Denkmalpflege im kritischen Denkmalpflegediskurs (EN)

Rietveld, Ronald

Ronald Rietveld graduated in 2004 cum laude at the Amsterdam Academy of Arts. His working period during Prix de Rome 2006 at the Rijksakademie of Visual Arts in Amsterdam was the early beginning of RAAAF [Rietveld Architecture-Art-Affordances]. After winning the golden medal he founded the multidisciplinary studio together with his brother and Socrates Professor in Philosophy Erik Rietveld.
Ronald & Erik work at the intersection of visual art, architecture and philosophy. “RAAAF’s site-specific artworks are materialized visions and explorations of possible new worlds. These interventions invite reflection and question practices, conventions and habits that people take for granted.”
With RAAAF Rietveld has won several awards, including the Prix de Rome 2006 and the European Prize of Architecture 2017. Their work has been published world-wide and exhibited and at leading contemporary art- and architecture biennales such as those of São Paulo, Istanbul, Chicago. Ronald was responsible for the Dutch contribution to the Venice Biennale 2010. In 2016 Ronald has been invited to become a member of the Society of Arts of the Royal Netherlands Academy of Arts & Sciences (KNAW).

Rosa, Hartmut

Hartmut Rosa, geb. 1965 im Schwarzwald, ist seit 2005 Professor für Allgemeine und Theoretische Soziologie an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena und seit 2013 zugleich Direktor des Max-Weber-Kollegs an der Universität Erfurt. Davor lehrte er an der Universität Augsburg, an der Universität Duisburg-Essen und an der New School for Social Research in New York. 2016 war er als Gastprofessor an der FMSH in Paris. Er promovierte 1997 an der Humboldt-Universität zu Berlin und habilitierte sich 2004 in Jena. Er ist Herausgeber der internationalen Fachzeitschrift Time & Society. 2006 erhielt er den Thüringer Forschungspreis für Grundlagenforschung, 2016 den Tractatus Preis für philosophische Essayistik und 2018 den Erich-Fromm-Preis. Er leitet mehrere Forschungsprojekte, darunter die von der DFG-geförderte Kollegforschergruppe ‚Landnahme, Beschleunigung, Aktivierung. Dynamik und (De-) Stabilisierung moderner Wachstumsgesellschaften’. Seine Bücher wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und weltweit rezipiert. Zu den wichtigsten Veröffentlichungen zählen: Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung (Berlin: Suhrkamp 2016); Beschleunigung. Die Veränderungen der Zeitstrukturen in der Moderne (Frankfurt/M.: Suhrkamp 2005); Identität und kulturelle Praxis. Politische Philosophie nach Charles Taylor (Frankfurt/M. und New York: Campus 1998) sowie Soziologische Theorien (mit David Strecker und Andrea Kottmann (Konstanz: UVK/UTB 2007).

Rossipal, Christian

Christian Rossipal is a PhD student in Cinema Studies at Tisch School of the Arts, New York University (NYU). He is also part of the Culture and Media Certificate Program at NYU’s Anthropology Department. This paper proposal is based on original, participatory fieldwork and an ongoing collaboration with Jelena Jovicic (Department of Sociology, Stockholm University). On the topic of heritage, loss, and archives, Christian is currently finishing a chapter for the Routledge anthology »Diasporic, Migrant and Multicultural Heritage.«

Rudolf, Bernd

Dipl.Des. Bernd Rudolf ist Dekan der Fakultät Architektur und Urbanistik der Bauhaus-Universität Weimar.

Rykov, Anatol

Anatol Rykov ist Professor für Kunstgeschichte in der Abteilung für Geschichte der westeuropäischen Kunst am Institut für Geschichte der Staatlichen Universität Sankt Petersburg. Seine Habilitationsschrift (2008) sowie seine Veröffentlichung „Postmodernism as Radical Conservatism“ (2007) befassten sich mit den Konnotationen rechter Politik und Philosophie in der zeitgenössischen „linken“ Kunstkritik der USA (Oktober-Journal). Seine Dissertationsschrift thematisierte die sozialen Aspekte in der Kunst David Hockneys (2003). Er ist zudem Autor des Buches „Politics of Avant-Garde“ (2019) und mehrerer Veröffentlichungen zur Theorie der Dekonstruktion.

S

Sacko, Oussouby

Oussouby Sacko is Professor at the Department of Liberal Arts, Faculty of Humanities at Kyoto Seika University, Japan, and was Dean of Faculty from April 2013 until March 2017. Since April 2018 he is President of Kyoto Seika University. He is also affiliate to the Graduate School of Humanities and to the Graduate School of Design (Architecture).
Born in Mali (Bamako), he went to China (Beijing and Nanjing) after graduating high school to pursue his education in the field of Architecture. He got a Bachelor Degree from SouthEast University (Dongnan Daxue), Nanjing China. He moved to Japan afterward and got a Master Degree and a Doctor Degree of Engineering in the field of Architecture and Architecture Planning from the Graduate School of Engineering at Kyoto University, Japan. He has been conducted field researches and worked on housing planning, policy and design in Mali and Japan. Recently, his main interest is on community architecture, community re-design and architecture conservation, restoration in historical cities. He has recently conducted field researches in Japan, China, Mali, Mauritania, Morocco, Burkina Faso and Niger.
He is member of Ordre des Architectes du Mali (OAM) and member of many scientific associations such as, The Architectural Institute of Japan (AIJ), Architectural Design Association of Nippon (ADAN), The City Planning Institute of Japan (CPIJ), Japan Association For African Studies (JAAS), Society for the Study of Early Modern Kyoto, International Union of Anthropological and Ethnological Sciences (IUAES), ICOMOS-MALI, ICOMOS-ISCARSAH, ICOMOS-ISCEAH and others.

Saleh, Mada

Mada Saleh is a PhD student at the Technische Universität  (TU) Berlin, Department of Building Archaeology and Heritage Conservation. She studied Architectural Engineering in Syria at the University of Kalamoon, and Archaeology at the University of Aleppo, to continue in Berlin with a master of heritage conservation at the TU-Berlin(MSc). Since 2015 she is working as a research assistant and graduate teaching at the department of building archaeology TU-Berlin (Professor Dr. Thekla Schulz-Brize). Mada is currently working also as a flying professor at the German Jordanian University of Amman (M.Sc. in Architectural Con-servation).  She has participated in many lectures, workshops and consultancy works in relation to refugees (Save the Children Germany). Added to her recent work, Mada has worked in several projects (Syrian Heritage Project Archive, Mschatta Palace, Resafa: Syria, Didyma: Turkey, Karachi Museum: Pakistan). Her PhD research is about strategies of rehabilitation in the old cities after a civilwar (Case study: Old city of Erbil outside the walls) under the supervision of Professor Dr. Dorothée Sack, and funded by the Heinrich Böll Stiftung in Berlin.

Satjukow, Elisa

Dr. Elisa Satjukow ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Ost- und Südosteuropäische Geschichte. Zuvor war sie Fellow im Promotionsprogramm “Trajectories of Change” der ZEIT-Stiftung und hat 2019 ihre mit dem Förderpreis der Südosteuropa-Gesellschaft ausgezeichnete Dissertation “Die andere Seite der Intervention. Eine serbische Erfahrungsgeschichte der NATO-Bombardierung 1999” (transcript 2020) abgeschlossen. Sie hat in Leipzig, Belgrad und Wolograd Ost- und Südosteuropäische Geschichte, Allgemeine- und Vergleichende Literaturwissenschaften und Russistik studiert. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit war sie Projektleiterin im Kompetenzzentrum Mittel- und Osteuropa Leipzig und Koordinatorin des Internationalen MitOst-Festivals. Ihre Schwerpunkte bildet die Verflechtungsgeschichte Ost- und Südosteuropas vom 19. bis 21. Jahrhundert, insbesondere Alltag-, Geschlechter-, Transformations- und Wissensgeschichte, Erinnerungskulturen, Postkoloniale Studien sowie Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaften.

Ringvorlesung vom 12.07.2022:

UMSTRITTENES ERBE. DER KOSOVOKRIEG UND DIE NATO-INTERVENTION 1999

Satjukow, Elisa

Dr. Elisa Satjukow ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Ost- und Südosteuropäische Geschichte. Zuvor war sie Fellow im Promotionsprogramm “Trajectories of Change” der ZEIT-Stiftung und hat 2019 ihre mit dem Förderpreis der Südosteuropa-Gesellschaft ausgezeichnete Dissertation “Die andere Seite der Intervention. Eine serbische Erfahrungsgeschichte der NATO-Bombardierung 1999” (transcript 2020) abgeschlossen. Sie hat in Leipzig, Belgrad und Wolograd Ost- und Südosteuropäische Geschichte, Allgemeine- und Vergleichende Literaturwissenschaften und Russistik studiert. Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit war sie Projektleiterin im Kompetenzzentrum Mittel- und Osteuropa Leipzig und Koordinatorin des Internationalen MitOst-Festivals. Ihre Schwerpunkte bildet die Verflechtungsgeschichte Ost- und Südosteuropas vom 19. bis 21. Jahrhundert, insbesondere Alltag-, Geschlechter-, Transformations- und Wissensgeschichte, Erinnerungskulturen, Postkoloniale Studien sowie Theorien und Methoden der Geschichtswissenschaften.

Ringvorlesung am 12.07.2022: Umstrittenes Erbe. Der Kosovokrieg und die NATO-Intervention 1999

Saupe, Achim

Achim Saupe, geb. 1972, ist Koordinator des Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität und seit 2007 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam. Er studierte Geschichte, Politikwissenschaften und Philosophie an der Freien Universität Berlin und promovierte eben dort. Stipendiat der Evangelischen Studienstiftung Villigst. Forschungsaufenthalt am Deutschen Historischen Institut London.  Sein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Geschichte der Geschichtskultur sowie der Theorie der Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert. Veröffentlichungen u.a.: Gebaute Geschichte. Historische Authentizität im Stadtraum (hrsg. zusammen mit Christoph Bernhardt und Martin Sabrow), Göttingen: Wallstein 2017; Authentisierung im Museum. Ein Werkstatt-Bericht (zusammen mit Thomas Eser, Michael Farrenkopf, Dominik Kimmel und Ursula Warnke), Mainz: Verlag des Römisch-Germanischen Zentralmuseums 2017. Zugleich online und open access erschienen bei: Heidelberg: Propylaeum 2017; Historische Authentizität, Göttingen: Wallstein 2016 (zusammen mit Martin Sabrow); Der Historiker als Detektiv – der Detektiv als Historiker. Historik, Kriminalistik und der Nationalsozialismus als Kriminalroman, Bielefeld: transcript 2009.

Scheurmann, Ingrid

Prof. Dr. phil. Ingrid Scheurmann, Historikerin, Honorarprofessorin für Denkmalpflege an der TU Dortmund, Lehrbeauftragte an der TU Berlin (Masterstudiengang Historische Bauforschung und Denkmalpflege)

2001–2008
Leiterin der Dehio-Geschäftsstelle bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, 2005 Kuratorin der Ausstellung „Zeitschichten- Erkennen und Erhalten. Denkmalpflege in Deutschland“

2008–2012
Vertretungsprofessorin für Denkmalkunde und angewandte Bauforschung an der TU Dresden und Leiterin des Masterstudiengangs „Denkmalpflege und Stadtentwicklung“

2009–2912
Leiterin des Teilprojekts „Zwischen Historie und Historisierung“ innerhalb des BMBF-Forschungsprojekts „Denkmal – Werte – Dialog,“ 2014–17 Leiterin des Teilprojekts „Noch eine Erweiterung des Denkmalbegriffs?“ im BMBF-Forschungsprojekt „Welche Denkmale welcher Moderne?“

Mitglied im Vorstand des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege (2008-2018), im Vorstand des Vereins für die Geschichte Berlins, des Archeological Heritage Networks des Auswärtigen Amtes und von Icomos.
Zahlreiche Publikationen zur Geschichte und Theorie der Denkmalpflege, zuletzt: „Konturen und Konjunkturen der Denkmalpflege. Zum Umgang mit baulichen Relikten der Vergangenheit“ (Köln, Weimar, Wien 2018)

Ringvorlesung vom 26.10.2021:
KONTINUITÄT ODER CHANGE-MANAGEMENT? DENKMALPFLEGE IN ZEITEN DES KLIMAWANDELS

Schmidt-Lux, Thomas

Thomas Schmidt-Lux ist Kultursoziologe und arbeitet am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig. Er studierte Soziologie und Geschichte, schrieb eine Dissertation zum Verhältnis von Religion und Wissenschaft in der DDR und habilitierte sich mit einer Arbeit zu Bürgerwehren und Legitimationen von Gewalt. Seine Arbeitsschwerpunkte sind grundsätzliche kultursoziologische Fragen, Architektursoziologie, Religionssoziologie und Stadtsoziologie. Zuletzt erschien von ihm und Kolleg:innen „Kultursoziologische Stadtforschung. Grundlagen, Analysen, Perspektiven“ (2023, Campus, open-access) und Arbeiten zu verlassenen Siedlungen im Oman.

Ringvorlesung am 26.11.2024: Erfolgreicher Kompromiss? Das Leipziger Paulinum als religiös-säkularer Erinnerungsbau (GER)

Schnell, Angelika

Angelika Schnell ist seit 2009 Professorin für Architekturtheorie, Architekturgeschichte und Entwurf an der Universität der bildenden Künste in Wien. Nach einem Studium der Theaterwissenschaft in München und einem Studium der Architektur an der TU Berlin und an der TU Delft promovierte sie an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart über das schriftlich-theoretische Werk von Aldo Rossi. Von 1993 bis 2001 war sie Redakteurin der Architekturtheoriezeitschrift ARCH+ und lehrte Architekturtheorie und Architekturgeschichte an der TU Berlin, an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, der Universität Groningen und der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck. Sie ist Mitherausgeberin der Bauwelt Fundamente. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen auf dem theoretischen Verhältnis von Architektur und Stadt im 19. und 20. Jahrhundert, insbesondere auf der Phase der Modernekritik, auf den Entwurfsmethoden der Architektur sowie deren transdisziplinären Vernetzungen.

Schofield, John

Professor John Schofield is Director of Studies in Cultural Heritage Management in the Archaeology Department at the University of York (UK). He also holds adjunct positions at Griffith and Flinders universities (Australia), and is Docent in Contemporary Archaeology and Cultural Heritage at the University of Turku (Finland). John is a Fellow of the Society of Antiquaries of London, a Corresponding Fellow of the Australian Academy of the Humanities and a Member of the Chartered Institute for Archaeologists. He has previously served as Executive Editor of the Taylor and Francis journal World Archaeology.
Following a PhD in prehistoric archaeology at Southampton University, John spent 21 years in policy, heritage protection and research leadership with one of the UK’s lead heritage agencies, English Heritage (now Historic England). During this time he developed an active research interest in contemporary archaeology as well as recognising the need for cultural heritage to be socially engaged. John was then appointed to the University of York in 2010, going on to serve as Head of Archaeology from 2012-2018. John has published extensively on a diversity of topics relating to cultural heritage and contemporary archaeology. Much of this will culminate in his forthcoming book about Wicked Problems.

Ringvorlesung vom 24.01.2023:

JOHN SCHOFIELD (YORK): ‚THE MOON AND THE GHETTO‘: HOW CULTURAL HERITAGE SOLUTIONS CAN HELP SOLVE THE WORLD’S WICKED PROBLEMS

Schönberger, Sonya

Sonya Schönberger is a Berlinbased German artist whose practice is strongly influenced by historical themes in connection with biographical memories marked by breaks. Many of her works have developed out of different archives that she has created or found over the last years. Alongside these, Schönberger also works with the changing public space in Berlin due to political or social changes. She works with formats like photography, theater, installations, publications etc.. Her works have been exhibited internationally, including the USA, Iran, Pakistan, Israel and Canada. Sonya Schönberger is represented by Katharina Maria Raab Gallery. www.sonyaschoenberger.de

Schwarz, Angela

Angela Schwarz ist Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Siegen Sie forscht zu vielfältigen Themen der Kultur-, Sozial-, Politik-, Alltags- und Mentalitäts- sowie Regionalgeschichte, darunter zur Wissensgeschichte, zur Stadt- und Mediengeschichte wie der Popularisierung von Wissen, der Vorstellungen von urbanem Leben oder der Popularisierung von Geschichte in Formaten von der Reise über die Zeitschrift bis zum digitalen Spiel. Zu den jüngsten Veröffentlichungen gehört Streitfall Evolution. Eine Kulturgeschichte (2017), Reisen in die Vergangenheit. Geschichtstourismus im 19. und 20. Jahrhundert (2019), History in Videogames and the Craze for the Authentic, in: Martin Lorber, Felix Zimmermann (Hrsg.): History in Games. Contingencies of an Authentic Past (2020) und Traumstädte von morgen: Visionen von der Stadt der Zukunft in den USA zwischen den 1880er und 1930er Jahren (2020).  

Sie befasst sich seit rund dreißig Jahren mit der Popularisierung von Wissen, seit rund zwanzig mit der Popularisierung von Geschichte in Massenmedien wie Zeitschriften, Reklamesammelbildern oder Computerspielen.

https://www.uni-siegen.de/phil/geschichte/mitarbeiter/schwarz/publikationen.html?lang=pt

Sellmann, Annika

Mit einer Arbeit über die Fotografien Wilhelm Weimars für die Hamburger Denkmalerfassung und die Inventarisation am Museum für Kunst und Gewerbe beendet Annika Sellmann 2015 ihr Magisterstudium der Kunstgeschichte, Soziologie und Kunstvermittlung an der Frankfurter Goethe-Universität. Es folgt das Aufbaustudium Denkmalpflege / Heritage Conservation an der Otto-Friedrich-Universität in Bamberg mit dem Schwerpunkt Denkmalwissenschaften und als Abschlussprojekt eine Bestandserfassung von Kleingartenlauben der Architektin Margarete Schütte Lihotzky in Frankfurt. Nach vielfältiger Praxis im Museumsbetrieb absolviert sie seit Oktober 2017 ein Volontariat am Museum für Angewandte Kunst Frankfurt, zurzeit in Vorbereitung der Ausstellung  Moderne am Main 1919-1933‹ anlässlich des Bauhaus-Jubiläums.

Siebert, Kathrin

Kathrin Siebert ist als Kunsthistorikerin und Architektin an der Schnittstelle von Architektur, Geschichte und Theorie, vor allem in der Forschung und Vermittlung tätig. Nach ihrem Architekturstudium arbeitete sie als Architektin in Rotterdam und Delft. Anschliessend studierte sie Architekturgeschichte, Kunstgeschichte, Sozialgeschichte und Geschichte der Neuzeit. Während ihrer Studienzeit an der Universität Zürich arbeitete sie als wissenschaftliche Volontärin an der Graphischen Sammlung der ETH und als Assistentin am MAS Architekturgeschichte und Theorie am Institut gta an der ETH. Danach war sie mehrere Jahre an der Professur für Geschichte des Städtebaus am Institut gta tätig. Sie leitete Lehrveranstaltungen und Forschungsprojekte und konnte eigene Ausstellungsprojekte verwirklichen. Ihre Dissertation über den Schweizer Architekten Hans Schmidt wurde vom Schweizerischen Nationalfonds gefördert. Schwerpunkte ihrer Forschung sind Architektur-, Kunst- und Theorieproduktion im 20. Jahrhundert, insbesondere Wohnungsbau und Städtebau von der Zwischenkriegszeit bis heute sowie Architekturtheorie in der DDR.

Siegert, Bernhard

Bernhard Siegert ist Gerd-Bucerius-Professor für Geschichte und Theorie der Kulturtechniken an der Fakultät Medien der Bauhaus-Universität Weimar und Ko-Direktor des Internationalen Kollegs für Kulturtechnikforschung und Medienphilosophie. Seit 2014 ist er außerdem Sprecher der DFG-Forschergruppe „Medien und Mimesis“.

Sieverts, Boris

Dr. Elisa Satjukow ist Boris Sieverts ist Reiseführer. Studium an der Kunstakademie Düsseldorf. Tätigkeit als Schäfer sowie in Architekturbüros in Köln und Bonn. Seit 1997 führt er mit seinem „Büro für Städtereisen“ Einheimische und Touristen durch die Grauzonen unserer Ballungsräume. Dabei stellt er durch ausgefeilte Raumfolgen landschaftliche Zusammenhänge für ansonsten als extrem disparat geltende Umgebungen her. Aus seinen Erkenntnissen entwickelt das Büro für Städtereisen – neben dem touristischen Angebot der Reisen – Visionen und weiterführende Interpretationen der erforschten Umgebungen und speist diese in die Raumplanung und den Kulturbetrieb ein.
Darüber hinaus engagiert sich Boris Sieverts zu zahlreichen städtebaulichen Themen und ist als Künstler im öffentlichen Raum präsent. Sein besonderes Anliegen gilt dabei der Aktivierung und Beteiligung der Stadtbewohner bei der Behandlung der sie betreffenden Fragen. Lehraufträge u.a. in Nantes, Leipzig, Kassel, Portland, Maastricht, Hamburg, Köln. Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen in Deutschland, Frankreich, Schweden und den USA. Lebt in Köln. Boris Sieverts ist Gründungsmitglied der Metropolitan Trails Academy, einem Verbund europäischer Stadtwanderer, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das systematische Gehen in der Stadt als Querschnittsdisziplin so unterschiedlicher Fächer wie der Stadt- und Landschaftsplanung, der Soziologie, der Beteiligungskultur und der territorialen Verwaltung zu fördern und zu etablieren.

Ringvorlesung vom 25.10.2022:

BORIS SIEVERTS (KÖLN): PRÄGUNG UND TRANSFORMATION – WARUM SIND MANCHE ORTE BESONDERS? VERSUCH EINER ERKLÄRUNG DES KÖLNER STADTTEILS KALK

Singh, Sweta

Sweta Singh has submitted her Doctoral thesis at the Centre for Historical Studies, School of Social Sciences, Jawaharlal Nehru University, New Delhi, India in July 2018. Her PhD. thesis delves into Jewish diaspora of Cochin and various social, cultural and economic aspects related to the Jewish community. She has interned as a researcher with a Delhi based NGO that works on female infantcide and women empowerment. She specializes in Indian Medieval History. Her research interests include (but are not limited to) Maritime History, study of the Cochin (Malabar) Jewish Diaspora, Indian Ocean trade and community, Jewish History and Subaltern history etc.

Soyez, Dietrich

Dietrich Soyez studierte Geographie und Romanistik an den Universitäten Bonn, Saarbrücken, Stockholm und Clermont-Ferrand. Im Jahre 1974 promovierte er in Glazialmorphologie an der Universität Stockholm. 1981 verfasste er seine wirtschafts-/industriegeographische Habilitation an der Universität Saarbrücken. Zu seinen zentralen wissenschaftlichen Interessen zählen umweltbezogene Wirtschaftsgeographie, Politische Geographie sowie Industriekultur/Industrietourismus. Von 1992–2007 hatte er den Lehrstuhl für Geographie am Geographischen Institut der Universität zu Köln inne. Gastprofessuren absolvierte er an der Université Laval (Québec), der Université Paris 10 (Nanterre), der Sun Yat-sen University (Guangzhou) sowie der German University of Technology Oman (Muscat). Von 1993–1995 war er Präsident der Gesellschaft für Kanada-Studien in deutschsprachigen Ländern/GKS und von 2008–2016 Vizepräsident/Erster Vizepräsident der International Geographical Union/Union Géographique Internationale (IGU/UGI).

Speitkamp, Winfried

Prof. Dr. Winfried Speitkamp war Professor für Neuere und Neuste Geschichte an der Universität Kassel. Seit April 2017 ist er Präsident der Bauhaus-Universität Weimar.

Stackmann, Sophie

Sophie Stackmann ist Universitätsassistentin am Lehrstuhl für Denkmalpflege und Bauen im Bestand an der TU Wien. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Kompetenzzentrum Denkmalwissenschaften und Denkmaltechnologien (KDWT) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Von 2019 bis 2021 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt Architektur- und Planungskollektive der DDR: Institutionelle Strukturen und kreative Prozesse in der sozialistischen Architekturproduktion. Ihre Promotion zum Konzept der Integrität und dessen Bedeutungen für Diskurse in den Denkmalwissenschaften schloss sie 2022 ab (gefördert durch ein Promotionsstipendium der Johannes-Rau-Gesellschaft). Sie studierte Kunstgeschichte und Denkmalpflege an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Staub, Alexandra

Alexandra Staub ist Professorin für Architektur an der Penn State University und Mitglied des dortigen Rock Ethics Institute. Sie forscht zu der Fragestellung, wie die gebaute Umwelt unser Verständnis von Kultur prägt und vice versa. Dabei widmet sie sich weniger den Resultaten des Bauens, sondern vielmehr den Wegen, auf denen diese erreicht werden. Sie untersucht Entwurfsprozesse und deren soziale Auswirkungen; die ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit von Architektur und urbanen Systemen; das Verständnis von privatem und öffentlichem Raum; die Ethiken des Bauens als eine Fragen von Machtverhältnissen und Ermächtigung sowie die gender- und klassenspezifischen Ansprüche an die Nutzung von Räumen.
Nach ihrem Bachelor-Abschluss am Barnard College in New York schloss Alexandra Staub ihr Architekturstudium an der Universität der Künste in Berlin 1991 ab. Sie promovierte an der Brandenburgischen Universität in Cottbus. Zu ihren Veröffentlichungen zählen: Conflicted Identities: Housing and the Politics of Cultural Representation (2015), The Routledge Companion to Modernity, Space, and Gender (2018) sowie zahlreiche Aufsätze und Rezensionen. Ihre aktuelle Arbeit widmet sie den Wechselbeziehungen von Architektur und Raumplanung, Ethik, Stakeholder Theorie und der Frage nach sozialer Gerechtigkeit.

Ringvorlesung vom 11.1.2022:
WESSEN ARCHITEKTUR? WESSEN IDENTITÄT? ETHIK UND STAKEHOLDER-THEORY ALS RAHMENBEDINGUNGEN FÜR DIE ARCHITEKTONISCHE PRODUKTION

Steiner, Marion

Marion Steiner studierte Geographie und Europäische Ethnologie an der Humboldt-Universität zu Berlin, Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin und Geopolitik an der Universität Paris 8. Ihre Dissertation Die chilenische Steckdose. Kleine Weltgeschichte der deutschen Elektrifizierung von Santiago und Valparaíso, 1880-1920 verteidigte und veröffentlichte sie 2019 an der Bauhaus Universität Weimar. Während ihrer beruflichen Laufbahn war sie an UNESCO-Welterbe-Bewerbungen früherer Kohleregionen in Frankreich, Deutschland und Chile beteiligt. Von 2011 bis 2015 war sie die erste Koordinatorin des Berliner Zentrums Industriekultur; von 2016 bis 2018 stellvertretende Leiterin des Referats Industriekultur des Regionalverbands Ruhr und von 2018 bis 2022 Professorin für Geographie an der Katholischen Universität von Valparaíso. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Globale Stadtgeschichten, der europäische Technik- und Wissenschaftsimperialismus und dekoloniale Perspektiven auf das industrielle Erbe aus dem Globalen Süden. Sie lebt derzeit hauptsächlich in Chile und engagiert sich als Generalsekretärin von TICCIH für das industrielle Erbe weltweit. Zu ihren bedeutendsten Veröffentlichungen auf Spanisch gehört das gemeinsam mit Pamela Fuentes verfasste Buch Luz para Valparaíso. El Complejo Hidroeléctrico El Sauce y La Luz: Un patrimonio industrial compartido entre Placilla de Peñuelas y la Elektropolis Berlín (Valparaíso: Centro Cultural Placilla, 2021).

Ringvorlesung am 21.05.2024: Elektropolis in Übersee. Glokale Historiographien und geteiltes Erbe (GER)

Steinmann, Martin

Sternfeld, Nora

Nora Sternfeld ist Kunstvermittlerin und Kuratorin. Sie ist Professorin für Kunstpädagogik an der HFBK Hamburg. Von 2018 bis 2020 war sie documenta Professorin an der Kunsthochschule Kassel. Von 2012 bis 2018 war sie Professorin für Curating and Mediating Art an der Aalto University in Helsinki. Darüber hinaus ist sie Co-Leiterin des /ecm – Masterlehrgangs für Ausstellungstheorie und -praxis an der Universität für angewandte Kunst Wien, im Kernteam von schnittpunkt. ausstellungstheorie & praxis, Mitbegründerin und Teilhaberin von trafo.K, Büro für Bildung, Kunst und kritische Wissensproduktion (Wien) und seit 2011 Teil von freethought, Plattform für Forschung, Bildung und Produktion (London). In diesem Zusammenhang war sie auch eine der künstlerischen Leiter:innen der Bergen Assembly 2016 und ist seit 2020 BAK Fellow, basis voor actuele kunst (Utrecht). Sie publiziert zu zeitgenössischer Kunst, Bildungstheorie, Ausstellungen, Geschichtspolitik und Antirassismus.

Strahl, Tobias

Tobias Strahl ist 1978 in Dresden geboren. 1996 trat er als Soldat auf Zeit in das Gebirgsjägerbataillon 571 ein und wurde dort zum Gebirgsjägertruppführer und Scharfschützen ausgebildet. 1999 war er mit seiner Einheit im Ersten Kontingent der Kosovo-Force am Einmarsch in Kosovo beteiligt. Im Jahr 2000 schied er aus dem aktiven Dienst aus und wechselte als Unteroffizier in die Reserve der Bundeswehr. Von 2004-2010 studierte Tobias Strahl Kunstgeschichte und Literaturwissenschaften an der Technischen Universität Dresden. Neben dem Studium arbeitete er als freiberuflicher Journalist. Diese Tätigkeit führte ihn 2005 ein erstes Mal nach Afghanistan. Während des Studiums absolvierte Tobias Strahl vier weitere Einsätze in Kosovo und Afghanistan. 2008 wechselte er in die Laufbahn der Reserveoffiziere. Nach seiner Rückkehr aus Afghanistan promovierte er in den Jahren 2011 bis 2016 an der TU Dresden bei Prof. Bruno Klein und Prof. Thomas Will zum Thema Kulturerbezerstörung in den Postjugoslawischen Kriegen: 1991-1999 und 2004 Kroatien, Bosnien-Herzegovina, Kosovo : eine kritische Diskursanalyse. Während dieses Zeitraums forschte und lebte er in Belgrad, Prizren und Prishtina, Sarajevo und Zagreb. Von Januar 2015 bis September 2017 führte ihn ein beruflicher Aufenthalt nach Nigeria. Seit Oktober 2017 lebt Tobias Strahl dauerhaft in Bosnien und Hercegovina. Tobias Strahl ist Major der Reserve und Interkultureller Einsatzberater am Einsatzführungskommando der Bundeswehr.

Ringvorlesung vom 03.05.2022:

TOBIAS STRAHL (SARAJEWO): KULTURELLE NETZE IN (BEWAFFNETEN) KONFLIKTEN

Straub, Jürgen

Prof. Dr. phil. Jürgen Straub ist seit 2008 Inhaber des Lehrstuhls für Sozialtheorie und Sozialpsychologie in der Ruhr Universität Bochum (RUB). Seit Juli 2014 leitete er (mit Dr. Pradeep Chakkarath) das „Hans-Kilian und Lotte-Köhler-Zentrum für sozial- und kulturwissenschaftliche Psychologie und historische Anthropologie“ in der RUB. Im Februar 2018 erhielt er den Höffmann-Wissenschaftspreis für Interkulturelle Kompetenz 2017 der Universität Vechta.

Stureika, Stsiapan

Dr. Stsiapan Stureika is a Historian and Cultural Anthropologist. He received his PhD in Ethnology at the Jagiellonian University in Krakow. Mr Stureika holds the Chair of ICOMOS Belarus, and is an Associate Member of the International Committee on Theory and Philosophy of Conservation and Restoration. He is the author of numerous publications, including the book “Magic Stones: 9 Essays on a New Dimension of Architectural Heritage in Belarus”. He is currently a lecturer at the European Humanities University (Vilnius).

Sukrow, Oliver

Dr. Oliver Sukrow (*1985) ist Projektassistent (PostDoc) im FWF-Drittmittelprojekt „Transnationaler Schulbau: Österreich, Slowenien, DDR“ am Forschungsbereich Kunstgeschichte der TU Wien und derzeit Fellow der Wüstenrot Stiftung. Er studierte 2005-2011 Kunstgeschichte und Baltistik in Greifswald, Salzburg und Colchester. Von 2012-2016 war er Doktorand am Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg und von 2014-2016 Baden-Württemberg-Stipendiat am Zentralinstitut für Kunstgeschichte in München. 2016-2020 war er Universitätsassistent am Forschungsbereich Kunstgeschichte der TU Wien. 2018 erschien seine Doktorarbeit unter dem Titel „Arbeit. Wohnen. Computer – Zur Utopie in der bildenden Kunst und Architektur der DDR in den 1960er Jahren“ bei Heidelberg University Press und im gleichen Jahr der von ihm herausgegebene Sammelband „Zwischen Sputnik und Ölkrise. Kybernetik in Architektur, Planung und Design“ bei DOM Publishers, Berlin. Sein Habilitationsprojekt beschäftigt sich mit Kurorten im 19. und 20. Jahrhundert als alternativen Innovationsräumen, wobei insbesondere das Verhältnis von Architektur, Landschaft und Medizin im Blickpunkt stehen. Dieses Vorhaben wird gefördert vom Botstiber Institute for Austrian-American Studies.

T

Tajeri, Niloufar

Niloufar Tajeri ist Architektin, Architekturtheoretikerin, Aktivistin und lebt in Berlin. Sie lehrt und forscht als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt (GTAS) der Technischen Universität Braunschweig. In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit strukturellem Rassismus in politischen Planungsprozessen und in der Architekturpraxis mit Fokus auf ein geplantes Großprojekt am Hermannplatz in Berlin-Neukölln. Während ihres Stipendiums an der Akademie Schloss Solitude setzte sie sich mit urbanen Aufständen und erinnerungspolitischen Konflikten im Kontext neoliberaler Stadtentwicklung auseinander. Ihre in dieser Zeit konzipierte Ausstellung „Thinking a Monument to (Sub)Urban Riots“ wurde in Stuttgart, Ljubljana und Goricia gezeigt. Sie ist Mitherausgeberin der Publikationen „Nights of the Dispossessed: Riots Unbound“ (New York, 2021), „Kleine Eingriffe. Neues Wohnen im Bestand der Nachkriegsmoderne“ (Basel, 2016) und „Kabul: Secure City, Public City“ (Volume Magazine, 2008).

Tomann, Juliane

Juliane Tomann ist Junior-Professorin für Public History und wissenschaftliche Leiterin des Zentrums Erinnerungskultur an der Universität Regensburg. Zuvor war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Imre Kertész Kolleg an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena, wo sie seit 2017 den Arbeitsbereich „History in the Public Sphere“ leitete. Sie forscht zu performativen Praktiken in der Geschichtskultur in Polen, Deutschland und den USA (doing history), zu Gender in der Public History sowie zu postindustriellen Räumen und Landschaften. Zuletzt erschienen Historisches Reenactment. Disziplinäre Perspektiven auf ein dynamisches Forschungsfeld, DeGruyter, 2021 (zusammen mit Sabine Stach) und Transcending the Nostalgic. Landscapes of Postindustrial Europe beyond Representation, Berghahn books, 2021 (co-edited with George S. Jaramillo).

Ringvorlesung vom 05.07.2022:

PERFORMATIVE SPIELRÄUME? HISTORISCHES REENACTMENT ALS FORM DES DOING HISTORY

Topfstedt, Thomas

Nach seinem Studium der Kunstgeschichte und der Vor- und Frühgeschichte in Leipzig, war Thomas Topfstedt von 1970 –1975 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Städtebau und Architektur der Bauakademie der DDR in Berlin, ab 1975 tätig am Institut für Kunstgeschichte der Universität Leipzig. 1988 Berufung zum ordentlichen Professor ebendort. Seit 2012 ist er im Ruhestand. Seine Forschungsgebiete sind Architektur- und Städtebaugeschichte.

U

Ucar, Halil Emre

Halil Emre Ucar ist assoziierter Wissenschaftler im Forschungskolleg „Regionale Regulierung religiöser Pluralität im Vergleich“ (RePliV). Seit 2021 promoviert er am Graduiertenkolleg „Jüdische und muslimische Lebenswelten aus sozialwissenschaftlicher Perspektive“ bei Prof. Dr. Karim Fereidooni und Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani an der Ruhr-Universität Bochum und ist Promotionsstipendiat beim Avicenna Studienwerk (BMBF). Nach seinem Bachelor und Master of Education in Sozialwissenschaften und Germanistik auf Lehramt SEK II an der Universität Bielefeld absolvierte er sein Referendariat und 2. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen am ZfsL in Bielefeld.

Ullmannová, Klára

KlKlára Ullmannová studierte Kunstgeschichte an der Karlsuniversität in Prag und Konservierung an der Universität Uppsala. Derzeit ist sie Doktorandin am Lehrstuhl für Theorie und Geschichte der Architektur an der Technischen Universität Tschechiens. In ihrer Dissertation befasst sie sich mit der Architektur der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Tschechien als Kulturerbe, mit deren Kontexten und den institutionellen wie öffentlichen Diskursen um dieses Kulturerbe. Zu ihren Forschungsinteressen gehören die Erhaltung des baulichen Kulturerbes und die Perspektiven der Denkmalpflege.

Ullrich, Wolfgang

Wolfgang Ullrich, geb. 1967 in München, lebt als freier Autor und Kulturwissenschaftler in Leipzig, war von 2006 bis 2015 Professor für Kunstwissenschaft und Medientheorie an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. er forscht und publiziert zur Geschichte und Gegenwart des Kunstbegriffs, zu bildsoziologischen Themen sowie zu Konsumtheorie. Seit 2019 gibt er zusammen mit Annekathrin Kohout die Buchreihe „Digitale Bildkulturen“ im Verlag Klaus Wagenbach heraus. Seine jüngsten Bücher: Selfies. Die Rückkehr des öffentlichen Lebens (2019); Feindbild werden. Ein Bericht (2020); Die Kunst nach dem Ende ihrer Autonomie (2022); Identifikation und Empowerment. Kunst für den Ernst des Lebens (2024). Mehr unter: www.ideenfreiheit.de.

Ringvorlesung am 21.01.2025: Sasha Velour – Eine Identifikationsfigur der Identitätsverweigerung

V

Veijola , Soile

Soile Veijola ist Professorin für Kulturwissenschaftliche Tourismusstudien an der Universität von Lappland in Rovaniemi, Finnland. Sie promovierte an der Universität Helsinki in Soziologie über dynamische Subjekte und situiertes Wissen. In ihrer vierzigjährigen Beschäftigung mit soziologischen Aspekten des Tourismus, mit Kulturen der Mobilität und Motilität sowie mit Tourismusstudien thematisierte sie Aspekte der Leiblichkeit (Embodiment), Theorien mit mangelnder Gender-Sensibilität und verantwortungsvolle Planungstrategien für den Tourismus. Sie richtete ihr Augenmerk auf neue Formen der Arbeit, den Schlaf, mobile Nachbarschaften und die Stille. Sie hat in ihren Veröffentlichungen gemeinsam mit experimentierfreudigen Kolleg:innen narrative und kollaborative Schreibformen erprobt, um Fragen einer ethischen Praxis auf der Grundlage von forschungsbasiertem Wissen einem breite, interdisziplinären Publikum nahe zu bringen.

Vinken, Gerhard

Gerhard Vinken ist Kunsthistoriker und Professor am Lehrstuhl für Denkmalpflege/Heritage Sciences an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, wo er den Masterstudiengang Denkmalpflege/Heritage Conservation leitet. Seit 2016 ist Vinken 1. Vorsitzender des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V. Seine Forschungsschwerpunkte sind Theorie und Geschichte der Denkmalpflege, Architektur und Städtebau sowie Raumtheorie.

Vogel, Carolin

Studium der Literatur und Sprachwissenschaften (Kommunikationswissenschaft) und Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum, der Universität Essen und der Université Libre de Bruxelles, Magisterabschluss 1998. Trainee Cultural Policy and Action Division, Europarat Straßburg. Berufliche Tätigkeit für Kulturstiftungen: 1999-2002 Kunststiftung NRW Düsseldorf, seit 2003 HERMANN REEMTSMA STIFTUNG Hamburg, dort Projektleiterin mit Schwerpunkt Baudenkmalpflege und Museen. Seit 2013 stellv. Vorsitzende der Dehmelhaus Stiftung, Restaurierung und Betrieb des Künstlerhauses. Kulturwissenschaftliche Forschung zu Richard und Ida Dehmel, zu Künstlerund Dichterhäusern und zum kulturellen Gedächtnis. 2018 externe Promotion an der Europa-Universität Viadrina bei Prof. Dr. Paul Zalewski (Professur für Denkmalkunde) mit der Arbeit »Künstlerhaus zwischen Erinnern und Vergessen: Das Dehmelhaus in Blankenese«.

Vowinckel, Annette

Annette Vowinckel studierte Geschichte und Kunstpädagogik in Bielefeld, Jerusalem und Köln. Sie wurde 1999 mit einer Arbeit über „Geschichtsbegriff und Historisches Denken bei Hannah Arendt“ im Fach Geschichte in Essen promoviert und habilitierte sich 2006 mit einer Arbeit zur Kulturgeschichte der Renaissance am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. Seit 2014 leitet sie am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam die Abteilung „Zeitgeschichte der Medien- und Informationsgesellschaft“ und lehrt Neuere und Neueste Geschichte am der zu Berlin. Zu ihren Arbeitsgebieten gehören die Medien-, besonders die Fotografiegeschichte, die Kultur- und Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts.

Buchveröffentlichungen: Geschichtsbegriff und Historisches Denken bei Hannah Arendt (2001), Hannah Arendt: Zwischen deutscher Philosophie und jüdischer Politik (2004) Grundwissen Philosophie: Hannah Arendt (2006/2015), Flugzeugentführungen. Eine Kulturgeschichte (2011), Das Relationale Zeitalter. Individualität, Normalität und Mittelmaß in der Kultur der Renaissance (2011), Agenten der Bilder. Fotografisches Handeln im 20. Jahrhundert (2016).

W

Wagner, Jens-Christian

Jens-Christian Wagner ist Professor für Geschichte in Medien und Öffentlichkeit an der FSU Jena und leitet seit Oktober 2020 die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora. Zuvor leitete er die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten in Celle. Er forscht seit über 25 Jahren zur Geschichte des Nationalsozialismus, insbesondere der Konzentrationslager und der Zwangsarbeit, sowie zu Geschichts- und Erinnerungskulturen im internationalen Vergleich und hat dazu zahlreiche Ausstellungen kuratiert und Publikationen vorgelegt. Veröffentlichungen u.a.: Produktion des Todes. Das KZ Mittelbau-Dora, Göttingen 2015; Ellrich 1944/45. Konzentrationslager und Zwangsarbeit in einer deutschen Kleinstadt, Göttingen 2009; (Hg. mit Thomas Rahe) Menschen in Bergen-Belsen. Biografische Skizzen zu Häftlingen des Konzentrationslagers, Göttingen 2019; (Hg. mit Volkhard Knigge u.a.) Zwangsarbeit. Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg, Essen 2012; (Hg. mit Martina Staats) Recht. Verbrechen. Folgen. Das Strafgefängnis Wolfenbüttel im Nationalsozialismus, Göttingen 2019.

Walther, Tilman

Tilman Walther lebt und arbeitet in Hamburg und ist als Künstler und Kurator tätig und schreibt und spricht zu Partizipation und Inklusion in musealer Kulturproduktion und zu Geschichts- und Opfernarrationen der frühen BRD, hier vor allem anhand der Denk- und Mahnmalproduktion des Verbandes der Heimkehrer. Seit 2020 leitet er zusammen mit Nina Lucia Groß den Freiraum im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg als Raum für Partizipation und Diskurs. Gemeinsam mit ihrem Team konzipieren, kuratieren sie Veranstaltungs- und Diskursprogramm zur politischen und kulturellen Bildung im Freiraum. Im Mittelpunkt stehen dabei Fragen der Mitgestaltung: (Mit)Gestaltung von Zusammenleben, Geschichtsschreibung und gemeinsamer Gegenwart, Stadtraum, Konflikt und Kooperation. Tilman Walther ist Promovend an der Hochschule für bildende Künste Hamburg.

Ringvorlesung am 28.05.2024: Original Bunzlauer – Keramik als Metapher für Identität, Migration und Trauma (GER)

Weidenhaus, Gunter

Gunter Weidenhaus, Dr. phil., geboren 1972, studierte zunächst Philosophie und Germanistik, dann Soziologpädagogik und schließlich Soziologie mit den Nebenfächern Informatik und VWL an der TU Darmstadt. Promotion 2013 in Darmstadt mit „Soziale Raumzeit“ (summa cum laude; Promotionspreis der Sektion Stadt- und Regionalsoziologie; veröffentlicht bei Suhrkamp). Zuletzt arbeitete er als Gastprofessor für „Raumsoziologie“ an der TU Berlin im Rahmen der Habilitation „Die Räume der Welt“ über Globalisierung, ihre sozialwissenschaftliche Theoretisierung und globale Wandlungsprozesse des Raumes.

Ringvorlesung vom 22.11.2022:

GUNTER WEIDENHAUS (DARMSTADT): DIE RÄUME DER WELT

Weizman, Ines

Ines Weizman lehrt an der Bauhaus-Universität Weimar als Juniorprofessorin für Architekturtheorie. Dort ist sie Co-Direktorin des Bauhaus-Instituts für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung und Direktorin des Centre for Documentary Architecture. Sie wurde als Architektin an der Bauhaus-Universität Weimar und an der Ecole d‘Architecture de Belleville in Paris, an der Sorbonne, an der Universität Cambridge (M.Phil.) und an der Architectural Association School of Architecture ausgebildet, wo sie 2004 in Geschichte und Theorie promovierte (Ph.D.). Sie unterrichtete an der Architectural Association, dem Goldsmiths College London, dem Berlage Institute of Architecture in Rotterdam und der CASS School of Art and Architecture, London Metropolitan University. 2014 gab sie den Band Architecture and the Paradox of Dissidence heraus und verfasste gemeinsam mit Eyal Weizman das Buch Before and After: Documenting the Architecture of Disaster. 2015 gab sie gemeinsam mit Jorge Otero-Pailos das Journal Future Anterior, Volume 13 mit dem Titel Preservation and Copyrightheraus.
Weitere Texte sind in Büchern und Zeitschriften wie AA Files, ADD BEYOND, AD Magazine, JAE, Future Anterior, Harvard Design Magazine, Perspecta, Volume, The Routledge Companion to Photography and Visual Culture und Sage Handbook of Architectural Theory erschienen. Ihre Installation „Repeat Yourself.“ Loos, Law and the Culture of the Copy war zuerst auf der Architekturbiennale von Venedig 2012 zu sehen, anschließend auch im Architekturzentrum Wien und an der Columbia University, New York.
2016 konzipierte sie das XIII. Internationale Bauhaus-Kolloquium mit dem Titel »Dust and Data«, zu dem sie zur Zeit eine zusammenfassende Publikationen erarbeitet.

Wenzel, Mirjam

Prof. Dr. Mirjam Wenzel studierte Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Theater- sowie Politikwissenschaft in Berlin und Tel Aviv. Im Anschluss arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Deutsche Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München und promovierte dort zum deutschsprachigen Holocaust-Diskurs der sechziger Jahre. Prof. Wenzel ist Autorin und Mitherausgeberin einer Vielzahl an Büchern, Aufsätzen, Artikeln und Blogbeiträgen zur jüdischen Kulturgeschichte, zur Rezeption des Holocaust, zu zeitgenössischer Kunst sowie zur Kritischen Theorie. Zudem ist sie kuratorisch tätig und verantwortete die Konzeption mehrerer teils internationaler Ausstellungen. Ab 2007 war Prof. Wenzel als Leiterin der Medienabteilung am Jüdischen Museum Berlin tätig, bis sie 2016 als Direktorin die Leitung des Jüdischen Museum Frankfurt übernahm. 2019 wurde sie zur Honorarprofessorin an der Goethe-Universität Frankfurt ernannt, wo sie am Seminar für Judaistik lehrt.

Willert, Sebastian

Sebastian Willert studierte Geschichte an der Justus–Liebig–Universität Gießen, der Universität Bremen und der Leibniz Universität Hannover und schloss das Studium 2016 ab. Seit September 2017 ist er Mitarbeiter des Forschungsclusters Translocations. Historical Enquiries into the Displacement of Cultural Assets an der Technischen Universität Berlin, Fachgebiet Kunstgeschichte der Moderne. Im November 2017 erhielt er ein Stipendium des Excellenzclusters topoi und ist seitdem Doktorand an der Berlin Graduate School of Ancient Studies (BerGSAS) im Promotionsprogramm Ancient Object(s) and Visual Studies (AOViS). Der Arbeitstitel seines Dissertationsprojektes lautet: „Kulturimperialismus versus Protektionismus? Antike Objekte als Konfliktfaktor der deutschen und osmanischen Kunstpolitik zwischen 1890 und 1918“.

Y

Yadollahi, Solmaz

Solmaz Yadollahi ist Architektin und Denkmalpflegerin und hat an der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) in Heritage Studies promoviert. Sie ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Stadtmanagement und leitet das DFG-geförderte Forschungsprojekt „Assembling Iran’s Urban Heritage Conservation Policy and Practice: Problematisiert in Teheran“ an der BTU. Die Monografie zum Projekt befindet sich derzeit im Publikationsprozess: „Assembling Urban Heritage in a Pick-Axe Society – Reflections on Urban Heritage Planning in Iran and Tehran“ und erscheint voraussichtlich Ende 2023 im Transcript Verlag.

Yeboah, Anna

Anna Yeboah ist Architektin und Kuratorin. Sie studierte Architektur mit Schwerpunkt Kulturtheorie an der Technischen Universität München und der UPC Barcelona. Ihre Forschung und künstlerische Praxis beschäftigen sich mit Machtsystemen in Architektur und Stadtplanung. Ihre Untersuchungen zum Thema wurden unter anderem auf der 15. Architekturbiennale in Venedig gezeigt und in internationalen Fachmedien veröffentlicht. Anna Yeboah war Dozentin am Institut für Geschichte und Theorie Gestaltung der Universität der Künste Berlin. Seit 2020 verantwortet Anna Yeboah die Gesamtkoordination des fünfjährigen Modellprojekts „Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt“ für die Initiative Schwarzer Menschen in Deutschland e.V.

Ringvorlesung am 13.06.2023: Dekoloniale Erinnerungskultur in der Stadt

Yin, Shuxi

After earning his double BA degree in sociology and political science from Peking University in China, Shuxi Yin has obtained his MA degree in East Asian Studies from Harvard University in the USA and his PHD in history from the University of Tuebingen in Germany. Now he teaches history at Hefei University of Technology in China.

Z

Zabłocka-Kos, Agnieszka

Agnieszka Zabłocka-Kos (Wrocław), Architektin und Kunsthistorikerin, lehrt als Professorin für moderne Architektur und Urbanistik am Kunsthistorischen Institut an der Breslauer Universität. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Architektur- und Städtebaugeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts in Mitteleuropa, insbesondere in Deutschland und Polen, mit dem Schwerpunkt Schlesien. Von besonderem Interesse ist für sie die politische Architektur in umstrittenen Grenzregionen, sowie die Architektur des „III. Reiches“, der Wiederaufbau der polnischen und deutschen Städte und die Nachkriegsmoderne in Mitteleuropa. Sie ist u. a. Mitglied in der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung, im Werkbund Bayern, in der ICOMOS Sektion „Architektur des 20. Jahrhunderts in Polen“ und in der Polnischen Kunsthistorischen Gesellschaft. Neben zahlreichen Vorträgen in Deutschland, Österreich und Tschechien, war sie Senior Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies (2011/2012) sowie Stipendiatin deutscher und österreichischer Stiftungen. Sie publizierte Bücher über die schlesische Architektur im 19. Jahrhundert. Von 2014-2017 war sie Kooperationspartnerin im BMBF-Verbundprojekt „Welche Denkmale welcher Moderne? Erfassen, Bewerten und Kommunizieren des baulichen Erbes der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts” der Bauhaus-Universität Weimar und TU Dortmund.

Zabłocka-Kos, Agnieszka

Agnieszka Zabłocka-Kos (Wrocław), Architektin und Kunsthistorikerin, lehrt als Professorin für moderne Architektur und Urbanistik am Kunsthistorischen Institut an der Breslauer Universität. Sie beschäftigt sich vor allem mit der Architektur- und Städtebaugeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts in Mitteleuropa, insbesondere in Deutschland und Polen, mit dem Schwerpunkt Schlesien. Von besonderem Interesse ist für sie die politische Architektur in umstrittenen Grenzregionen, sowie die Architektur des “III. Reiches”, der Wiederaufbau der polnischen und deutschen Städte und die Nachkriegsmoderne in Mitteleuropa. Sie ist u. a. Mitglied in der Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung, im Werkbund Bayern, in der ICOMOS Sektion “Architektur des 20. Jahrhunderts in Polen” und in der Polnischen Kunsthistorischen Gesellschaft. Neben zahlreichen Vorträgen in Deutschland, Österreich und Tschechien, war sie Senior Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies (2011/2012) sowie Stipendiatin deutscher und österreichischer Stiftungen. Sie publizierte Bücher über die schlesische Architektur im 19. Jahrhundert. Von 2014-2017 war sie Kooperationspartnerin im BMBF-Verbundprojekt „Welche Denkmale welcher Moderne? Erfassen, Bewerten und Kommunizieren des baulichen Erbes der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts” der Bauhaus-Universität Weimar und TU Dortmund.

Ringvorlesung am 19.06.2018: Auf der Suche nach der nationalen Identität – Ausstellungen in Mitteleuropa 1906-1929

Zupan, Daniela

Daniela Zupan (Dr.-Ing. Mag. phil.) ist Juniorprofessorin für European Cities and Urban Heritage an der Bauhaus-Universität Weimar. An ihre Studien der Architektur an der Technischen Universität Graz und der Slawistik an der Karl-Franzens-Universität Graz schloss sich eine Promotion an der Universität Stuttgart an. Ihr Promotionsvorhaben  entstand in dem DFG-geförderten Projekt InnoPlan und befasste sich mit der Frage, wie sich substanzielle Erneuerungen in Städtebau und Stadtplanung vollziehen. Die Arbeit ist 2018 in Buchform unter dem Titel „Leitbildwechsel. Dynamiken und Charakteristika städtebaulicher Innovationsprozesse“ erschienen. Von 2016-2018 forschte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der RWTH Aachen zu Stadtentwicklungsprozessen in Deutschland, Russland und der Ukraine, im Anschluss hatte sie ein Postdoctoral Research Fellowship an der Higher School of Economics in Moskau inne.